Gleichberechtigung längst nicht erreicht

Veröffentlicht am 12.03.2009 in Kreisvorstand

Anlässlich des internationalen Weltfrauentages luden die Stellvertreterinnen im SPD-Kreisverband, Stadträtin von Bogen Claudia Ebner und Kreisrätin Rosi Deser am vergangenen Samstag zu einem Frauenfrühstück ins Hotel am Platzl nach Bogen ein. In ihren Vorträgen verglichen die Rednerinnen die Historie mit der Lebenslage der Frauen von heute. Die anschließende rege Diskussion machte deutlich, dass dieser Aktionstag auch in der Gegenwart noch notwendig sei.

SPD-Kreisvorsitzender Daniel Süß ging in seinem Grußwort auf den aktuellen bayerischen Sozialbericht ein. Dieser offenbare, dass nach wie vor eine große Schere zwischen Wunsch und Wirklichkeit bestehe. Der Landkreis Straubing-Bogen liege bei der Betreuung von unter Dreijährigen weit zurück und jede vierte alleinerziehende Frau in Bayern sei von Armut betroffen. Seit der Einführung des Weltfrauentages sei zwar viel erreicht, dennoch sei das Ziel der Gleichberechtigung von Mann und Frau längst nicht verwirklicht.

Claudia Ebner informierte die Anwesenden über den Ursprung des Frauentages. „Hinter diesem Tag stand der Wunsch, in einer Gesellschaft zu leben, die frei ist von Ausbeutung, Bedrohung und Kriegen, sowie von sexuellem Mißbrauch und Unterdrückung.“ Eine Welt, in der Männer und Frauen selbstbestimmt leben und die gemeinsamen gesellschaftlichen Angelegenheit mitbestimmen und mitentscheiden können, sei auch heute noch eine zentrale Forderung, so Ebner. Die Anzahl der Teilnehmerinnen an diesem Aktionstag seien seit 1911 stetig gestiegen und viele der heutigen Rechten seien diesen mutigen Frauen zu verdanken. Dass der 8. März bis heute weltweit mit verschiedensten Veranstaltungen und Diskussionen begangen werde, mache deutlich, dass die Gleichberechtigung nicht erreicht sei.

Sicher, so Rosi Deser, würden die Frauen heute nicht mehr auf den Straßen demonstrieren, um ihre Interessen einzufordern. Dennoch müßten sich Frauen organisieren und politisch engagieren. „Wie sollten Interessen durchgesetzt, ja überhaupt erkannt werden, wenn in den politischen Gremien überwiegend Männer sitzen.“ Als eines ihrer Ziele nannte sie, gemeinsam mit Claudia Ebner in ihren Funktionen Frauen für die Politik zu interessieren und zu motovieren. Sie wolle aber auch deutlich, so Deser, dass die Interessen der Frauen bei der SPD am Besten vertreten seien. Dieses lasse sich auch anhand der Historie belegen, so war 1891 die SPD die erste deutsche Partei, die die Forderung nach dem aktiven und passiven Wahlrecht als erste Partei in ihr Programm aufnahm. 1988 führte sie die Quote ein, um mehr Frauen die Teilhabe an der Politik zu ermöglichen. Und auch heute sei für die SPD die Gleichstellung nicht nur ein Gesetz sondern vertrete ein offenes Weltbild.

 

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Projekt 2016 - Schuld & Sühne?

„Historischen Themennachmittage" im Labertal

Die intensive Auseinandersetzung mit der Vergangenheit ist wichtig um die Gegenwart zu verstehen und der Zukunft zu vertrauen. Der AK Labertal will fundierte Geschichtsbewältigung unter sozialdemokratischen Gesichtspunkten anbieten Es gibt nichts zu glorifizieren, nichts zu beschönigen und schon gar nichts zu rechtfertigen. Wir wollen aber auch nicht anklagen und verurteilen - keiner von uns kann heute sagen, wie er sich selbst verhalten hätte, in einer anderen Zeit.

- Rückblick -
Der SPD-Arbeitskreis Labertal hat mit dem „Historischen Themennachmittag“ zur Schierlinger Muna am 24. Januar 2010 begonnen, sich mit den Ereignissen vor 65 Jahren genauer zu beschäftigen. Neben dem „Wunder von Schierling“ sollt der Blick auch auf die Todesmärsche durch das Labertal gelenkt werden.

Die Brüder Gandorfer beschäftigten den AK am historischen Datum 7. November 2010 in Pfaffenberg.

Im Spätherbst 2011 wurde mit "Die Engel von Laberweinting" erneut an das Thema "65 Jahre Kriegsende" angeknüpft. 62 tote Kinder in nur wenigen Monaten, so die Bilanz des Entbindungs- und Kinderheims für Fremdländische.

Der letzte „Historische Themennachmittag“„GELINZT - Euthanasie- Opfer aus dem Labertal“ fand am 4. März in Geiselhöring statt. Das Thema wurde mit einer Informationsfahrt am 14. April an den Gedenkort Hartheim bei Linz abgerundet.

Die Dokumentationen zu den Themennachmittagen (oder den Bonhoeffer-Wochen) sind unter www.agentur-labertal.de zu bestellen!

Projekt 2015 - Flucht, Vertreibung und Asyl

Flucht, Vertreibung und Asyl 1945 / 2015

Sonstiges

 

120 Jahre BayernSPD - Im Dienst von Freiheit und Demokratie Frauen sind in der rechtsextremen Szene keine Seltenheit mehr – sie sind die „nette“ Nachbarin oder betreiben Biolandbau und verkaufen „Deutschen Honig“ und unterwandern so die Gesellschaft mit neonazistischem Gedankengut. Die Ausstellung „Braune Schwestern“ aus Österreich war 2012 erstmals in Niederbayern zu sehen und beschäftigt sich mit der Symbolik, den Liedern und dem Gedankengut der rechtsextremen Frauenszene.