SPD will Energiewende mitgestalten

Veröffentlicht am 17.05.2011 in Umwelt

Unterschriftenliste überreicht

Rund vier Wochen vor dem Ende des dreimonatigen Moratoriums für die deutschen Atomkraftwerke überreichten die SPD-Vorsitzenden aus Stadt und Landkreis Landshut, Anja König, Ruth Müller und Kerstin Schanzer zusammen mit Pressesprecher Frank Domakowski über 1000 Unterschriften an die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Johanna Werner-Muggendorfer, die zugleich auch Betreuungsabgeordnete für Landshut ist.

Bei Infoständen und der Landshuter Umweltmesse hatten die Genossen aus der Region Landshut Unterschriften für die SPD-Aktion „Energiewende jetzt“ gesammelt. Die SPD fordert, dass die ältesten Kraftwerke, darunter auch Isar 1 im Landkreis Landshut, dauerhaft vom Netz genommen wird. Gerade die Baureihe, der auch Isar 1 angehört, ist nicht gegen den Absturz eines Flugzeuges geschützt und liege noch dazu in der direkten Einflugschneise des Münchner Flughafens.

Der während der Regierungszeit von SPD-Bundeskanzler Gerhard Schröder erreichte Energiekonsens wurde von der Bundesregierung im Herbst 2010 ohne Not gekippt. Die Menschen und die Energiewirtschaft wussten seit 2002, woran sie waren. Mit dem „Hin und Her“ der schwarz-gelben Regierung sind sowohl die Menschen, die Industrie und der Mittelstand verunsichert, wie es mit der Energiepolitik weitergeht, stellte MdL Johanna Werner-Muggendorfer fest. „Ziel müsse es sein, für Deutschland einen dauerhaften Energiekonsens zu entwickeln, damit alle bei der Energiewende mitmachen können“, so Kreisvorsitzende Ruth Müller. „Erneuerbare Energien, mehr Energie-Effizienz und moderne Kraftwerke gewähren auch weiterhin eine bezahlbare Energieversorgung unserer Bürgerinnen und Bürger“, so Stadtverbandsvorsitzende Anja König.

„Neue Arbeitsplätze entstehen durch neue Technologien in vielen Regionen. Der Einsatz der erneuerbaren Energien trage letztendlich auch zu einer Demokratisierung der Energieversorgung bei, an der nicht nur große Konzerne verdienen, sondern die Bürgerinnen und Bürger vor Ort, betonte Kerstin Schanzer.“ Mit ihren Unterschriften hätten die Menschen in der Region ihren Sorgen vor einem atomaren Unfall Ausdruck verliehen. Bundesweit werden am 28. Mai in 21 deutschen Städten die Menschen gegen Atomkraft demonstrieren. Auch in Landshut findet an diesem Tag, an dem die Ethikkommission ihre letzte Sitzung abhält, eine Großdemonstration statt. Die SPD aus Stadt und Landkreis Landshut wird diese Veranstaltung unterstützen und hat niederbayernweit dafür bereits bei den SPD-Veranstaltungen die Werbetrommel gerührt.

Foto: Die beiden Vorsitzenden der SPD aus Stadt und Landkreis Landshut, Anja König (3. v. l.) und Ruth Müller (4. v. l.) überreichen die Unterschriftenlisten an MdL Johanna Werner-Muggendorfer (2. v. l.).

 

Homepage SPD Landkreis Landshut

  

Projekt 2016 - Schuld & Sühne?

„Historischen Themennachmittage" im Labertal

Die intensive Auseinandersetzung mit der Vergangenheit ist wichtig um die Gegenwart zu verstehen und der Zukunft zu vertrauen. Der AK Labertal will fundierte Geschichtsbewältigung unter sozialdemokratischen Gesichtspunkten anbieten Es gibt nichts zu glorifizieren, nichts zu beschönigen und schon gar nichts zu rechtfertigen. Wir wollen aber auch nicht anklagen und verurteilen - keiner von uns kann heute sagen, wie er sich selbst verhalten hätte, in einer anderen Zeit.

- Rückblick -
Der SPD-Arbeitskreis Labertal hat mit dem „Historischen Themennachmittag“ zur Schierlinger Muna am 24. Januar 2010 begonnen, sich mit den Ereignissen vor 65 Jahren genauer zu beschäftigen. Neben dem „Wunder von Schierling“ sollt der Blick auch auf die Todesmärsche durch das Labertal gelenkt werden.

Die Brüder Gandorfer beschäftigten den AK am historischen Datum 7. November 2010 in Pfaffenberg.

Im Spätherbst 2011 wurde mit "Die Engel von Laberweinting" erneut an das Thema "65 Jahre Kriegsende" angeknüpft. 62 tote Kinder in nur wenigen Monaten, so die Bilanz des Entbindungs- und Kinderheims für Fremdländische.

Der letzte „Historische Themennachmittag“„GELINZT - Euthanasie- Opfer aus dem Labertal“ fand am 4. März in Geiselhöring statt. Das Thema wurde mit einer Informationsfahrt am 14. April an den Gedenkort Hartheim bei Linz abgerundet.

Die Dokumentationen zu den Themennachmittagen (oder den Bonhoeffer-Wochen) sind unter www.agentur-labertal.de zu bestellen!

Projekt 2015 - Flucht, Vertreibung und Asyl

Flucht, Vertreibung und Asyl 1945 / 2015

Sonstiges

 

120 Jahre BayernSPD - Im Dienst von Freiheit und Demokratie Frauen sind in der rechtsextremen Szene keine Seltenheit mehr – sie sind die „nette“ Nachbarin oder betreiben Biolandbau und verkaufen „Deutschen Honig“ und unterwandern so die Gesellschaft mit neonazistischem Gedankengut. Die Ausstellung „Braune Schwestern“ aus Österreich war 2012 erstmals in Niederbayern zu sehen und beschäftigt sich mit der Symbolik, den Liedern und dem Gedankengut der rechtsextremen Frauenszene.