
Die SPD-Vorsitzenden Kerstin Schanzer, Ruth Müller (Landkreis) und Anja König (von links) im Gespräch mit Klaus Pauli.
Konstruktives Gespräch zwischen den SPD-Spitzen aus Stadt und Land und DGB-Chef Klaus Pauli

Konstruktives Gespräch zwischen den SPD-Spitzen aus Stadt und Land und DGB-Chef Klaus Pauli
„Partei und Gewerkschaften sind eins!“ – so beschwor Theodor Bömelburg, der Stellvertretende Vorsitzende der Generalkommission der Freien Gewerkschaften, kurz nach Beginn des vorigen Jahrhunderts die Einheit der sozialdemokratischen Arbeiterbewegung. Diese emphatische Behauptung stimmte schon damals nicht mit der Realität überein. Erst mit der Resolution zum „Politischen Massenstreik“, dem sog. Mannheimer Abkommen, stellte der SPD-Parteitag 1906 nach langer Auseinandersetzung die Gleichberechtigung von Sozialdemokratischer Partei und den ihr nahe stehenden Freien Gewerkschaften fest.
Auch heute noch bestehen zwischen der SPD und den Gewerkschaften traditionelle Gemeinsamkeiten, diese sollten bei einem Gespräch herausgearbeitet werden. Die SPD in Stadt und Landkreis hatte im vergangenen Jahr die Vorstandsspitze neu gewählt – und die drei Führungsfrauen der SPD aus Stadt und Landkreis Landshut, Anja König, Ruth Müller und Kerstin Schanzer machten ihren Antrittsbesuch beim Regionsvorsitzenden des DGB, Klaus Pauli.
Die Gesprächspalette war breit und reichte von der Forderung nach einem Mindestlohn, der Flughafenbuslinie, dem Konjunkturprogramm bis hin zum Sozialbericht der Bayerischen Staatsregierung.
„Der Flughafenbus ist auf Anhieb ein Erfolg geworden“, stellte Klaus Pauli erfreut fest und bedankte sich bei der SPD-Fraktionsvorsitzenden im Landshuter Kreistag, Ruth Müller noch einmal ausdrücklich für die hervorragende Zusammenarbeit mit dem Landkreis Landshut bei den Vorarbeiten zur Durchführung. Der Bus fährt ab 4.00 Uhr morgens stündlich von Landshut zum Flughafen, bereits im Dezember konnten 5.000 Fahrgäste gezählt werden, im Januar stieg die Anzahl der Passagiere bereits auf 6.600. Leider sei auch der Flughafen von der Konjunkturkrise betroffen, stellte Klaus Pauli fest: Gab es im September noch 700 freie Stellen, so waren im Dezember nur noch 60 freie Stellen gemeldet.
Zum gestarteten Konjunkturpaket regte Klaus Pauli an, auch einmal darüber nachzudenken, eine neue Vorruhestandsregelung aufzulegen. Wichtig sei es aber auch, das Konjunkturpaket erst einmal wirken zu lassen, stellte Stadtverbandsvorsitzende Anja König fest. Man müsse hier auch Geduld haben und warten, was sich entwickelt. Eine klare Absage an die „Rente mit 67“ erteilten die Gesprächspartner der Bundespolitik. Mit Harald Unfried habe man einen Bundestagskandidaten, der bereits im Wahlkampf 2005 gegen die Rente mit 67 ins Feld gezogen war, erinnerte Anja König.
Die SPD werde auch weiterhin für Mindestlöhne kämpfen, sicherte die stellvertretende Kreisvorsitzende, Kerstin Schanzer dem DGB-Regionsvorsitzenden Klaus Pauli zu. Bereits im vergangenen Jahr habe man als SPD-Kreisverband die Ortsvereine mobilisiert, Unterschriften zu sammeln. Der beharrliche Kampf der SPD gegen Ausbeutung zahle sich nun aus – immer mehr Beschäftigte profitieren von Mindestlöhnen. 2009 wurde der Weg dazu in sechs weiteren Branchen freigemacht und somit kommen künftig rund drei Millionen Beschäftigte in den Schutz von Mindestlöhnen.
Gemeinsame Themen gibt es viele, stellte man nach dem ausführlichen Gespräch fest. Der SPD-Kreisverband hat eine Ausstellung der Friedrich-Ebert-Stiftung „Uneins - aber einig? Zur Geschichte des Verhältnisses von SPD und Gewerkschaften“ für den Landkreis Landshut organisiert. Die beiden Kreisvorsitzenden Ruth Müller und Kerstin Schanzer luden Klaus Pauli zum Besuch dieser Ausstellung ein, die im Herbst gezeigt wird.
Homepage SPD Landkreis Landshut
Die intensive Auseinandersetzung mit der Vergangenheit ist wichtig um die Gegenwart zu verstehen und der Zukunft zu vertrauen. Der AK Labertal will fundierte Geschichtsbewältigung unter sozialdemokratischen Gesichtspunkten anbieten Es gibt nichts zu glorifizieren, nichts zu beschönigen und schon gar nichts zu rechtfertigen. Wir wollen aber auch nicht anklagen und verurteilen - keiner von uns kann heute sagen, wie er sich selbst verhalten hätte, in einer anderen Zeit.
- Rückblick -
Der SPD-Arbeitskreis Labertal hat mit dem „Historischen Themennachmittag“ zur Schierlinger Muna am 24. Januar 2010 begonnen, sich mit den Ereignissen vor 65 Jahren genauer zu beschäftigen. Neben dem „Wunder von Schierling“ sollt der Blick auch auf die Todesmärsche durch das Labertal gelenkt werden.
Die Brüder Gandorfer beschäftigten den AK am historischen Datum 7. November 2010 in Pfaffenberg.
Im Spätherbst 2011 wurde mit "Die Engel von Laberweinting" erneut an das Thema "65 Jahre Kriegsende" angeknüpft. 62 tote Kinder in nur wenigen Monaten, so die Bilanz des Entbindungs- und Kinderheims für Fremdländische.
Der letzte „Historische Themennachmittag“„GELINZT - Euthanasie- Opfer aus dem Labertal“ fand am 4. März in Geiselhöring statt. Das Thema wurde mit einer Informationsfahrt am 14. April an den Gedenkort Hartheim bei Linz abgerundet.
Die Dokumentationen zu den Themennachmittagen (oder den Bonhoeffer-Wochen) sind unter www.agentur-labertal.de zu bestellen!
Vortrag 1: Langquaid Vortrag 2: Geiselhöring Vortrag 3: Rottenburg Vortrag 4: Straubing Vortrag 5: Aufhausen --------------------------------- Dröscher- Preis 2011 - "SPD erneuert sich" AK- Labertal erringt Platz 3 beim Bundesparteitag in Berlin Unterstützervideo I Unterstützervideo II Unterstützervideo III Unterstützervideo IV >Unser Wettbewerbsbeitrag: Wider das Vergessen - Zivilcourage heute Bilderimpressionen vom Stand der Labertaler SPD
Frauen sind in der rechtsextremen Szene keine Seltenheit mehr – sie sind die „nette“ Nachbarin oder betreiben Biolandbau und verkaufen „Deutschen Honig“ und unterwandern so die Gesellschaft mit neonazistischem Gedankengut. Die Ausstellung „Braune Schwestern“ aus Österreich war 2012 erstmals in Niederbayern zu sehen und beschäftigt sich mit der Symbolik, den Liedern und dem Gedankengut der rechtsextremen Frauenszene.