SPD-Parteitag: Aufbruch und Neuanfang

Veröffentlicht am 18.11.2009 in Bundespolitik

"Der Parteitag war Aufbruch und gelungener Neuanfang. Nicht mehr und nicht weniger," sagte die SPD-Bezirksvorsitzende Johanna Werner-Muggendorfer MdL, die mit den niederbayerischen SPD-Delegierten am SPD-Bundesparteitag in Dresden dabei war. "Die eigentliche Arbeit kommt jetzt auf uns zu – auf uns alle, auch an der Basis: Zu neuer Stärke kommen wir nur, wenn alle mit anpacken, sich beteiligen, wenn wir hart an der Sachediskutieren und dabei unsere gemeinsamen Ziele und Werte in Blick behalten. Das wird anstrengend, aber es lohnt sich," so Johanna Werner-Muggendorfer.

Offen und ungeschminkt waren die Diskussionen auf dem Parteitag, es wurde über Fehler der Vergangenheit gesprochen, aber vor allem auch über die Aufgaben in der Zukunft. Dass die SPD eine streitbare Partei sind, ist nicht neu. Aber Dresden war doch anders. Wer dabei war, hat es deutlich gespürt. Die oft unversöhnliche Härte, mit der in SPD manchmal politische Debatten personell ausgetragen werden, war so nicht da. Es ging um die Sache. Das bringt die SPD als Ganzes nach vorn.
Es gibt jetzt viel zu tun. Drei zentrale Aufgaben stehen im Vordergrund, so Werner-Muggendorfer: Die Partei muss sich innen öffnen und die Mitglieder stärker beteiligen. Dazu gehört auch enger Kontakt zu den erfolgreichen sozialdemokratischen Kommunalpolitikern. Und künftig soll jährlich auf einem Bundesparteitag die SPD-Politik diskutiert werden.
Die zweite Aufgabe ist, die Öffnung nach außen, die Vernetzung in die Gesellschaft hinein zu stärken: Das bedeutet Gespräche mit den Vereinen vor Ort führen, mit Initiativen, mit den Gewerkschaften, Verbänden, Kirchen und vielen mehr, erklärt Werner-Muggendorfer, und das auf allen Ebenen, vom Ortsverein bis zum Parteivorstand.
Drittens geht es darum, programmatisch drei Ziele überzeugend miteinander zu verbinden: Wirtschaftliche Leistungsfähigkeit, soziale Sicherheit und ökologische Verantwortung. Dabei orientiert sich die SPD weder an Koalitionsoptionen, noch an vermeintlich soziologischen Kategorien wie der so genannten politischen Mitte. Denn die Mitte ist kein festgefügter Ort. Wer die Deutungshoheit für die Lösung politischer Probleme erringt, ist in der Mitte der Gesellschaft. Unsere Werte und Ziele sind dafür die richtige Grundlage.

Foto: Die niederbayerischen Delegierten zum SPD-Bundesparteitag gratulierten dem neuen SPD-Vorsitzenden Sigmar Gabriel zum hervorragenden Ergebnis (v.li.n.re.: Dr. Bernd Vilsmeier, Christian Flisek, Katja Reitmaier, Sigmar Gabriel, Florian Pronold, Rita Hagl, Renate Hebertinger).

 

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Projekt 2016 - Schuld & Sühne?

„Historischen Themennachmittage" im Labertal

Die intensive Auseinandersetzung mit der Vergangenheit ist wichtig um die Gegenwart zu verstehen und der Zukunft zu vertrauen. Der AK Labertal will fundierte Geschichtsbewältigung unter sozialdemokratischen Gesichtspunkten anbieten Es gibt nichts zu glorifizieren, nichts zu beschönigen und schon gar nichts zu rechtfertigen. Wir wollen aber auch nicht anklagen und verurteilen - keiner von uns kann heute sagen, wie er sich selbst verhalten hätte, in einer anderen Zeit.

- Rückblick -
Der SPD-Arbeitskreis Labertal hat mit dem „Historischen Themennachmittag“ zur Schierlinger Muna am 24. Januar 2010 begonnen, sich mit den Ereignissen vor 65 Jahren genauer zu beschäftigen. Neben dem „Wunder von Schierling“ sollt der Blick auch auf die Todesmärsche durch das Labertal gelenkt werden.

Die Brüder Gandorfer beschäftigten den AK am historischen Datum 7. November 2010 in Pfaffenberg.

Im Spätherbst 2011 wurde mit "Die Engel von Laberweinting" erneut an das Thema "65 Jahre Kriegsende" angeknüpft. 62 tote Kinder in nur wenigen Monaten, so die Bilanz des Entbindungs- und Kinderheims für Fremdländische.

Der letzte „Historische Themennachmittag“„GELINZT - Euthanasie- Opfer aus dem Labertal“ fand am 4. März in Geiselhöring statt. Das Thema wurde mit einer Informationsfahrt am 14. April an den Gedenkort Hartheim bei Linz abgerundet.

Die Dokumentationen zu den Themennachmittagen (oder den Bonhoeffer-Wochen) sind unter www.agentur-labertal.de zu bestellen!

Projekt 2015 - Flucht, Vertreibung und Asyl

Flucht, Vertreibung und Asyl 1945 / 2015

Sonstiges

 

120 Jahre BayernSPD - Im Dienst von Freiheit und Demokratie Frauen sind in der rechtsextremen Szene keine Seltenheit mehr – sie sind die „nette“ Nachbarin oder betreiben Biolandbau und verkaufen „Deutschen Honig“ und unterwandern so die Gesellschaft mit neonazistischem Gedankengut. Die Ausstellung „Braune Schwestern“ aus Österreich war 2012 erstmals in Niederbayern zu sehen und beschäftigt sich mit der Symbolik, den Liedern und dem Gedankengut der rechtsextremen Frauenszene.