Netzwerkreport Nr. 96

Veröffentlicht am 28.05.2010 in Kreistagsfraktion

Interessante Entwicklung beim spannenden Thema "Neues Landkreis-Gymnasium"

Zur Beratung im Bildungsausschuss des Landtages am 20. Mai liegt uns ein Bericht aus erster Hand von Herbert Lohmeyer, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft für Bildung der SPD im Unterbezirk Landshut vor, der die veröffentlichte Berichterstattung doch weitgehend relativiert: In den Medien wird berichtet, dass der Ausschuss für Bildung, Jugend und Sport sich gegen des Standort Essenbach entschieden hätte. Dies ist FALSCH !!! Dem Vorsitzendes des Bildungsausschusses im Landtag, dem Genossen Hans-Ulrich Pfaffmann ist es zu verdanken, dass eine Entscheidung weder mit JA, also der Eingabe aus Geiselhöring statt zu geben, noch mit NEIN, also die Eingabe zurückzuweisen, gefallen ist. Mit diesen Voten hätte der Ausschuss quasi eine Standortentscheidung getroffen. Vielmehr hat auf Vorschlag des Vorsitzenden (Uli Pfaffmann, SPD) der Ausschuss eine Entscheidung nach 80.4 (Geschäftsordnung Ausschuss) getroffen, wonach der Ausschuss "die Eingabe aus Geiselhöring durch die Stellungnahme des Kultusministeriums FÜR ERLEDIGT ERKLÄRT" !!! Somit ist dies definitiv KEINE Entscheidung des Ausschusses gegen Essenbach, allerdings auch nicht für Essenbach. Peter Barteit betont daher an dieser Stelle nochmals, dass es den vier Vertretern der SPD im Bildungsausschuss zu verdanken ist, dass a) nicht schon am 22. April mit Koalitionsmehrheit der Eingabe aus Geiselhöring stattgegeben wurde (wäre dann also eine Entscheidung gegen Essenbach gewesen) und b) auch diesmal der Ausschuss KEINE Entscheidung für oder gegen Essenbach getroffen hat. Hans-Ulrich Pfaffmann, SPD-MdL und Vorsitzender des Bildungsausschuss, hat in der Sitzung mehrfach betont, einmal sogar direkt an die Besucher aus den Landkreisen LA und SR gerichtet, dass die Entscheidung im Bildungsausschuss keine Entscheidung für oder gegen einen Standort ist. Um dieses Ergebnis zu analysieren und weitere Schritte zu beraten, fand am 26. Mai im Landratsamt eine Besprechung der Fraktionsvorsitzenden mit dem Landrat statt. Das Resultat ist kurz zusammengefasst:
  • Grundsätzlich wurde die Standortwahl auf Veranlassung des Kultusministeriums völlig falsch aufgezogen. Nach der Rechtslage hat das Ministerium die Aufgabe, den Standort einer weiterführenden Schule per Rechtsverordnung festzulegen, muss aber vorher das Benehmen mit dem Sachaufwandsträger herstellen.
  • Auf Anregung von Peter Barteit hin nimmt der Landrat in der 22. KW einen Termin im Ministerium mit folgender Zielrichtung wahr: - Verteidigung des vom Kreistag beschlossenen Standortes Essenbach. - Drängen auf eine schnelle Entscheidung, die der o. g. Rechtslage entspricht. - Der Landkreis will sich nicht mehr in neue Warteschleifen schicken lassen (z. B. Rechtsweg oder: Wir schlagen einen neuen Standort vor). - Der Landrat wird die Fraktionen nach dem Gespräch im Ministerium zeitnah über das Ergebnis informieren.
Bei den Anmeldungen für die Gymnasien hat sich ergeben, dass besonders am Gymasium in Furth und am Hans-Leinberger-Gymnasium zahlreiche Schülerinnen und Schüler nicht aufgenommen werden können und in der Folge an eine Schule gehen müssen, die ihren Neigungen und Fähigkeiten nicht entspricht. Um diese Fehlentwicklung zu vermeiden, sollten schon ab dem nächsten Schuljahr Vorläuferklassen für das neue Gymnasium und seine künftige Ausrichtung eingerichtet werden. Dazu müsste aber jetzt das Kultusministerium endlich seine Hausaufgaben machen und darüber hinaus das erforderliche Lehrpersonal zur Verfügung stellen. Kann es sein, dass man sich in München aus diesem Grund so ziert und dabei die Zukunft unseres Landes verspielt?
 

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Projekt 2016 - Schuld & Sühne?

„Historischen Themennachmittage" im Labertal

Die intensive Auseinandersetzung mit der Vergangenheit ist wichtig um die Gegenwart zu verstehen und der Zukunft zu vertrauen. Der AK Labertal will fundierte Geschichtsbewältigung unter sozialdemokratischen Gesichtspunkten anbieten Es gibt nichts zu glorifizieren, nichts zu beschönigen und schon gar nichts zu rechtfertigen. Wir wollen aber auch nicht anklagen und verurteilen - keiner von uns kann heute sagen, wie er sich selbst verhalten hätte, in einer anderen Zeit.

- Rückblick -
Der SPD-Arbeitskreis Labertal hat mit dem „Historischen Themennachmittag“ zur Schierlinger Muna am 24. Januar 2010 begonnen, sich mit den Ereignissen vor 65 Jahren genauer zu beschäftigen. Neben dem „Wunder von Schierling“ sollt der Blick auch auf die Todesmärsche durch das Labertal gelenkt werden.

Die Brüder Gandorfer beschäftigten den AK am historischen Datum 7. November 2010 in Pfaffenberg.

Im Spätherbst 2011 wurde mit "Die Engel von Laberweinting" erneut an das Thema "65 Jahre Kriegsende" angeknüpft. 62 tote Kinder in nur wenigen Monaten, so die Bilanz des Entbindungs- und Kinderheims für Fremdländische.

Der letzte „Historische Themennachmittag“„GELINZT - Euthanasie- Opfer aus dem Labertal“ fand am 4. März in Geiselhöring statt. Das Thema wurde mit einer Informationsfahrt am 14. April an den Gedenkort Hartheim bei Linz abgerundet.

Die Dokumentationen zu den Themennachmittagen (oder den Bonhoeffer-Wochen) sind unter www.agentur-labertal.de zu bestellen!

Projekt 2015 - Flucht, Vertreibung und Asyl

Flucht, Vertreibung und Asyl 1945 / 2015

Sonstiges

 

120 Jahre BayernSPD - Im Dienst von Freiheit und Demokratie Frauen sind in der rechtsextremen Szene keine Seltenheit mehr – sie sind die „nette“ Nachbarin oder betreiben Biolandbau und verkaufen „Deutschen Honig“ und unterwandern so die Gesellschaft mit neonazistischem Gedankengut. Die Ausstellung „Braune Schwestern“ aus Österreich war 2012 erstmals in Niederbayern zu sehen und beschäftigt sich mit der Symbolik, den Liedern und dem Gedankengut der rechtsextremen Frauenszene.