Städtebauförderung: CSU-Minister Ramsauer will 2012 um weitere 45 Millionen Euro kürzen

Veröffentlicht am 29.06.2011 in Bundespolitik

MdB Marianne Schieder

SPD fordert Bundesregierung zur Rücknahme der Kürzungen auf

Zu den Ankündigungen von Bundesverkehrsminister Ramsauer, die Städtebauförderung für das Jahr 2012 um weitere 45 Millionen Euro zu kürzen, erklärt die SPD-Bundestagsabgeordnete Marianne Schieder, die bereits im letzten Jahr eindringlich vor den Auswirkungen der Kürzungen der Städtebauförderungsmittel gewarnt hatte: "Im Haushalt 2011 hatte die Bundesregierung die Bundesmittel der Städtebauförderung auf 455 Millionen Euro gekürzt, für 2012 sollen es nach der heutigen Ankündigung von Bauminister Ramsauer nur noch 410 Millionen Euro sein. Diese Mittel sind viel zu wenig, denn der tatsächliche Förderbedarf beträgt 700 Millionen Euro jährlich."

Das ist das Ergebnis der Studie "Städtebaulicher Investitions- und Förderbedarf 2007 bis 2013 in Deutschland", die das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung selbst in Auftrag gegeben hat. Die Bundesregierung muss daher die Kürzungen der Städtebauförderung komplett zurücknehmen. Der Bund muss seiner Verantwortung für die Entwicklung der Städte und Gemeinden gerecht werden und die Bundesmittel für 2012 auf 610 Millionen Euro anheben.

Mit den Kürzungen werden die Erfolge der Städtebauförderung aufs Spiel gesetzt: Massnahmen der Städtebauförderung müssen gestreckt werden oder laufen frühzeitig aus, ohne dass ihre Wirkungen gesichert sind. Die Länderbauminister fordern zu Recht mehr Verlässlichkeit vom Bund.

Die Städtebauförderung wurde vor 40 Jahren von der Regierung Willy Brandt eingeführt. Sie ist unverzichtbar für eine positive Entwicklung der Städte und Gemeinden. Programme wie "Soziale Stadt", "Stadtumbau Ost und West" und "Städtebaulicher Denkmalschutz", verbessern nicht nur Bausubstanz und Wohnumfeld,
sie fördern auch den sozialen Zusammenhalt und die Identifikation der Menschen mit ihrer Kommune.

Bei den Kommunen zu sparen, ist genau der falsche Weg - schließlich bilden sie das Rückgrat der staatlichen Daseinsvorsorge. Die Programme der Städtebauförderung finanzieren sich selbst, da sie Steuereinnahmen auslösen und Beschäftigung schaffen. Ein Euro Städtebauförderung stößt acht Euro Investitionen an. Eine Kürzung der Haushaltsmittel für Städtebauförderung ist deshalb wirtschaftlich widersinnig.

 

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Projekt 2016 - Schuld & Sühne?

„Historischen Themennachmittage" im Labertal

Die intensive Auseinandersetzung mit der Vergangenheit ist wichtig um die Gegenwart zu verstehen und der Zukunft zu vertrauen. Der AK Labertal will fundierte Geschichtsbewältigung unter sozialdemokratischen Gesichtspunkten anbieten Es gibt nichts zu glorifizieren, nichts zu beschönigen und schon gar nichts zu rechtfertigen. Wir wollen aber auch nicht anklagen und verurteilen - keiner von uns kann heute sagen, wie er sich selbst verhalten hätte, in einer anderen Zeit.

- Rückblick -
Der SPD-Arbeitskreis Labertal hat mit dem „Historischen Themennachmittag“ zur Schierlinger Muna am 24. Januar 2010 begonnen, sich mit den Ereignissen vor 65 Jahren genauer zu beschäftigen. Neben dem „Wunder von Schierling“ sollt der Blick auch auf die Todesmärsche durch das Labertal gelenkt werden.

Die Brüder Gandorfer beschäftigten den AK am historischen Datum 7. November 2010 in Pfaffenberg.

Im Spätherbst 2011 wurde mit "Die Engel von Laberweinting" erneut an das Thema "65 Jahre Kriegsende" angeknüpft. 62 tote Kinder in nur wenigen Monaten, so die Bilanz des Entbindungs- und Kinderheims für Fremdländische.

Der letzte „Historische Themennachmittag“„GELINZT - Euthanasie- Opfer aus dem Labertal“ fand am 4. März in Geiselhöring statt. Das Thema wurde mit einer Informationsfahrt am 14. April an den Gedenkort Hartheim bei Linz abgerundet.

Die Dokumentationen zu den Themennachmittagen (oder den Bonhoeffer-Wochen) sind unter www.agentur-labertal.de zu bestellen!

Projekt 2015 - Flucht, Vertreibung und Asyl

Flucht, Vertreibung und Asyl 1945 / 2015

Sonstiges

 

120 Jahre BayernSPD - Im Dienst von Freiheit und Demokratie Frauen sind in der rechtsextremen Szene keine Seltenheit mehr – sie sind die „nette“ Nachbarin oder betreiben Biolandbau und verkaufen „Deutschen Honig“ und unterwandern so die Gesellschaft mit neonazistischem Gedankengut. Die Ausstellung „Braune Schwestern“ aus Österreich war 2012 erstmals in Niederbayern zu sehen und beschäftigt sich mit der Symbolik, den Liedern und dem Gedankengut der rechtsextremen Frauenszene.