11 Punkte der SPD für die Energiewende 2011 im Landkreis Landshut

Veröffentlicht am 30.06.2011 in Kreistagsfraktion

Am 11. Juli findet eine Sitzung des Umweltausschusses des Landkreises Landshut statt, in der der Startschuss zur "Energiewende 2011" gegeben werden soll. Die SPD-Kreistagsfraktion hat in einem ersten Antragspaket für den 11. Juli 2011 elf Punkte zusammengestellt, die zeitnah realsiert werden sollen.

  • Der Energieverbrauch der Bürgerinnen und Bürger aus dem Landkreises Landshut soll ermittelt werden (Heizung, Strom, Verkehr…)
  • Anschließend ist gemeinsam eine Reduktionsgröße festzulegen und gemeinsam mit Handwerk, Industrie, Bürgern und Umweltverbänden müssen Maßnahmen angestoßen werden, um die vereinbarten Ziele zu erreichen.
  • Der finanzielle Mittelabfluss durch Energieimporte der Landkreisbürger und –bürgerinnen soll ermittelt werden, um das Potential der Wirtschaftskraft in der Region festzustellen. Kaufkraft, die durch Energieimporte nicht mehr abfliesst, bleibt somit im Landkreis Landshut und kann hier die Wirtschaft beleben.
  • Es ist zu prüfen, inwieweit regionale Energiewerke gegründet werden können – auch gemeindeübergreifend. Ziel muss es sein, dass die Energiewerke künftig in Bürgerhand sind.
  • Im Bereich der Windenergie fordern wir, wie bereits 2009 – dass von Landkreisseite ein Gutachten über geeignete Windenergiestandorte erstellt wird.
  • In Zusammenarbeit mit dem regionalen Planungsverband sollen für den Bereich der Windkraftnutzung Vorrangflächen und Vorbehaltsflächen ausgewiesen werden. Die Beachtung von Naturschutzgebieten ist hier allerdings zwingend erforderlich. Die Einbeziehung der Umweltverbände aus der Region sollte im Interesse einer zügigen Umsetzung ebenfalls erfolgen.
  • Der Landkreis Landshut soll in Zusammenarbeit mit dem Regionalen Planungsverband und der Landshuter Energieagentur eine regionale Energie-Agentur gründen. Dem Kreistag soll das Modell einer regionalen Energieagentur anhand des Konzepts des Energie- und Umweltzentrums Allgäu vorgestellt werden.
  • Die Landkreisflotte soll bei Neuanschaffungen Zug um Zug auf energiesparende Modelle umgerüstet werden
  • Für die Atomkraftwerks-Standortgemeinden soll im Interesse der Beschäftigten gemeinsam mit der bayerischen Staatsregierung ein tragfähiges Konzept der Konversion erarbeitet werden.
  • Der Landkreis Landshut soll auf die einzelnen Gemeinden einwirken, sich an der Solarbundesliga zu beteiligen, um auch über die Grenzen des Landkreises hinaus Imagewerbung zu betreiben. Bisher sind von den 35 Gemeinden des Landkreises lediglich 14 Gemeinden dort gemeldet.
  • Energiekosten sind längst zur zweiten Miete geworden. Gerade Bezieher niedriger Einkommen, die in Mietwohnungen leben, haben wenig Chancen, durch Wärmedämmung oder den Einbau einer anderen Heizung ihre Kosten zu senken. Kommunale Energieberater können hier vor Ort eine wichtige Beratertätigkeit in den Haushalten durchführen und so Beziehern von ALG-II-Leistungen beim Energiesparen helfen (s. z. B. auch „Energie-Scouts im Landkreis Straubing).
  • Zum Auftakt der Energie-Offensive des Landkreises Landshut sind in allen Landkreisteilen Bürgerkonferenzen durchgeführt werden, um eine aktive Bürgerbeteiligung von Anfang an zu gewährleisten. Umweltverbände, Kirchen und Parteien sollen die Bürgerkonferenzen als Moderatoren mitgestalten.
 

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Projekt 2016 - Schuld & Sühne?

„Historischen Themennachmittage" im Labertal

Die intensive Auseinandersetzung mit der Vergangenheit ist wichtig um die Gegenwart zu verstehen und der Zukunft zu vertrauen. Der AK Labertal will fundierte Geschichtsbewältigung unter sozialdemokratischen Gesichtspunkten anbieten Es gibt nichts zu glorifizieren, nichts zu beschönigen und schon gar nichts zu rechtfertigen. Wir wollen aber auch nicht anklagen und verurteilen - keiner von uns kann heute sagen, wie er sich selbst verhalten hätte, in einer anderen Zeit.

- Rückblick -
Der SPD-Arbeitskreis Labertal hat mit dem „Historischen Themennachmittag“ zur Schierlinger Muna am 24. Januar 2010 begonnen, sich mit den Ereignissen vor 65 Jahren genauer zu beschäftigen. Neben dem „Wunder von Schierling“ sollt der Blick auch auf die Todesmärsche durch das Labertal gelenkt werden.

Die Brüder Gandorfer beschäftigten den AK am historischen Datum 7. November 2010 in Pfaffenberg.

Im Spätherbst 2011 wurde mit "Die Engel von Laberweinting" erneut an das Thema "65 Jahre Kriegsende" angeknüpft. 62 tote Kinder in nur wenigen Monaten, so die Bilanz des Entbindungs- und Kinderheims für Fremdländische.

Der letzte „Historische Themennachmittag“„GELINZT - Euthanasie- Opfer aus dem Labertal“ fand am 4. März in Geiselhöring statt. Das Thema wurde mit einer Informationsfahrt am 14. April an den Gedenkort Hartheim bei Linz abgerundet.

Die Dokumentationen zu den Themennachmittagen (oder den Bonhoeffer-Wochen) sind unter www.agentur-labertal.de zu bestellen!

Projekt 2015 - Flucht, Vertreibung und Asyl

Flucht, Vertreibung und Asyl 1945 / 2015

Sonstiges

 

120 Jahre BayernSPD - Im Dienst von Freiheit und Demokratie Frauen sind in der rechtsextremen Szene keine Seltenheit mehr – sie sind die „nette“ Nachbarin oder betreiben Biolandbau und verkaufen „Deutschen Honig“ und unterwandern so die Gesellschaft mit neonazistischem Gedankengut. Die Ausstellung „Braune Schwestern“ aus Österreich war 2012 erstmals in Niederbayern zu sehen und beschäftigt sich mit der Symbolik, den Liedern und dem Gedankengut der rechtsextremen Frauenszene.