Netzwerkreport Nr. 110

Veröffentlicht am 17.05.2011 in Kreistagsfraktion

Variante 3 des Vorentwurfs

Um zwei Bauprojekte ging es in der Sitzung des Kreisausschusses am Dienstag, 17. Mai 2011. Der Neubau des Landkreis-Gymnasiums und eines Parkdecks am Landratsamt waren die Hauptpunkte der Sitzung, die über drei Stunden dauerte. Einen Blick auf das Modell des Landkreisgymnaisums konnten wir werfen (s. Bild des favorisierten Modells) und wir lernten "Kiss-and-Ride-Parkplätze" kennen.

Die Architektengemeinschaft Benisch-Leinhäupl-Neubau stellte zusammen mit dem Landschaftsplaner Prof. Brenner das Konzept für das Gymnasium in Ergolding vor. Beim Gebäude wird eine Teilunterkellerung vorgesehen, auch um für notwendige Haustechnik und Archivräume im Erdgeschoss keinen Platz zu verbrauchen.

Nachbar Sonderpädagogisches Förderzentrum

Zwischen dem Gymnasium und dem Förderzentrum wird es einen „Kommunikationsbereich“ geben, der eine „Kultur der Kooperation“ ermöglichen soll, um „Lern- und Erfahrungsräume von morgen“ zu gestalten. Dieser Freiraum wird von beiden Schulen gemeinsam genutzt.

Sportflächen

Die Sportflächen sind außerhalb der beiden Bauten angesiedelt. Die Turnhalle wird – sofern der Markt Ergolding sich nicht an den Kosten für eine Dreifachturnhalle beteiligt – eine Zweifachturnhalle mit 27 x 30 m werden, die z. T. in den Boden versenkt wird, um das Gebäude von der Straßenseite optisch nicht zu groß erscheinen zu lassen.

Umwelt- und Naturschutz

Blickbeziehungen in die Isaraue und zum See sind von den Klassenräumen und der Aula gegeben. Entlang der B15 werden die Flure ausgerichtet, sodass zum einen ein Lärmschutz für die Klassenräume vorhanden ist, aber auch um eine zu starke Überhitzung der Unterrichtszimmer zu vermeiden. Ein aufwändiges Energiekonzept wird entwickelt, das z. B. Geothermie, Solarfassaden, Grauwassernutzung u. v. m. untersucht.
Prof. Brenner betonte, dass der Baumbestand nach Möglichkeit erhalten bleiben soll. Spielplätze und Aktivzonen werden entweder verlegt oder neu gestaltet, sodass sie sowohl für die Schülerinnen und Schüler aber auch für die Bevölkerung zugänglich sind.

Parkplätze

Die Parkplatzsituation sieht 90 Parkplätze an der Industriestraße, 40 an der Etzstraße, 20 beim Förderzentrum, und 40 „Am Sportpark“ vor. Dort sollen weitere 40 Parkplätze (z. B. für Lehrpersonal) entstehen. Wenn möglich, soll der Schuleingangsbereich eine Autofreie Zone werden, forderte Fraktionsvorsitzende Ruth Müller. Von den ÖPNV-Linien ist die Schule ca. 200 m fußläufig erreichbar. Für Eltern, die ihr Kind mit dem Auto zur Schule bringen, soll der Parkplatz am Festplatz als „Kiss-and-Ride-Platz“ dienen.

Parkdeck am Landratsamt

Die Firma Delta Immotec stellte anschließend verschiedene Varianten für ein Parkdeck zwischen Landratsamt und Ärztehaus vor. Rund 211 (26.000 Euro pro Stellplatz) neue Parkplätze könnten auf drei Ebenen entstehen. Eine längere Diskussion schloss sich über die von der CSU favorisierte „Schrägparken-Lösung“ an. Hierbei würden allerdings nur 179 Parkplätze (33.000 Euro pro Stellplatz) übrig bleiben.

Bei geschätzten Gesamtkosten von ca. 5,5 Mio Euro ist das schon ein Batzen Geld, der damit dem Landkreis bei der Bewirtschaftung verloren ginge. Wir haben darauf hingewiesen, dass es speziell für Patienten und Behinderte genügend große und einfach zu erreichende Parkplätze geben muss. Diese lassen sich aber auch mit sog. „Komfortparkplätzen“ direkt vor dem Landratsamt und beim Ärztehaus deutlich günstiger realisieren als in einem Parkdeck.

 

Homepage SPD Landkreis Landshut

  

Projekt 2016 - Schuld & Sühne?

„Historischen Themennachmittage" im Labertal

Die intensive Auseinandersetzung mit der Vergangenheit ist wichtig um die Gegenwart zu verstehen und der Zukunft zu vertrauen. Der AK Labertal will fundierte Geschichtsbewältigung unter sozialdemokratischen Gesichtspunkten anbieten Es gibt nichts zu glorifizieren, nichts zu beschönigen und schon gar nichts zu rechtfertigen. Wir wollen aber auch nicht anklagen und verurteilen - keiner von uns kann heute sagen, wie er sich selbst verhalten hätte, in einer anderen Zeit.

- Rückblick -
Der SPD-Arbeitskreis Labertal hat mit dem „Historischen Themennachmittag“ zur Schierlinger Muna am 24. Januar 2010 begonnen, sich mit den Ereignissen vor 65 Jahren genauer zu beschäftigen. Neben dem „Wunder von Schierling“ sollt der Blick auch auf die Todesmärsche durch das Labertal gelenkt werden.

Die Brüder Gandorfer beschäftigten den AK am historischen Datum 7. November 2010 in Pfaffenberg.

Im Spätherbst 2011 wurde mit "Die Engel von Laberweinting" erneut an das Thema "65 Jahre Kriegsende" angeknüpft. 62 tote Kinder in nur wenigen Monaten, so die Bilanz des Entbindungs- und Kinderheims für Fremdländische.

Der letzte „Historische Themennachmittag“„GELINZT - Euthanasie- Opfer aus dem Labertal“ fand am 4. März in Geiselhöring statt. Das Thema wurde mit einer Informationsfahrt am 14. April an den Gedenkort Hartheim bei Linz abgerundet.

Die Dokumentationen zu den Themennachmittagen (oder den Bonhoeffer-Wochen) sind unter www.agentur-labertal.de zu bestellen!

Projekt 2015 - Flucht, Vertreibung und Asyl

Flucht, Vertreibung und Asyl 1945 / 2015

Sonstiges

 

120 Jahre BayernSPD - Im Dienst von Freiheit und Demokratie Frauen sind in der rechtsextremen Szene keine Seltenheit mehr – sie sind die „nette“ Nachbarin oder betreiben Biolandbau und verkaufen „Deutschen Honig“ und unterwandern so die Gesellschaft mit neonazistischem Gedankengut. Die Ausstellung „Braune Schwestern“ aus Österreich war 2012 erstmals in Niederbayern zu sehen und beschäftigt sich mit der Symbolik, den Liedern und dem Gedankengut der rechtsextremen Frauenszene.