„Wirtschaftsförderung auf neue Füße stellen“

Veröffentlicht am 28.01.2009 in Kreistagsfraktion

SPD-Kreistagsfraktion steigt in Haushaltsberatungen ein

Straubing-Bogen: Die Wirtschaftsförderung des Landkreises muss auf neue Füße gestellt und den aktuellen Gegebenheiten angeglichen werden. Diese Forderung erhob Kreisrat Alfons Schießwohl auf der jüngsten Sitzung der SPD-Kreistagsfraktion am Montag im Gasthaus Schmiedeberg in Sallach. Wie Schießwohl darstellte, werde mit den jetzigen vor vielen Jahren beschlossenen Förderkriterien nicht mehr die gewünschte Wirkung erzielt. Die Mittel kämen teilweise bei Gemeinden an, wo ohnehin bevorzugte Voraussetzungen bestünden. Ziel müsse aber sein, allen Kommunen geeignete Anreize zu eröffnen und eine breite Wirkung zu erzielen.

Vorsitzender Heinz Uekermann kündigte an, seine Fraktion werde im Zuge der Haushaltsberatungen ein Eckpunktepapier zur Wirtschaftsförderung in den Kreistag einbringen. Auch zu weiteren Schwerpunkten sollen die eigenen Zielsetzungen erarbeitet und beantragt werden. Bürgermeister Reinhard Schwarz machte sich dafür stark, auch den Tourismus in die Förderszene mit aufzunehmen. Der Tourismus sei im Landkreis ein wichtiger Wirtschaftsfaktor mit vielen Arbeitsplätzen, die denselben Stellenwert hätten wie Industriearbeitsplätze. Ferner müssten neue Arbeitsplätze des Sektors alternative Energie der Förderkulisse hinzugefügt werden. Schwarz sieht es als Mangel an, dass zum Beispiel die Skilifte in Sankt Englmar nicht über öffentliche Verkehrsmittel erreichbar seien. Grundsätzlich beschlossen die Fraktionsmitglieder, im Rahmen der Haushaltsseminare externen Sachverstand einzuholen und konkrete Vorschläge zu verschiedenen Bereichen in den Kreistag einzubringen.

Ermutigend sei der erreichte Stand beim Jugendhilfeplan. Wie Kreisrätin Rosi Deser bescheinigte, sei erfreuliche Bewegung bei diesem wichtigen Instrument der vorsorgenden Jugendarbeit festzustellen. Für den Teilbereich „Arbeitsweltorientierte Jugendsozialarbeit“ seien Empfehlungen von der Arbeitsgruppe festgeschrieben worden. Die Ergebnisse würden den Gemeinden zur Verfügung gestellt und im Internet veröffentlicht. Diese Vorgehensweise müsse nun auch bei den weiteren Teilbereichen vorgenommen werden.

„Umweltschutz ist die beste Wirtschafts- und Sozialpolitik“, führte Kreisrat Fritz Fuchs an und das Ziel der Energieunabhängigkeit des Landkreises bis in dreissig Jahren werde nachdrücklich verfolgt. Wie richtig die SPD mit dieser Zielsetzung liege, zeige die Bewerbung des Landkreises als Bioregion erneut bei der bundesweiten Ausschreibung. Die Umweltbranche sei dabei, die Autoindustrie an wirtschaftlicher Bedeutung zu überholen. Es gehe vor allem auch darum, für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Zukunft einen hohen Lebensstandart zu erhalten.

 

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Projekt 2016 - Schuld & Sühne?

„Historischen Themennachmittage" im Labertal

Die intensive Auseinandersetzung mit der Vergangenheit ist wichtig um die Gegenwart zu verstehen und der Zukunft zu vertrauen. Der AK Labertal will fundierte Geschichtsbewältigung unter sozialdemokratischen Gesichtspunkten anbieten Es gibt nichts zu glorifizieren, nichts zu beschönigen und schon gar nichts zu rechtfertigen. Wir wollen aber auch nicht anklagen und verurteilen - keiner von uns kann heute sagen, wie er sich selbst verhalten hätte, in einer anderen Zeit.

- Rückblick -
Der SPD-Arbeitskreis Labertal hat mit dem „Historischen Themennachmittag“ zur Schierlinger Muna am 24. Januar 2010 begonnen, sich mit den Ereignissen vor 65 Jahren genauer zu beschäftigen. Neben dem „Wunder von Schierling“ sollt der Blick auch auf die Todesmärsche durch das Labertal gelenkt werden.

Die Brüder Gandorfer beschäftigten den AK am historischen Datum 7. November 2010 in Pfaffenberg.

Im Spätherbst 2011 wurde mit "Die Engel von Laberweinting" erneut an das Thema "65 Jahre Kriegsende" angeknüpft. 62 tote Kinder in nur wenigen Monaten, so die Bilanz des Entbindungs- und Kinderheims für Fremdländische.

Der letzte „Historische Themennachmittag“„GELINZT - Euthanasie- Opfer aus dem Labertal“ fand am 4. März in Geiselhöring statt. Das Thema wurde mit einer Informationsfahrt am 14. April an den Gedenkort Hartheim bei Linz abgerundet.

Die Dokumentationen zu den Themennachmittagen (oder den Bonhoeffer-Wochen) sind unter www.agentur-labertal.de zu bestellen!

Projekt 2015 - Flucht, Vertreibung und Asyl

Flucht, Vertreibung und Asyl 1945 / 2015

Sonstiges

 

120 Jahre BayernSPD - Im Dienst von Freiheit und Demokratie Frauen sind in der rechtsextremen Szene keine Seltenheit mehr – sie sind die „nette“ Nachbarin oder betreiben Biolandbau und verkaufen „Deutschen Honig“ und unterwandern so die Gesellschaft mit neonazistischem Gedankengut. Die Ausstellung „Braune Schwestern“ aus Österreich war 2012 erstmals in Niederbayern zu sehen und beschäftigt sich mit der Symbolik, den Liedern und dem Gedankengut der rechtsextremen Frauenszene.