Wir müssen uns in Europa neu verlieben

Veröffentlicht am 02.02.2013 in Europa

im Gespräch mit dem Präsidenten des Europäischen Parlaments, Martin Schulz (2. v. r.)

SPD-Politiker aus dem Landkreis Landshut trafen sich mit dem Präsidenten des Europäischen Parlaments, Martin Schulz

Die Gelegenheit zu einem persönlichen Gespräch mit dem Präsidenten des Europäischen Parlaments, Martin Schulz im Anschluss an die Veranstaltung „Vision Europa“ im Hans Leinberger Gymnasium nutzten die SPD-Mitglieder aus dem Landkreis Landshut. Die Kreis- und Fraktionsvorsitzende der SPD im Landkreis Landshut und MdEP Martin Schulz kennen sich über den Parteikonvent der SPD. Die Landtagskandidatin und die SPD-Mitglieder aus Ergoldsbach, Sebastian Hutzenthaler, Franziska Gruber-Schmid, Peter Schmid und Hans Wagner aus Altdorf erlebten einen leidenschaftlichen Europäer, der mit Nachdruck dafür wirbt, Europa zusammenzuhalten.

Am 10. Dezember 2012 konnte MdEP Martin Schulz den Friedensnobelpreis für die Europäische Union in Oslo entgegennehmen. Und so war es auch nicht verwunderlich, dass „Frieden, Freiheit, Solidarität und Gerechtigkeit“ die zentralen Punkte seines Vortrags waren.

„Es war das historische Verdienst vieler visionärer Europäer, dass sie nach dem Ende des 2. Weltkriegs Deutschland die Hand zur Versöhnung gereicht haben und es so ermöglichten, dass eine Demokratie aufgebaut werden kann“, so Martin Schulz. Aus der Vision vom Frieden ist mittlerweile eine Institution geworden und so gebe es die zwei Richtungen in Europa: „Die einen geben keine Ruhe, bis der letzte kommunale Friedhof privatisiert sei und die anderen würden am liebsten das Bestattungswesen bis ins letzte Detail reglementieren“. Doch die Menschen verlieben sich nicht in eine Institution sondern in eine Idee, die die Herzen anspreche. Und deshalb müsse sich Europa neu erfinden für die junge Generation von heute. Auch ihnen müsse man das Versprechen mitgeben können, dass sie in einer wirtschaftlich starken, sozial gerechten, freien und demokratischen europäische Heimat leben.

Auch die Konzessionsrichtlinie zur Wasserversorgung wurde im Gespräch mit MdEP Martin Schulz thematisiert. Er erinnere sich noch gut daran, wie er sich in seiner Zeit als Bürgermeister gegen die Privatisierung der Abfallverwertung gestemmt habe. „Wasser ist ein lebensnotwendiges Gut, die Wasserversorgung ist deshalb in öffentlicher Hand am besten aufgehoben“, stimmten ihm die SPD-Mitglieder vollumfänglich zu. Gemeinsames Ziel müsse es sein, die von den Kommunen verantwortete Versorgung mit hochwertigem und preiswertem Trinkwasser als Aufgabe der kommunalen Daseinsvorsorge unbefristet sicherzustellen.

Foto:
Peter Schmid, Ruth Müller, Franziska Gruber Schmid, Sebastian Hutzenthaler, MdEP Martin Schulz (Präsident des Europ. Parlaments), Hans Wagner

 

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Projekt 2016 - Schuld & Sühne?

„Historischen Themennachmittage" im Labertal

Die intensive Auseinandersetzung mit der Vergangenheit ist wichtig um die Gegenwart zu verstehen und der Zukunft zu vertrauen. Der AK Labertal will fundierte Geschichtsbewältigung unter sozialdemokratischen Gesichtspunkten anbieten Es gibt nichts zu glorifizieren, nichts zu beschönigen und schon gar nichts zu rechtfertigen. Wir wollen aber auch nicht anklagen und verurteilen - keiner von uns kann heute sagen, wie er sich selbst verhalten hätte, in einer anderen Zeit.

- Rückblick -
Der SPD-Arbeitskreis Labertal hat mit dem „Historischen Themennachmittag“ zur Schierlinger Muna am 24. Januar 2010 begonnen, sich mit den Ereignissen vor 65 Jahren genauer zu beschäftigen. Neben dem „Wunder von Schierling“ sollt der Blick auch auf die Todesmärsche durch das Labertal gelenkt werden.

Die Brüder Gandorfer beschäftigten den AK am historischen Datum 7. November 2010 in Pfaffenberg.

Im Spätherbst 2011 wurde mit "Die Engel von Laberweinting" erneut an das Thema "65 Jahre Kriegsende" angeknüpft. 62 tote Kinder in nur wenigen Monaten, so die Bilanz des Entbindungs- und Kinderheims für Fremdländische.

Der letzte „Historische Themennachmittag“„GELINZT - Euthanasie- Opfer aus dem Labertal“ fand am 4. März in Geiselhöring statt. Das Thema wurde mit einer Informationsfahrt am 14. April an den Gedenkort Hartheim bei Linz abgerundet.

Die Dokumentationen zu den Themennachmittagen (oder den Bonhoeffer-Wochen) sind unter www.agentur-labertal.de zu bestellen!

Projekt 2015 - Flucht, Vertreibung und Asyl

Flucht, Vertreibung und Asyl 1945 / 2015

Sonstiges

 

120 Jahre BayernSPD - Im Dienst von Freiheit und Demokratie Frauen sind in der rechtsextremen Szene keine Seltenheit mehr – sie sind die „nette“ Nachbarin oder betreiben Biolandbau und verkaufen „Deutschen Honig“ und unterwandern so die Gesellschaft mit neonazistischem Gedankengut. Die Ausstellung „Braune Schwestern“ aus Österreich war 2012 erstmals in Niederbayern zu sehen und beschäftigt sich mit der Symbolik, den Liedern und dem Gedankengut der rechtsextremen Frauenszene.