Vorwärts-Fest in München

Veröffentlicht am 19.04.2012 in Veranstaltungen

Beim Vorwärts-Fest in München dabei: Markus Rinderspacher, AK-Sprecher Rainer Pasta und der stellvertretende Vorsitzende der NiederbayernSPD, Peter Stranninger

Streiter für Presse-Freiheit
Am 1. Oktober 1876 erschien der erste »Vorwärts«

Ein rauschendes Fest schenkte dieses Jahr der vorwärts der BayernSPD. Am 18. April in der Münchner Muffat-Halle trafen sich SPDler aus ganz Bayern mit Kulturschaffenden und Medien-Leuten - das Projekt "WIR FÜR UDE" sollte den GenossInnen vorgestellt werden und die Münchner Kulturszene tat ihr Bestes, das das Fest ein Erfolg wurde.

Im 19. Jahrhundert kämpften in den deutschen Ländern die Publizisten gegen die Knebelung durch die Staatszensur. Woche für Woche wurden Zeitungen verboten, Redakteure angeklagt und wegen allzu forscher Ansichten hinter Gitter gebracht. Diese Vorkämpfer für Pressefreiheit waren keine Kaufleute, sondern politische Publizisten, die ihre Kritik an den herrschenden Verhältnissen mit ihren Vorstellungen von einer freieren Gesellschaft publik machten.

So war und blieb die Parteipresse - allen voran der "Vorwärts" und "Der Sozialdemokrat" - bis in die Zeit der Weimarer Republik eine Streiterin für Pressefreiheit. Den Untergang der freien Presse im Zuge der Gleichschaltung durch die Nazis hat ja auch nicht die Presse vorbereitet, sondern der deutschnationale Hugenberg, dessen Pressekonzern ein Agentur- und Anzeigenmonopol errichtete und die übrige Presse systematisch ruinierte.

Pingelig und gewissenhaft
Geburtshelfer der modernen Gesellschaft waren demnach die Zeitungen der demokratischen Parteien. Sie agierten unabhängig vom Kapital der Großindustrie und von der Staatsbürokratie - aber abhängig von ihrer politischen Gesinnung. Die deutschen Publizisten bestünden mit überraschender Pingeligkeit auf
ihrer gewissenhaften Überzeugung, staunte der britische Publizist Sidney Whitman, als er zu Bismarcks Zeiten das Deutsche Reich bereiste. Er ahnte nicht, wie manipulierbar diese Überzeugungstäter dennoch waren.

Heute, in der nachideologischen Ära, sind viele so genannte unabhängige Medien in Wahrheit fest eingebunden in ökonomische Zwänge und Abhängigkeiten. Daraus folgt freilich nicht, dass eine Wiederkehr der Parteilichkeit erwünscht sei. In der offenen Gesellschaft kommt es auf Offenheit an, auf die Transparenz der Macht- und Abhängigkeitsverhältnisse.

Glaubwürdig aus Überzeugung
Dies könnte eine Aufgabe der sozialdemokratischen Parteipresse sein: Dank ihrer institutionellen Bindung ist sie wirtschaftlich nicht korrumpiert - ich hoffe, nicht erpressbar. Sie besitzt damit jene spezifische Glaubwürdigkeit, die aus der Bindung erwächst - als Forum für die Parteimitglieder, als Positionierung für alle politisch Interessierten und, nicht zuletzt, als kritischer Journalismus, der die geheuchelte Unabhängigkeit so genannter Meinungsmacher entschleiert und deren Abhängigkeitsverhältnisse offenlegt.

Quelle: vorwärts.de

 

  

Projekt 2016 - Schuld & Sühne?

„Historischen Themennachmittage" im Labertal

Die intensive Auseinandersetzung mit der Vergangenheit ist wichtig um die Gegenwart zu verstehen und der Zukunft zu vertrauen. Der AK Labertal will fundierte Geschichtsbewältigung unter sozialdemokratischen Gesichtspunkten anbieten Es gibt nichts zu glorifizieren, nichts zu beschönigen und schon gar nichts zu rechtfertigen. Wir wollen aber auch nicht anklagen und verurteilen - keiner von uns kann heute sagen, wie er sich selbst verhalten hätte, in einer anderen Zeit.

- Rückblick -
Der SPD-Arbeitskreis Labertal hat mit dem „Historischen Themennachmittag“ zur Schierlinger Muna am 24. Januar 2010 begonnen, sich mit den Ereignissen vor 65 Jahren genauer zu beschäftigen. Neben dem „Wunder von Schierling“ sollt der Blick auch auf die Todesmärsche durch das Labertal gelenkt werden.

Die Brüder Gandorfer beschäftigten den AK am historischen Datum 7. November 2010 in Pfaffenberg.

Im Spätherbst 2011 wurde mit "Die Engel von Laberweinting" erneut an das Thema "65 Jahre Kriegsende" angeknüpft. 62 tote Kinder in nur wenigen Monaten, so die Bilanz des Entbindungs- und Kinderheims für Fremdländische.

Der letzte „Historische Themennachmittag“„GELINZT - Euthanasie- Opfer aus dem Labertal“ fand am 4. März in Geiselhöring statt. Das Thema wurde mit einer Informationsfahrt am 14. April an den Gedenkort Hartheim bei Linz abgerundet.

Die Dokumentationen zu den Themennachmittagen (oder den Bonhoeffer-Wochen) sind unter www.agentur-labertal.de zu bestellen!

Projekt 2015 - Flucht, Vertreibung und Asyl

Flucht, Vertreibung und Asyl 1945 / 2015

Sonstiges

 

120 Jahre BayernSPD - Im Dienst von Freiheit und Demokratie Frauen sind in der rechtsextremen Szene keine Seltenheit mehr – sie sind die „nette“ Nachbarin oder betreiben Biolandbau und verkaufen „Deutschen Honig“ und unterwandern so die Gesellschaft mit neonazistischem Gedankengut. Die Ausstellung „Braune Schwestern“ aus Österreich war 2012 erstmals in Niederbayern zu sehen und beschäftigt sich mit der Symbolik, den Liedern und dem Gedankengut der rechtsextremen Frauenszene.