Protest bis zur Abschaltung

Veröffentlicht am 19.10.2010 in Umwelt

Das Bündnis für Atomausstieg Landshut stellt sein Programm vor

Das Bündnis für Atomausstieg Landshut (BüfA) hat am Montag in der „Insel“ sein Programm vorgestellt. Damit soll der Unmut über die Verlängerung der Laufzeit von Kernkraftwerken öffentlich gemacht werden, hieß es bei der Pressekonferenz. Bis zur ursprünglich geplanten Abschaltung des Kernkraftwerks Isar 1 (KKI) im Juni 2011 gibt es vor dem Rathaus so genannte Countdown-Aktionen.

Jeweils an einem Samstag im Monat sollen möglichst viele Bürger mit Gastrednern, Bands und Künstlern angesprochen und dafür gewonnen werden, sich dem Protest gegen die Laufzeit-Verlängerung anzuschließen. Begonnen wird am Samstag um 13 Uhr mit dem bayerischen SPD-Chef Florian Pronold und Bürgermeister Dr. Thomas Keyßner. Musikbeiträge liefern die „Münchner Ruhestörung“ und Roman Hofbauer. Die weiteren Termine sind am 20. November, 18. Dezember, 22. Januar, 19. Februar, 19. März, 16. April, 14. Mai und 11. Juni.

BüfA wurde im Januar von der Bürgerinitiative Isartal, dem Bürgerforum gegen Atomkraft in Landshut, den Grünen und der SPD aus Stadt und Landkreis Landshut sowie dem Bund Naturschutz gegründet. Der Entschluss der Bundesregierung, den Vertrag über das Abschalten der Atomkraftwerke zu ändern, habe die Mitglieder zum Zusammenschluss bewogen, um gemeinsam für den Ausstieg aus der Atomkraft zu kämpfen, hieß es am Montag. Die Bürgerinitiativen, die sich schon seit Jahrzehnten gegen die Nutzung der Kernkraft einsetzten, zuletzt gegen das vor Ort installierte Zwischenlager für hochradioaktiven Abfall, hätten nach dem Atomkonsens im Jahr 2000 die Ist-Situation geduldet. Nach der Wendepolitik der Regierung sei man aber nun nicht mehr bereit, zu Gunsten der Gewinnmaximierung von Stromkonzernen weitere acht Jahre das Risiko eines schweren atomaren Unfalls zu tragen.

Das Treffen an jedem Montag um 18 Uhr vor dem Rathaus Niederaichbach, um gemeinsam zur Mahnwache vor das Tor des KKI1 zu marschieren, sei inzwischen ein Termin, der immer größeren Zuspruch erfahre, hieß es weiter.
Die Bündnismitglieder betonten, mit friedlichem Protest und umfassender Information eine Abwendung von der Atomkraft hin zu Erneuerbaren Energien erreichen zu wollen. Mit Blick auf die erfolgreiche Menschenkette in München oder auf die Entscheidung, das tschechische Temelin nicht weiter auszubauen, sieht man zuversichtlich auf das Etappenziel: das Abschalten von KKI1.
Foto: Paul Riederer (von rechts), Bund Naturschutz, Ingrid Korfmacher, Bürgerforum gegen Atomkraftwerke, Kathy Mühlebach-Sturm, Kreisgruppenvorsitzende Bund Naturschutz, Armin Reiseck, Sprecher BüfA, Ruth Müller, Fraktionsvorsitzende der SPD im Kreistag und Rosi Steinberger, Vorsitzende der Landkreis-Grünen

Landshuter Zeitung, 19. Oktober 2010 -bau-

 

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Projekt 2016 - Schuld & Sühne?

„Historischen Themennachmittage" im Labertal

Die intensive Auseinandersetzung mit der Vergangenheit ist wichtig um die Gegenwart zu verstehen und der Zukunft zu vertrauen. Der AK Labertal will fundierte Geschichtsbewältigung unter sozialdemokratischen Gesichtspunkten anbieten Es gibt nichts zu glorifizieren, nichts zu beschönigen und schon gar nichts zu rechtfertigen. Wir wollen aber auch nicht anklagen und verurteilen - keiner von uns kann heute sagen, wie er sich selbst verhalten hätte, in einer anderen Zeit.

- Rückblick -
Der SPD-Arbeitskreis Labertal hat mit dem „Historischen Themennachmittag“ zur Schierlinger Muna am 24. Januar 2010 begonnen, sich mit den Ereignissen vor 65 Jahren genauer zu beschäftigen. Neben dem „Wunder von Schierling“ sollt der Blick auch auf die Todesmärsche durch das Labertal gelenkt werden.

Die Brüder Gandorfer beschäftigten den AK am historischen Datum 7. November 2010 in Pfaffenberg.

Im Spätherbst 2011 wurde mit "Die Engel von Laberweinting" erneut an das Thema "65 Jahre Kriegsende" angeknüpft. 62 tote Kinder in nur wenigen Monaten, so die Bilanz des Entbindungs- und Kinderheims für Fremdländische.

Der letzte „Historische Themennachmittag“„GELINZT - Euthanasie- Opfer aus dem Labertal“ fand am 4. März in Geiselhöring statt. Das Thema wurde mit einer Informationsfahrt am 14. April an den Gedenkort Hartheim bei Linz abgerundet.

Die Dokumentationen zu den Themennachmittagen (oder den Bonhoeffer-Wochen) sind unter www.agentur-labertal.de zu bestellen!

Projekt 2015 - Flucht, Vertreibung und Asyl

Flucht, Vertreibung und Asyl 1945 / 2015

Sonstiges

 

120 Jahre BayernSPD - Im Dienst von Freiheit und Demokratie Frauen sind in der rechtsextremen Szene keine Seltenheit mehr – sie sind die „nette“ Nachbarin oder betreiben Biolandbau und verkaufen „Deutschen Honig“ und unterwandern so die Gesellschaft mit neonazistischem Gedankengut. Die Ausstellung „Braune Schwestern“ aus Österreich war 2012 erstmals in Niederbayern zu sehen und beschäftigt sich mit der Symbolik, den Liedern und dem Gedankengut der rechtsextremen Frauenszene.