Staatsregierung raubt dem ländlichen Raum die Zukunftsperspektive

Veröffentlicht am 04.03.2012 in Landespolitik

SPD: bestmögliches Bildungsangebot installieren

Die Landtagsabgeordnete Annette Karl ist empört darüber, dass die Staatsregierung Eigeninitiativen von Kommunen mit dem Verweis auf zukünftige Geburtenzahlen ablehnt. Die nordoberpfälzer Stadt Tirschenreuth hatte sich mit der Idee zur Gründung einer Fachakademie für Sozialpädagogik an das Kultusministerium gewandt, welche mit Verweis auf den überdurchschnittlich hohen Geburtenrückgang in der nördlichen Oberpfalz (minus 15,9 %) und in Oberfranken (minus 10,25) in den nächsten Jahren abgelehnt worden ist. Durch diesen Rückgang der Neugeborenen wird der Anteil der potenziellen Studierenden zwischen 16-19 Jahren an einer solchen Fachakademie um 43% zurückgehen.

Das Kultusministerium führt in der Antwort auf die Anfrage der nordoberpfälzer Abgeordneten weiter aus, dass damit die derzeit bestehenden Fachakademien gefährdet seien, da auch der regionale Bedarf an Fachkräften mit den bestehenden Akademien abgedeckt sei.

Diese Ablehnung ist nicht nur mit Blick auf die hohe Zahl an fehlenden ausgebildeten Fachkräften unverständlich, die nicht nur in der Region ausgebildet werden müssen, in welcher sie später tätig sind. Bisher verweist die Staatsregierung jährlich darauf, dass es bei zu wenigen Ausbildungsplätzen in der Region des Ausbildungsinteressenten eine Bereitschaft zum Wohnsitzwechsel in die Orte mit entsprechendem Ausbildungsangebot geben muss.

Für Karl stellt sich insgesamt die Frage, ob es die Staatsregierung ernst meint ihrem Anspruch, dass die von Abwanderung bedrohten Regionen bei vorliegenden Konzepten Unterstützung erfahren, wenn sie sich gegen den vorausprognostizierten Demographischen Wandel stemmen möchten. Die Fachsprecherin der SPD-Landtagsfraktion für den ländlichen Raum erinnert daran, dass es im März 2011 einen Beschluss aller Fraktionen im Landtag zur Unterstützung bei der Bewältigung der demographischen Herausforderung der Beispielregionen in den Landkreisen Berchtesgadener Land, Freyung-Grafenau, Haßberge, Lindau, Tirschenreuth, Weißenburg-Gunzenhausen und Wunsiedel i.F. gab.

Karl: „Das mindeste, dass ich von der Staatsregierung erwarte ist eine objektive Prüfung des Bedarfs z.B. durch eine Probeeinschreibung wie bei der geplanten FOS/BOS in Eschenbach. Es geht nicht darum, andere Ausbildungsstätten in ihrer Existenz zu gefährden, sondern in der Nordoberpfalz ein bestmögliches Bildungsangebot zu installieren.“

 

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Projekt 2016 - Schuld & Sühne?

„Historischen Themennachmittage" im Labertal

Die intensive Auseinandersetzung mit der Vergangenheit ist wichtig um die Gegenwart zu verstehen und der Zukunft zu vertrauen. Der AK Labertal will fundierte Geschichtsbewältigung unter sozialdemokratischen Gesichtspunkten anbieten Es gibt nichts zu glorifizieren, nichts zu beschönigen und schon gar nichts zu rechtfertigen. Wir wollen aber auch nicht anklagen und verurteilen - keiner von uns kann heute sagen, wie er sich selbst verhalten hätte, in einer anderen Zeit.

- Rückblick -
Der SPD-Arbeitskreis Labertal hat mit dem „Historischen Themennachmittag“ zur Schierlinger Muna am 24. Januar 2010 begonnen, sich mit den Ereignissen vor 65 Jahren genauer zu beschäftigen. Neben dem „Wunder von Schierling“ sollt der Blick auch auf die Todesmärsche durch das Labertal gelenkt werden.

Die Brüder Gandorfer beschäftigten den AK am historischen Datum 7. November 2010 in Pfaffenberg.

Im Spätherbst 2011 wurde mit "Die Engel von Laberweinting" erneut an das Thema "65 Jahre Kriegsende" angeknüpft. 62 tote Kinder in nur wenigen Monaten, so die Bilanz des Entbindungs- und Kinderheims für Fremdländische.

Der letzte „Historische Themennachmittag“„GELINZT - Euthanasie- Opfer aus dem Labertal“ fand am 4. März in Geiselhöring statt. Das Thema wurde mit einer Informationsfahrt am 14. April an den Gedenkort Hartheim bei Linz abgerundet.

Die Dokumentationen zu den Themennachmittagen (oder den Bonhoeffer-Wochen) sind unter www.agentur-labertal.de zu bestellen!

Projekt 2015 - Flucht, Vertreibung und Asyl

Flucht, Vertreibung und Asyl 1945 / 2015

Sonstiges

 

120 Jahre BayernSPD - Im Dienst von Freiheit und Demokratie Frauen sind in der rechtsextremen Szene keine Seltenheit mehr – sie sind die „nette“ Nachbarin oder betreiben Biolandbau und verkaufen „Deutschen Honig“ und unterwandern so die Gesellschaft mit neonazistischem Gedankengut. Die Ausstellung „Braune Schwestern“ aus Österreich war 2012 erstmals in Niederbayern zu sehen und beschäftigt sich mit der Symbolik, den Liedern und dem Gedankengut der rechtsextremen Frauenszene.