Seminar „Rechtsextremismus in Deutschland“ und Gedenkfeier in der KZ-Gedenkstätte Flossenbürg
Jusos Oberpfalz, SPD 60plus Oberpfalz und die Arbeitsgemeinschaft der vertriebenen Sozialdemokraten trafen sich zu einem Seminar gegen Rechtsextremismus in der KZ-Gedenkstätte Flossenbürg. Mit Susann Rüttrich vom Netzwerk für Demokratie und Courage führte eine kompetente Referentin durch den Tag.
Am Gedenkstein in der KZ-Gedenkstätte legten die Seminarteilnehmer im Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus einen Kranz nieder. Der Regensburger Juso-Unterbezirksvorsitzende, Tobias Afsali, erinnerte in seiner Rede an die vielen Sozialdemokraten, die während des NS-Regimes Opfer ihrer Überzeugung wurden.

Susann Rüttrich zeigte auf, dass in vielen Aussagen unterschwelliger Rassismus, also gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit vorherrsche.
"Rassismus ist kein ostdeutsches Problem", stellte Susann Rüttrich klar und freute sich in der Oberpfalz „engagierte und couragierte Genossen und Genossinnen kennenzulernen, die sich – wie mein eigener Unterbezirk und die sächsische SPD – stets rechtsextremen menschenverachtenden Einstellungen widersetzen“.
Die Referentin zeigte sich beeindruckt vom Weidener Oberbürgermeister Kurt Seggewiß, der sich engagiert im Bündnis mit seinen Bürgern und Bürgerinnen gegen rechte Bestrebungen in seiner Stadt stelle. „An ihm können sich einige Bürgermeister/innen ein Beispiel nehmen“, so Susann Rüttrich. Kurt Seggewiß selbst berichtete in seinem Seminarbeitrag von seinen Erfahrungen mit den Möglichkeiten eines Verbotes von Demonstrationen rechtsradikaler Organisationen.
Zum Ende des Seminars war man sich einig: "Die Verhinderung des Rassismus und Rechtsradikalismus ist nicht nur Aufgabe der Jugend, sondern aller Altersgruppen", so Juso-Bezirksvorsitzender Sebastian Roloff.