Unsoziale Studiengebühren abschaffen: SPD Niederbayern ruft zum Volksbegehren auf

Veröffentlicht am 08.01.2013 in Landespolitik

Nur noch in zwei Bundesländern gibt es Studiengebühren – Niedersachsen und Bayern. Beide sind derzeit noch von einer schwarz-gelben Koalition geführt. Und in beiden Ländern steht ein Regierungswechsel an, der auch den Wegfall der Studiengebühren bringen wird. Wenn am 20. Januar in Niedersachsen gewählt wird, läuft in Bayern schon das Volksbegehren „Ja zur Bildung – Nein zu Studiengebühren“, das von einem breiten Bündnis aus Parteien, Gewerkschaften und Verbänden unterstützt wird. Die SPD Niederbayern hat am Samstag in Straubing den Startschuss für die Kreisverbände und Ortsvereine gegeben, sich am Volksbegehren zu beteiligen. Vom 17. bis 30. Januar können sich bayerischen Bürgerinnen und Bürger in ihren Rathäusern in die Unterschriftenlisten eintragen, um auch im letzten Bundesland die Studiengebühren endgültig zu begraben.

Der Landesvorsitzende der SPD Bayern, MdB Florian Pronold zeigte sich zuversichtlich, dass die Menschen in Bayern mit ihrer Unterschrift im Rathaus dazu beitragen, dass die Studiengebühren auch im Süden Deutschlands abgeschafft werden. Die stellvertretenden Bezirksvorsitzenden, MdL Johanna Werner-Muggendorfer, Christian Flisek, Rita Hagl und Peter Stranninger betonten, dass Studiengebühren unsozial seien und für die Studierenden und ihre Familien eine große Belastung darstellen.

„Viele von uns hätten nicht studieren können, wären Studienbeiträge erhoben worden“, so der Kreisvorsitzende der SPD Dingolfing, Dr. Bernd Vilsmeier. Gerade auf sozial schwächer gestellte hätten Studiengebühren eine abschreckende Wirkung und tragen somit zur sozialen Selektion an den Hochschulen bei, so die Landshuter Kreisvorsitzende Ruth Müller. Ziel müsse es jedoch sein, Jugendlichen aus allen gesellschaftlichen Schichten eine fundierte Ausbildung zu ermöglichen, so die Geschäftsführerin der SPD Niederbayern, Christine Schrock. Sie wies auch darauf hin, dass in den SPD-Büros und Geschäftsstellen Plakate, Flyer und Infomaterial vorhanden sei, dass die SPD-Mitglieder für ihre Informationskampagne vor Ort abholen können.

Foto: Bezirksvorstand SPD Niederbayern mit dem Landesvorsitzenden der SPD Bayern – v. l. n. r.:
Christine Schrock, Dr. Bernd Vilsmeier, Ruth Müller, Peter Stranninger, MdL Johanna Werner
-Muggendorfer, Rita Hagl, Christian Flisek und MdB Florian Pronold

 

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Projekt 2016 - Schuld & Sühne?

„Historischen Themennachmittage" im Labertal

Die intensive Auseinandersetzung mit der Vergangenheit ist wichtig um die Gegenwart zu verstehen und der Zukunft zu vertrauen. Der AK Labertal will fundierte Geschichtsbewältigung unter sozialdemokratischen Gesichtspunkten anbieten Es gibt nichts zu glorifizieren, nichts zu beschönigen und schon gar nichts zu rechtfertigen. Wir wollen aber auch nicht anklagen und verurteilen - keiner von uns kann heute sagen, wie er sich selbst verhalten hätte, in einer anderen Zeit.

- Rückblick -
Der SPD-Arbeitskreis Labertal hat mit dem „Historischen Themennachmittag“ zur Schierlinger Muna am 24. Januar 2010 begonnen, sich mit den Ereignissen vor 65 Jahren genauer zu beschäftigen. Neben dem „Wunder von Schierling“ sollt der Blick auch auf die Todesmärsche durch das Labertal gelenkt werden.

Die Brüder Gandorfer beschäftigten den AK am historischen Datum 7. November 2010 in Pfaffenberg.

Im Spätherbst 2011 wurde mit "Die Engel von Laberweinting" erneut an das Thema "65 Jahre Kriegsende" angeknüpft. 62 tote Kinder in nur wenigen Monaten, so die Bilanz des Entbindungs- und Kinderheims für Fremdländische.

Der letzte „Historische Themennachmittag“„GELINZT - Euthanasie- Opfer aus dem Labertal“ fand am 4. März in Geiselhöring statt. Das Thema wurde mit einer Informationsfahrt am 14. April an den Gedenkort Hartheim bei Linz abgerundet.

Die Dokumentationen zu den Themennachmittagen (oder den Bonhoeffer-Wochen) sind unter www.agentur-labertal.de zu bestellen!

Projekt 2015 - Flucht, Vertreibung und Asyl

Flucht, Vertreibung und Asyl 1945 / 2015

Sonstiges

 

120 Jahre BayernSPD - Im Dienst von Freiheit und Demokratie Frauen sind in der rechtsextremen Szene keine Seltenheit mehr – sie sind die „nette“ Nachbarin oder betreiben Biolandbau und verkaufen „Deutschen Honig“ und unterwandern so die Gesellschaft mit neonazistischem Gedankengut. Die Ausstellung „Braune Schwestern“ aus Österreich war 2012 erstmals in Niederbayern zu sehen und beschäftigt sich mit der Symbolik, den Liedern und dem Gedankengut der rechtsextremen Frauenszene.