SPD setzt auf „die Kraft der guten Argumente“

Veröffentlicht am 09.01.2015 in Kreistagsfraktion

Text: Landshuter Zeitung vom 9.1.2015 - Horst Müller

Kreistagsfraktion zieht Bilanz – Schwerpunkte für 2015: Gesundheit, Verkehr, Region, Asyl

Die achtköpfige SPD-Kreistagsfraktion will sich nach den Worten ihres stellvertretenden Vorsitzenden Sebastian Hutzenthaler auch im neuen Jahr aktiv in die Landkreispolitik einbringen und dabei mehr denn je auf „die Kraft der guten Argumente“ setzen. „Wir sind zwar bei der Kommunalwahl nicht mehr geworden, aber dafür arbeiten wir umso mehr und leisten viel Überzeugungsarbeit.

Das hat bislang ganz gut geklappt“, resümierte Hutzenthaler in Vertretung der erkrankten Fraktions- und Kreisvorsitzenden Ruth Müller, die während des traditionellen Jahresabschlusstreffens der SPD-Kreisräte im Gasthaus Oberloher in Geisenhausen das Bett hüten musste.

Dafür dürften der SPD-Landtagsabgeordneten daheim in Pfeffenhausen am Mittwochabend ganz schön die Ohren geklungen haben. Denn nicht nur Fraktionsvize Hutzenthaler, sondern auch die Essenbacher Markt- und Kreisrätin Filiz Cetin und der Gastgeber des Abends, Geisenhausens SPD-Vizebürgermeister Siegfried Kaschel, würdigten in den höchsten Tönen den unermüdlichen Einsatz der sozialdemokratischen Vollblutpolitikerin, die nach übereinstimmender Einschätzung maßgeblichen Anteil an den SPD-Ergebnissen bei der Kommunalwahl hatte. Ein „grandioses Ergebnis“, so Hutzenthaler, habe aber auch Christel Engelhard erzielt, die mit einstimmigem Kreistagsvotum ihre zweite Amtszeit als Vizelandrätin angetreten hat, was sie noch immer als „Ehre und Verpflichtung zugleich“ empfinde.

Im neuen Jahr will sich die SPD-Fraktion vor allem um die Gesundheitspolitik kümmern, wobei die Sozialdemokraten nicht nur für den Erhalt der flächendeckenden medizinischen Versorgung durch die drei Lakumed-Krankenhäuser eintreten, sondern auch Präventionsmaßnahmen zur Kindergesundheit unterstützen. Eine Zusammenarbeit mit dem städtischen Klinikum komme für die SPD nur in Frage, „wenn sie der Verbesserung der medizinischen Versorgung der Bevölkerung in der Region dient“, stellte Sebastian Hutzenthaler klar.

In Sachen Osttangente will die SPD-Fraktion zunächst die Ergebnisse der Machbarkeitsstudie abwarten. „Grundsätzlich stehen wir dieser Lösung aber positiv gegenüber“, so der Fraktionsvize. Auch vom Regionalmanagement und dem Leader-Projekt erhoffen sich die Sozialdemokraten viel, wenngleich ihnen noch der rote Faden in den Planungen der einzelnen Gemeinden abgehe, „damit letztlich ein Identitätsmerkmal für den gesamten Landkreis dabei herauskommt“.

Die Unterbringung von Asylbewerbern im Landkreis stellt laut Hutzenthaler „kein Problem“ dar, worüber man jammern müsse, sondern sei eine „Herausforderung, die wir alle schultern und meistern werden“, zumal sich die meisten Flüchtlinge einbringen und Fuß fassen wollten und schlicht und einfach froh seien, endlich in Sicherheit leben zu können. Statt den Pegida-Aufmärschen über Gebühr Aufmerksamkeit zu schenken, sollte seiner Meinung nach vielmehr das Engagement der vielen Bürger gewürdigt werden, die sich ehrenamtlich um Flüchtlinge kümmern.

Diesem Appell kam sogleich Siegfried Kaschel nach, der dem Verein „Buntes Miteinander Geisenhausen“, dessen Mitglieder sich um die derzeit 164 Asylbewerber in der Gemeinschaftsunterkunft kümmern, höchsten Respekt zollte: „Wenn wir diesen Verein nicht hätten, dann hätten wir wahrscheinlich ein Problem. Dieses Engagement kann man gar nicht hoch genug einschätzen und wäre von der Gemeinde nie und nimmer zu leisten.“ Hutzenthaler kündigte in diesem Zusammenhang an, dass die Landkreis-SPD heuer anlässlich des Kriegsendes vor 70 Jahren eine Veranstaltungsreihe zum Thema „Flucht und Vertreibung“ vorbereite. Mit Blick auf die aktuelle Asylproblematik sei es gerade jetzt wichtig, daran zu erinnern, dass nach dem Zweiten Weltkrieg auch viele Deutsche Flucht und Vertreibung erleiden mussten.

 

 

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Projekt 2016 - Schuld & Sühne?

„Historischen Themennachmittage" im Labertal

Die intensive Auseinandersetzung mit der Vergangenheit ist wichtig um die Gegenwart zu verstehen und der Zukunft zu vertrauen. Der AK Labertal will fundierte Geschichtsbewältigung unter sozialdemokratischen Gesichtspunkten anbieten Es gibt nichts zu glorifizieren, nichts zu beschönigen und schon gar nichts zu rechtfertigen. Wir wollen aber auch nicht anklagen und verurteilen - keiner von uns kann heute sagen, wie er sich selbst verhalten hätte, in einer anderen Zeit.

- Rückblick -
Der SPD-Arbeitskreis Labertal hat mit dem „Historischen Themennachmittag“ zur Schierlinger Muna am 24. Januar 2010 begonnen, sich mit den Ereignissen vor 65 Jahren genauer zu beschäftigen. Neben dem „Wunder von Schierling“ sollt der Blick auch auf die Todesmärsche durch das Labertal gelenkt werden.

Die Brüder Gandorfer beschäftigten den AK am historischen Datum 7. November 2010 in Pfaffenberg.

Im Spätherbst 2011 wurde mit "Die Engel von Laberweinting" erneut an das Thema "65 Jahre Kriegsende" angeknüpft. 62 tote Kinder in nur wenigen Monaten, so die Bilanz des Entbindungs- und Kinderheims für Fremdländische.

Der letzte „Historische Themennachmittag“„GELINZT - Euthanasie- Opfer aus dem Labertal“ fand am 4. März in Geiselhöring statt. Das Thema wurde mit einer Informationsfahrt am 14. April an den Gedenkort Hartheim bei Linz abgerundet.

Die Dokumentationen zu den Themennachmittagen (oder den Bonhoeffer-Wochen) sind unter www.agentur-labertal.de zu bestellen!

Projekt 2015 - Flucht, Vertreibung und Asyl

Flucht, Vertreibung und Asyl 1945 / 2015

Sonstiges

 

120 Jahre BayernSPD - Im Dienst von Freiheit und Demokratie Frauen sind in der rechtsextremen Szene keine Seltenheit mehr – sie sind die „nette“ Nachbarin oder betreiben Biolandbau und verkaufen „Deutschen Honig“ und unterwandern so die Gesellschaft mit neonazistischem Gedankengut. Die Ausstellung „Braune Schwestern“ aus Österreich war 2012 erstmals in Niederbayern zu sehen und beschäftigt sich mit der Symbolik, den Liedern und dem Gedankengut der rechtsextremen Frauenszene.