Gute Nachrichten erhielt der SPD-Bundestagsabgeordnete Uli Grötsch aus Weiden im Rahmen eines Gesprächs mit Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel in Berlin: „Sigmar Gabriel hat mir berichtet, dass es in den Gesprächen mit den Ministerpräsidenten der Länder zur Novelle des Erneuerbare—Energien-Gesetzes (EEG) gelungen ist, ein großes Anliegen von mir durchzusetzen: Die Erdverkabelung wird zukünftig auch im HGÜ-Bereich möglich – ich freue mich riesig“, so Grötsch.
„Mir war es von Anfang an ein Hauptanliegen, die Erdverkabelung auch außerhalb von Pilotprojekten durchzusetzen und so beim Netzausbau nicht ausschließlich auf den Bau von großen Strommasten angewiesen zu sein. Das ist jetzt gelungen!“, so Grötsch.
Bislang war die Erdverkabelung nur im Rahmen von Pilotprojekten und im Bereich bis 380kV möglich. Mit der nun erfolgten Einigung sei ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung getan, so Grötsch. Sollte die Gleichstrompassage Süd-Ost nicht verhindert werden können, so sei es zukünftig zumindest möglich, die Kabel in landschaftlich sensiblen Bereich unter der Erde zu verlegen, erklärt der SPD-Politiker.
Trotzdem sei ihm nicht nach Feiern zumute: „Jetzt müssen weitere Schritte folgen: Die Firma Amprion muss jetzt endlich damit beginnen, ausführlich und umfangreich zu informieren und die Menschen mit in die Planungen einzubeziehen. Ich bin nach wie vor nicht überzeugt, dass die Stromtrasse in der bislang geplanten Art und Weise kommen muss und fordere jetzt eine offene Kommunikation von Amprion“, so Grötsch.
Weiterhin stehe die Bayerische Staatsregierung in der Pflicht: „Wenn Seehofer keinen Strom aus anderen Bundesländern importieren will, muss er die Erzeugung vor Ort ermöglichen, bzw. seine Zusagen hinsichtlich Gaskraftwerken endlich einhalten und den Ausbau der regenerativen Energien beschleunigen, statt ihn zu bremsen“, so Grötsch.
Gemeinsam mit den Kollegen der Bayerischen SPD-Abgeordneten werde er weiter am Ball bleiben, so Grötsch. „Jetzt müssen auch Amprion und die CSU ihre Hausaufgaben machen, dann können wir was erreichen“, glaubt Grötsch. Er sei der Überzeugung, dass bei der Thematik ein überparteiliches Handeln zum Erfolg führe.
Grötsch sieht zahlreiche weitere Herausforderungen beim Ausbau des Stromnetzes. Die Schaffung der Möglichkeit der Erdverkabelung verbuchte er als ersten Erfolg, dem nun weitere folgen müssten. Seit Monaten setzt sich der Abgeordnete in Briefen und zahlreichen Fachgesprächen gemeinsam mit anderen SPD-Abgeordneten für die Erdverkabelung ein. Dieser Weg ist nun frei.