Widerspruch gegen rechte Einstellungen ist Aufgabe eines jeden Demokraten

Veröffentlicht am 19.10.2010 in Veranstaltungen

Seminar „Rechtsextremismus in Deutschland“ und Gedenkfeier in der KZ-Gedenkstätte Flossenbürg

Jusos Oberpfalz, SPD 60plus Oberpfalz und die Arbeitsgemeinschaft der vertriebenen Sozialdemokraten trafen sich zu einem Seminar gegen Rechtsextremismus in der KZ-Gedenkstätte Flossenbürg. Mit Susann Rüttrich vom Netzwerk für Demokratie und Courage führte eine kompetente Referentin durch den Tag.
Am Gedenkstein in der KZ-Gedenkstätte legten die Seminarteilnehmer im Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus einen Kranz nieder. Der Regensburger Juso-Unterbezirksvorsitzende, Tobias Afsali, erinnerte in seiner Rede an die vielen Sozialdemokraten, die während des NS-Regimes Opfer ihrer Überzeugung wurden.

Susann Rüttrich zeigte auf, dass in vielen Aussagen unterschwelliger Rassismus, also gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit vorherrsche.
"Rassismus ist kein ostdeutsches Problem", stellte Susann Rüttrich klar und freute sich in der Oberpfalz „engagierte und couragierte Genossen und Genossinnen kennenzulernen, die sich – wie mein eigener Unterbezirk und die sächsische SPD – stets rechtsextremen menschenverachtenden Einstellungen widersetzen“.

Die Referentin zeigte sich beeindruckt vom Weidener Oberbürgermeister Kurt Seggewiß, der sich engagiert im Bündnis mit seinen Bürgern und Bürgerinnen gegen rechte Bestrebungen in seiner Stadt stelle. „An ihm können sich einige Bürgermeister/innen ein Beispiel nehmen“, so Susann Rüttrich. Kurt Seggewiß selbst berichtete in seinem Seminarbeitrag von seinen Erfahrungen mit den Möglichkeiten eines Verbotes von Demonstrationen rechtsradikaler Organisationen.

Zum Ende des Seminars war man sich einig: "Die Verhinderung des Rassismus und Rechtsradikalismus ist nicht nur Aufgabe der Jugend, sondern aller Altersgruppen", so Juso-Bezirksvorsitzender Sebastian Roloff.

 

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Projekt 2016 - Schuld & Sühne?

„Historischen Themennachmittage" im Labertal

Die intensive Auseinandersetzung mit der Vergangenheit ist wichtig um die Gegenwart zu verstehen und der Zukunft zu vertrauen. Der AK Labertal will fundierte Geschichtsbewältigung unter sozialdemokratischen Gesichtspunkten anbieten Es gibt nichts zu glorifizieren, nichts zu beschönigen und schon gar nichts zu rechtfertigen. Wir wollen aber auch nicht anklagen und verurteilen - keiner von uns kann heute sagen, wie er sich selbst verhalten hätte, in einer anderen Zeit.

- Rückblick -
Der SPD-Arbeitskreis Labertal hat mit dem „Historischen Themennachmittag“ zur Schierlinger Muna am 24. Januar 2010 begonnen, sich mit den Ereignissen vor 65 Jahren genauer zu beschäftigen. Neben dem „Wunder von Schierling“ sollt der Blick auch auf die Todesmärsche durch das Labertal gelenkt werden.

Die Brüder Gandorfer beschäftigten den AK am historischen Datum 7. November 2010 in Pfaffenberg.

Im Spätherbst 2011 wurde mit "Die Engel von Laberweinting" erneut an das Thema "65 Jahre Kriegsende" angeknüpft. 62 tote Kinder in nur wenigen Monaten, so die Bilanz des Entbindungs- und Kinderheims für Fremdländische.

Der letzte „Historische Themennachmittag“„GELINZT - Euthanasie- Opfer aus dem Labertal“ fand am 4. März in Geiselhöring statt. Das Thema wurde mit einer Informationsfahrt am 14. April an den Gedenkort Hartheim bei Linz abgerundet.

Die Dokumentationen zu den Themennachmittagen (oder den Bonhoeffer-Wochen) sind unter www.agentur-labertal.de zu bestellen!

Projekt 2015 - Flucht, Vertreibung und Asyl

Flucht, Vertreibung und Asyl 1945 / 2015

Sonstiges

 

120 Jahre BayernSPD - Im Dienst von Freiheit und Demokratie Frauen sind in der rechtsextremen Szene keine Seltenheit mehr – sie sind die „nette“ Nachbarin oder betreiben Biolandbau und verkaufen „Deutschen Honig“ und unterwandern so die Gesellschaft mit neonazistischem Gedankengut. Die Ausstellung „Braune Schwestern“ aus Österreich war 2012 erstmals in Niederbayern zu sehen und beschäftigt sich mit der Symbolik, den Liedern und dem Gedankengut der rechtsextremen Frauenszene.