Vorfahrt für umweltfreundliche und sichere Brummis

Veröffentlicht am 10.03.2015 in Presse

Jedes Jahr kommt es zu zahlreichen Unfällen, weil Radfahrer oder Fußgänger bei Abbiegevorgängen von Lkw- Fahrern übersehen werden. Ein nicht nur umweltfreundlicheres, sondern vor allem auch verkehrssichereres Fahrzeugdesign der Brummis soll künftig das Unfallrisiko verringern. Am Dienstag hat das Europäische Parlament dafür grünes Licht gegeben.

Ismail Ertug, SPD-Europaabgeordneter und verkehrspolitischer Sprecher der Sozialdemokraten: „Vor allem Zweiräder sind besonders gefährdete Verkehrsteilnehmer. Neue abgerundete Fahrerkabinen könnten das Sichtfeld erweitern, wodurch der Fahrer einen besseren Überblick darüber hätte, was links und rechts von ihm geschieht.“

Mit der überarbeiteten Richtlinie für höchstzulässige Maße und Gewichte von Straßenfahrzeugen erhoffen sich die Abgeordneten nicht nur den Bau von verkehrssicheren, sondern auch von umweltfreundlicheren Lastern zu fördern. Denn die abgerundeten Fahrerkabinen senken in Verbindung mit den aerodynamischen Fortsätzen am Heck zudem auch noch erheblich den Spritverbrauch.

Obwohl das Europäische Parlament ab sofort den Weg für das neue Fahrzeugdesign freigeben wollte, konnten die nationalen Verkehrsminister auf Druck der Herstellerlobby ihre Zulassung allerdings hinauszögern. In dem nun gefundenen Kompromiss können die verbesserten Fahrerkabinen erst drei Jahre nach einer Anpassung der entsprechenden Typzulassungsgesetze eingesetzt werden  ̶  ein Prozess der sich über mehrere Jahre hinziehen kann. Ismail Ertug kritisch: „Natürlich hätten wir uns im Parlament das verbesserte Fahrzeugdesign früher gewünscht. Das spart CO2, bringt mehr Sicherheit und Komfort für die Fahrer. Aber die Herstellerlobby hat hier ganze Arbeit geleistet, um ihre alten Modelle noch ein paar Jahre länger verkaufen zu können. Jetzt müssen wir bis mindestens 2020 warten.“

Dennoch ist der SPD-Mann mit dem gefundenen Kompromiss zufrieden: „Bereits im April vergangenen Jahres haben wir dem Kommissionsvorhaben eine Absage erteilt, den grenzüberschreitenden Verkehr von Gigalinern grundsätzlich europaweit zuzulassen. Das ist ein wichtiger Erfolg.“

Lediglich in benachbarten EU-Ländern, die die Megatrucks auf ihren Straßen erlauben, dürfen sie über die Grenze rollen. Länder, in denen lediglich Feldversuche laufen, wie etwa in Deutschland, bleiben weiterhin davon ausgenommen. Damit ist das Hauptanliegen der Richtlinienüberarbeitung in den Vordergrund der Verhandlungen gerückt, nämlich das umweltfreundliche und verkehrssichere Fahrzeugdesign.

 

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Projekt 2016 - Schuld & Sühne?

„Historischen Themennachmittage" im Labertal

Die intensive Auseinandersetzung mit der Vergangenheit ist wichtig um die Gegenwart zu verstehen und der Zukunft zu vertrauen. Der AK Labertal will fundierte Geschichtsbewältigung unter sozialdemokratischen Gesichtspunkten anbieten Es gibt nichts zu glorifizieren, nichts zu beschönigen und schon gar nichts zu rechtfertigen. Wir wollen aber auch nicht anklagen und verurteilen - keiner von uns kann heute sagen, wie er sich selbst verhalten hätte, in einer anderen Zeit.

- Rückblick -
Der SPD-Arbeitskreis Labertal hat mit dem „Historischen Themennachmittag“ zur Schierlinger Muna am 24. Januar 2010 begonnen, sich mit den Ereignissen vor 65 Jahren genauer zu beschäftigen. Neben dem „Wunder von Schierling“ sollt der Blick auch auf die Todesmärsche durch das Labertal gelenkt werden.

Die Brüder Gandorfer beschäftigten den AK am historischen Datum 7. November 2010 in Pfaffenberg.

Im Spätherbst 2011 wurde mit "Die Engel von Laberweinting" erneut an das Thema "65 Jahre Kriegsende" angeknüpft. 62 tote Kinder in nur wenigen Monaten, so die Bilanz des Entbindungs- und Kinderheims für Fremdländische.

Der letzte „Historische Themennachmittag“„GELINZT - Euthanasie- Opfer aus dem Labertal“ fand am 4. März in Geiselhöring statt. Das Thema wurde mit einer Informationsfahrt am 14. April an den Gedenkort Hartheim bei Linz abgerundet.

Die Dokumentationen zu den Themennachmittagen (oder den Bonhoeffer-Wochen) sind unter www.agentur-labertal.de zu bestellen!

Projekt 2015 - Flucht, Vertreibung und Asyl

Flucht, Vertreibung und Asyl 1945 / 2015

Sonstiges

 

120 Jahre BayernSPD - Im Dienst von Freiheit und Demokratie Frauen sind in der rechtsextremen Szene keine Seltenheit mehr – sie sind die „nette“ Nachbarin oder betreiben Biolandbau und verkaufen „Deutschen Honig“ und unterwandern so die Gesellschaft mit neonazistischem Gedankengut. Die Ausstellung „Braune Schwestern“ aus Österreich war 2012 erstmals in Niederbayern zu sehen und beschäftigt sich mit der Symbolik, den Liedern und dem Gedankengut der rechtsextremen Frauenszene.