Zukunftssichere Arbeitsplätze als Mittel gegen Abwanderung aus ländlichen Gebieten

Veröffentlicht am 14.10.2010 in Landespolitik

MdL Annette Karl: Modellregionen für erneuerbare Energien schaffen

In einem heute eingebrachten Dringlichkeitsantrag „Bayerns Bürgerwillen achten - Ja zum Atomkonsens und Modellregionen für erneuerbare Energien" fordert die SPD-Landtagsfraktion die Staatsregierung auf, im Bund darauf hinzuwirken, dass der von Industrie und Politik im Jahr 2000 beschlossene Atomkonsens beibehalten wird. Die Staatsregierung müsse zudem den Ausbau der erneuerbaren Energien mit Pilotprojekten in den verschiedenen Regionen Bayerns vorantreiben und so Modellregionen für erneuerbare Energien zu schaffen. Die SPD-Fraktion greift damit eine Initiative von MdL Annette Karl auf.

„Der große Erfolg der Menschenkette gegen die Laufzeitverlängerung der Atomkraftwerke am vergangenen Samstag in München mit über 50.000 Teilnehmern zeigt, dass die breite Bevölkerung die Atomkraft ablehnt. Bei dem Ausbau der Erneuerbaren Energien hat die Bayerische Staatsregierung jedoch noch erheblichen Nachholbedarf," erklärt der SPD-Umweltsprecher Ludwig Wörner. Anstatt weiter auf Atomkraft zu setzen, sollte die Bayerische Staatsregierung Modellregionen für erneuerbare Energien entwickeln und fördern.

„Das Beispiel einer derartigen Modellregion könnte nachweisen, dass Energieautarkie machbar und möglich ist. Außerdem bietet die regionale Erzeugung und Verteilung von Energie ein großes Potential für regionale Wertschöpfung und ist damit ein endogenes Wirtschaftsförderprogramm für strukturschwache Regionen," so Annette Karl, SPD-Sprecherin für den ländlichen Raum.

Bayern müsse wegen des großen Potenzials der Erneuerbaren Energien für die Entwicklung der ländlichen Regionen eine führende Rolle bei der Förderung des Einsatzes dieser Energien spielen. Hier zu sind auch die Instrumente der Raumordnung zielgerichtet einzusetzen. Bei der anstehenden Novellierung des Landesentwicklungsprogramms müssten klare Klimaschutzziele und die vorrangige Förderung der erneuerbaren Energien als verbindliche Ziele für die künftige nachhaltige Entwicklung Bayerns in den überfachlichen Teil des Landesentwicklungsprogramms aufgenommen werden.

Karl: „Dies erzeugt in den jeweiligen Regionen Wirtschaftskraft, die vor Ort genutzt werden kann, und schafft zukunftssichere Arbeitsplätze als Mittel gegen die Abwanderung aus vielen ländlichen Gebieten." Bestes Beispiel dafür ist der vielzitierte Ort Güssing im Burgenland, der inzwischen nicht nur energieautark ist und damit auch Arbeitsplätze vor Ort geschaffen hat, sondern auch noch Strom verkauft und damit 13 Millionen Euro im Jahr verdient

 

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Projekt 2016 - Schuld & Sühne?

„Historischen Themennachmittage" im Labertal

Die intensive Auseinandersetzung mit der Vergangenheit ist wichtig um die Gegenwart zu verstehen und der Zukunft zu vertrauen. Der AK Labertal will fundierte Geschichtsbewältigung unter sozialdemokratischen Gesichtspunkten anbieten Es gibt nichts zu glorifizieren, nichts zu beschönigen und schon gar nichts zu rechtfertigen. Wir wollen aber auch nicht anklagen und verurteilen - keiner von uns kann heute sagen, wie er sich selbst verhalten hätte, in einer anderen Zeit.

- Rückblick -
Der SPD-Arbeitskreis Labertal hat mit dem „Historischen Themennachmittag“ zur Schierlinger Muna am 24. Januar 2010 begonnen, sich mit den Ereignissen vor 65 Jahren genauer zu beschäftigen. Neben dem „Wunder von Schierling“ sollt der Blick auch auf die Todesmärsche durch das Labertal gelenkt werden.

Die Brüder Gandorfer beschäftigten den AK am historischen Datum 7. November 2010 in Pfaffenberg.

Im Spätherbst 2011 wurde mit "Die Engel von Laberweinting" erneut an das Thema "65 Jahre Kriegsende" angeknüpft. 62 tote Kinder in nur wenigen Monaten, so die Bilanz des Entbindungs- und Kinderheims für Fremdländische.

Der letzte „Historische Themennachmittag“„GELINZT - Euthanasie- Opfer aus dem Labertal“ fand am 4. März in Geiselhöring statt. Das Thema wurde mit einer Informationsfahrt am 14. April an den Gedenkort Hartheim bei Linz abgerundet.

Die Dokumentationen zu den Themennachmittagen (oder den Bonhoeffer-Wochen) sind unter www.agentur-labertal.de zu bestellen!

Projekt 2015 - Flucht, Vertreibung und Asyl

Flucht, Vertreibung und Asyl 1945 / 2015

Sonstiges

 

120 Jahre BayernSPD - Im Dienst von Freiheit und Demokratie Frauen sind in der rechtsextremen Szene keine Seltenheit mehr – sie sind die „nette“ Nachbarin oder betreiben Biolandbau und verkaufen „Deutschen Honig“ und unterwandern so die Gesellschaft mit neonazistischem Gedankengut. Die Ausstellung „Braune Schwestern“ aus Österreich war 2012 erstmals in Niederbayern zu sehen und beschäftigt sich mit der Symbolik, den Liedern und dem Gedankengut der rechtsextremen Frauenszene.