Unternehmen zur Kasse bitten

Veröffentlicht am 05.10.2016 in Presse

Zu den anfallenden Kosten der Erdverkabelung für die Stromtrassenführung durch weite Teile der Oberpfalz erklären die Jusos Oberpfalz:

Die Pläne des Netzbetreibers Tennet, die Gleichstrompassage Südost erdverkabelt durch die Oberpfalz zu legen, begrüßen die Jusos Oberpfalz. Auf diese Weise kommt man den Sorgen der Bürgerinnen und Bürgern in den betroffenen Gemeinden entgegen. Dass die dadurch entstehenden Mehrkosten in Höhe von ca. sieben Milliarden Euro auf die Stromkunden umgelegt werden sollen, kritisieren die Oberpfälzer Jusos jedoch vehement. Die Kosten für die Energiewende werden allein durch die Privat- und Gewerbekunden gestemmt. Viele Unternehmen hingegen können sich durch Ausnahmeregelungen vor einer angemessenen Mitfinanzierung der Energiewende drücken. „Die Unternehmen müssen für die Energiewende  endlich angemessen zur Kasse gebeten werden. Es kann nicht sein, dass diese Mammutaufgabe weitgehend allein auf den Schultern der Ottonormalverbraucher abgelegt wird“, so Peter Strahl, Vorsitzender der Jusos Oberpfalz.    

Ferner kritisieren die Jusos aus der Oberpfalz die politischen Entscheidungen zur Energiewende in den letzten Jahren. Das Absenken der Fördersätze für Windenergie an Land sowie die von Seehofer erzwungene Abstandsregelung für Bayern bedeuten das Aus für weitere On-shore-Windräder. Nach der Photovoltaik und der Bioenergie wird auf diese Weise auch die Windenergie an Land durch die Bundesregierung torpediert. Für die Jusos Oberpfalz ist klar: Das, was eigentlich unter dezentraler Stromversorgung mal angedacht war, wird nun ausgebremst, um die Wunden der Großkonzerne aus dem Atomausstieg zu heilen. „Wenn nur noch Off-shore-Windkraft angemessen gefördert wird, ist das Klientelpolitik für die großen Energiekonzerne, die ihre Windparks in der Nordsee bauen. Solar- und Windstrom am Land hingegen können von privaten Haushalten, genossenschaftlich organisierten Kleinbetreibern und Stadtwerken selbst produziert werden. Diese dezentrale Energieversorgung muss finanziell wieder viel mehr gefördert werden“, fordert Strahl. 

 

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Projekt 2016 - Schuld & Sühne?

„Historischen Themennachmittage" im Labertal

Die intensive Auseinandersetzung mit der Vergangenheit ist wichtig um die Gegenwart zu verstehen und der Zukunft zu vertrauen. Der AK Labertal will fundierte Geschichtsbewältigung unter sozialdemokratischen Gesichtspunkten anbieten Es gibt nichts zu glorifizieren, nichts zu beschönigen und schon gar nichts zu rechtfertigen. Wir wollen aber auch nicht anklagen und verurteilen - keiner von uns kann heute sagen, wie er sich selbst verhalten hätte, in einer anderen Zeit.

- Rückblick -
Der SPD-Arbeitskreis Labertal hat mit dem „Historischen Themennachmittag“ zur Schierlinger Muna am 24. Januar 2010 begonnen, sich mit den Ereignissen vor 65 Jahren genauer zu beschäftigen. Neben dem „Wunder von Schierling“ sollt der Blick auch auf die Todesmärsche durch das Labertal gelenkt werden.

Die Brüder Gandorfer beschäftigten den AK am historischen Datum 7. November 2010 in Pfaffenberg.

Im Spätherbst 2011 wurde mit "Die Engel von Laberweinting" erneut an das Thema "65 Jahre Kriegsende" angeknüpft. 62 tote Kinder in nur wenigen Monaten, so die Bilanz des Entbindungs- und Kinderheims für Fremdländische.

Der letzte „Historische Themennachmittag“„GELINZT - Euthanasie- Opfer aus dem Labertal“ fand am 4. März in Geiselhöring statt. Das Thema wurde mit einer Informationsfahrt am 14. April an den Gedenkort Hartheim bei Linz abgerundet.

Die Dokumentationen zu den Themennachmittagen (oder den Bonhoeffer-Wochen) sind unter www.agentur-labertal.de zu bestellen!

Projekt 2015 - Flucht, Vertreibung und Asyl

Flucht, Vertreibung und Asyl 1945 / 2015

Sonstiges

 

120 Jahre BayernSPD - Im Dienst von Freiheit und Demokratie Frauen sind in der rechtsextremen Szene keine Seltenheit mehr – sie sind die „nette“ Nachbarin oder betreiben Biolandbau und verkaufen „Deutschen Honig“ und unterwandern so die Gesellschaft mit neonazistischem Gedankengut. Die Ausstellung „Braune Schwestern“ aus Österreich war 2012 erstmals in Niederbayern zu sehen und beschäftigt sich mit der Symbolik, den Liedern und dem Gedankengut der rechtsextremen Frauenszene.