Unverantwortliche Atompolitik in Tschechien

Veröffentlicht am 26.11.2011 in MdB und MdL

MdB Marianne Schieder: Bau von zwei neuen Reaktorblöcken in Temelin nicht hinnehmbar

Die stellvertretende Vorsitzende der Landesgruppe Bayern in der SPD-Bundestagsfraktion, Marianne Schieder, nahm in dieser Woche an einem Gespräch einer deutsch-tschechischen Parlamentariergruppe mit dem Sonderbotschafter für Energiesicherheit und Bevollmächtigtem der Regierung der Tschechischen Republik für den Ausbau des Atomkraftwerks Temelin, Václav Bartuska, teil. Vom Ergebnis des Treffens zeigte sich Schieder enttäuscht.

Mairanne Schieder erklärte:

"Die Ankündigung des tschechischen Ministerpräsidenten Petr Necas, eine öffentliche Debatte in Deutschland zum Temelinausbau zu führen, ist nur ein sehr kleiner Schritt. Statt sich über die gemeinsame Debatte zu freuen, hätte Ministerpräsidenten Horst Seehofer bei seinem Besuch in der Tschechischen Republik gut daran getan, unsere Nachbarn von den Vorteilen erneuerbarer Energien zu überzeugen.

Bei aller Achtung der Souveränität und der guten nachbarschaftlichen Beziehungen zwischen Tschechien und Bayern ist der Bau von zwei neuen Reaktorblöcken in Temelin nicht hinnehmbar. Nachdem nun endlich in Deutschland der Atomausstieg läuft, um die Bedrohungen der Kernkraft abzuwenden, darf es nicht sein, dass in unmittelbarer Nachbarschaft neue Gefahrenquellen entstehen.

Die Erweiterung des Kraftwerks in Temelin werde sehr stark von der Hoffnung getragen, dass der produzierte Strom insbesondere nach Deutschland exportiert werden könne. Allerdings belegen Zahlen, die mir das Statistische Bundesamt zur Verfügung gestellt hat dass der Stromimport aus Tschechien in 2011 (Zeitraum Januar bis September) im Vergleich zum Jahr 2010 sogar um 7 % zurückgegangen ist und sich der Export dorthin mehr als verdoppelt hat. Das, obwohl Deutschland nach der Reaktorkatastrophe und den Beschlüssen zur Energiewende eine ganze Reihe von Kernkraftwerken abgeschaltet hat.

Beim Treffen deutscher Abgeordneter mit dem Tschechischen Sonderbotschafter für Energiesicherheit Václav Bartuska war von Transparenz und Offenheit leider nichts zu spüren. Im Gegenteil: Arrogant und mit unangebrachten Vergleichen hat uns der Sonderbotschafter von der Atompolitik seines Landes überzeugen wollen. So wollte er uns erklären, dass die Gefahr, die von Atomanlagen ausgehe, genauso einzustufen sei, wie die Teilnahme am Straßenverkehr. Ich fühlte mich an die WAA-Auseinandersetzung erinnert, bei der die Gegner mit den dümmsten und primitivsten Argumenten niedergebügelt und für dumm verkauft wurden.

Dem Wunsch des tschechischen Ministerpräsidenten Petr Necas, den Ausbau der Atomenergie in seinem Land anzuerkennen, kann die im Falle eines nie auszuschließenden Reaktorunfalls besonders betroffene ostbayerische Bevölkerung nicht entsprechen."

 

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Projekt 2016 - Schuld & Sühne?

„Historischen Themennachmittage" im Labertal

Die intensive Auseinandersetzung mit der Vergangenheit ist wichtig um die Gegenwart zu verstehen und der Zukunft zu vertrauen. Der AK Labertal will fundierte Geschichtsbewältigung unter sozialdemokratischen Gesichtspunkten anbieten Es gibt nichts zu glorifizieren, nichts zu beschönigen und schon gar nichts zu rechtfertigen. Wir wollen aber auch nicht anklagen und verurteilen - keiner von uns kann heute sagen, wie er sich selbst verhalten hätte, in einer anderen Zeit.

- Rückblick -
Der SPD-Arbeitskreis Labertal hat mit dem „Historischen Themennachmittag“ zur Schierlinger Muna am 24. Januar 2010 begonnen, sich mit den Ereignissen vor 65 Jahren genauer zu beschäftigen. Neben dem „Wunder von Schierling“ sollt der Blick auch auf die Todesmärsche durch das Labertal gelenkt werden.

Die Brüder Gandorfer beschäftigten den AK am historischen Datum 7. November 2010 in Pfaffenberg.

Im Spätherbst 2011 wurde mit "Die Engel von Laberweinting" erneut an das Thema "65 Jahre Kriegsende" angeknüpft. 62 tote Kinder in nur wenigen Monaten, so die Bilanz des Entbindungs- und Kinderheims für Fremdländische.

Der letzte „Historische Themennachmittag“„GELINZT - Euthanasie- Opfer aus dem Labertal“ fand am 4. März in Geiselhöring statt. Das Thema wurde mit einer Informationsfahrt am 14. April an den Gedenkort Hartheim bei Linz abgerundet.

Die Dokumentationen zu den Themennachmittagen (oder den Bonhoeffer-Wochen) sind unter www.agentur-labertal.de zu bestellen!

Projekt 2015 - Flucht, Vertreibung und Asyl

Flucht, Vertreibung und Asyl 1945 / 2015

Sonstiges

 

120 Jahre BayernSPD - Im Dienst von Freiheit und Demokratie Frauen sind in der rechtsextremen Szene keine Seltenheit mehr – sie sind die „nette“ Nachbarin oder betreiben Biolandbau und verkaufen „Deutschen Honig“ und unterwandern so die Gesellschaft mit neonazistischem Gedankengut. Die Ausstellung „Braune Schwestern“ aus Österreich war 2012 erstmals in Niederbayern zu sehen und beschäftigt sich mit der Symbolik, den Liedern und dem Gedankengut der rechtsextremen Frauenszene.