Widerstand-Verfolgung-Vertreibung-Integration

Veröffentlicht am 06.05.2012 in Veranstaltungen

120 Jahre BayernSPD
Einstimmung auf das Jubiläum am 8. Juli in Geiselhöring

Mittwoch, den 16. Mai um 19.30 Uhr im Gasthaus Wild, Geiselhöring

Im Rahmen der Themenreihe „Widerstand-Verfolgung-Vertreibung-Integration“ referiert Bastian Vergnon aus seiner Dissertation zum Thema „Der Einfluss der Sudetendeutschen Sozialdemokraten auf die BayernSPD“. Hierin untersucht er die Beziehungen zwischen den sudetendeutschen Sozialdemokraten, die sich nach ihrer Vertreibung aus der Tschechoslowakei in Bayern ansiedelten, und der bayerischen SPD von 1946 bis 1978.

Die enge sozialdemokratische Bindung bot für die SPD ein großes Wählerpotential, da die Sudetendeutschen sich mit Bayern in einem Gebiet niederließen, in dem die Partei schwach war. Die Flüchtlinge aus der Tschechoslowakei stellten ab 1946 mit fast einer Million Einwohner circa 10% der Bevölkerung. Die Sudetendeutschen beeinflussten in Bayern die SPD jedoch nicht nur passiv als Wähler, sondern auch aktiv als Mitglieder und Funktionäre. Sie waren in allen Gliederungen der bayerischen Partei vertreten und brachten es in führende Positionen, darunter mit Volkmar Gabert zum Vorsitzenden der Landtagsfraktion und der Landespartei. Hinzu kamen enge Verbindungen aus der Kooperation im sozialdemokratischen Widerstand gegen das nationalsozialistische Regime, der von 1933 bis 1938 für Bayern - u.a. im Raum Regensburg-Landshut-Straubing - maßgeblich aus der Tschechoslowakei und deren Sudetengebieten unterstützt wurde.

Ein Augenmerk wird auf die Beziehungen der Neuankömmlinge zur 1946 im Amt befindenden Regierung des Sozialdemokraten Wilhelm Hoegner und zur sich ebenfalls im Wiederaufbau befindenden bayerischen Sozialdemokratie bis 1949 gelegt werden.

Der letzte Fragekomplex beschäftigt sich mit dem Bruch zwischen der sudetendeutschen Basis und der bayerischen SPD von 1970 bis 1978 und soll die Frage nach deren Grund klären. In der anschließenden Diskussion ist die aktuelle Annäherung zwischen der SPD und den Vertriebenenverbände sicherlich ein Thema.

Im Vorfeld des kleinen Festabends besteht die Möglichkeit die Ausstellung „Sudetendeutsche Sozialdemokraten“ im Pfarrsaal der ev. Kirche (50m vom Gasthaus entfernt) zu besuchen. Treffpunkt 18 Uhr an der ev. Kirche.

Gerne stoßen wir abschließend zusammen auf die 120 Jahre BayernSPD an – deshalb bitten wir euch um entsprechende Rückmeldung, ob ihr am 16. Mai an unserer kleinen Feier teilnehmen könnt.

 

  

Projekt 2016 - Schuld & Sühne?

„Historischen Themennachmittage" im Labertal

Die intensive Auseinandersetzung mit der Vergangenheit ist wichtig um die Gegenwart zu verstehen und der Zukunft zu vertrauen. Der AK Labertal will fundierte Geschichtsbewältigung unter sozialdemokratischen Gesichtspunkten anbieten Es gibt nichts zu glorifizieren, nichts zu beschönigen und schon gar nichts zu rechtfertigen. Wir wollen aber auch nicht anklagen und verurteilen - keiner von uns kann heute sagen, wie er sich selbst verhalten hätte, in einer anderen Zeit.

- Rückblick -
Der SPD-Arbeitskreis Labertal hat mit dem „Historischen Themennachmittag“ zur Schierlinger Muna am 24. Januar 2010 begonnen, sich mit den Ereignissen vor 65 Jahren genauer zu beschäftigen. Neben dem „Wunder von Schierling“ sollt der Blick auch auf die Todesmärsche durch das Labertal gelenkt werden.

Die Brüder Gandorfer beschäftigten den AK am historischen Datum 7. November 2010 in Pfaffenberg.

Im Spätherbst 2011 wurde mit "Die Engel von Laberweinting" erneut an das Thema "65 Jahre Kriegsende" angeknüpft. 62 tote Kinder in nur wenigen Monaten, so die Bilanz des Entbindungs- und Kinderheims für Fremdländische.

Der letzte „Historische Themennachmittag“„GELINZT - Euthanasie- Opfer aus dem Labertal“ fand am 4. März in Geiselhöring statt. Das Thema wurde mit einer Informationsfahrt am 14. April an den Gedenkort Hartheim bei Linz abgerundet.

Die Dokumentationen zu den Themennachmittagen (oder den Bonhoeffer-Wochen) sind unter www.agentur-labertal.de zu bestellen!

Projekt 2015 - Flucht, Vertreibung und Asyl

Flucht, Vertreibung und Asyl 1945 / 2015

Sonstiges

 

120 Jahre BayernSPD - Im Dienst von Freiheit und Demokratie Frauen sind in der rechtsextremen Szene keine Seltenheit mehr – sie sind die „nette“ Nachbarin oder betreiben Biolandbau und verkaufen „Deutschen Honig“ und unterwandern so die Gesellschaft mit neonazistischem Gedankengut. Die Ausstellung „Braune Schwestern“ aus Österreich war 2012 erstmals in Niederbayern zu sehen und beschäftigt sich mit der Symbolik, den Liedern und dem Gedankengut der rechtsextremen Frauenszene.