SPD- Landtagsfraktion präsentierte bei einer Schifffahrt die frei fließende Donau

Veröffentlicht am 14.09.2009 in Veranstaltungen

SPD- Landtagsfraktion präsentierte bei einer Schifffahrt die frei fließende Donau
Freie Fahrt auf der freien Donau, die MS DEGGENDORF unter roter Flagge

Bis auf den letzten Platz besetzt, stach die MS DEGGENDORF bei strahlendem Spätsommer- Wetter in See und brachte mehr als 300 Teilnehmer von Deggendorf nach Vilshofen und zurück. Neben den SPD- Mandatsträgern aus der Region informierten der Bund Naturschutz die Mitreisenden über die Situation an der frei fließenden Donau zwischen Straubing und Vilshofen sowie die Folgen eines staugestützen Ausbaus dieses Flussabschnitts.

"Man muss den Menschen einmal vor Augen führen, was sie durch den Donau- Ausbau, wie ihn die Staatsregierung und die Energiewirtschaft plant, verlieren werden", so der Ansatz, mit dem der Straubinger Landtagsabgeordnete Reinhold Perlak in der SPD- Landtagsfraktion für eine Schifffahrt auf der noch frei fließenden Donau geworben hat. Franz Maget und die Fraktionsspitze schloss sich seiner Idee an und organisierte am vergangenen Sonntag eine Fahrt auf der MS DEGGENDORF von Deggendorf nach Vilshofen und zurück. Bruni Irber MdB, Franz Maget und 10 weitere SPD- Abgeordnete aus ganz Bayern schlossen sich ihren drei niederbayerischen Kollegen, Johanna Werner- Muggendorfer, Bernhard Roos und Reinhold Perlak mitten in der heißen Wahlkampfphase an, um die bedrohte Donau zwischen Deggendorf und Vilshofen persönlich zu erleben.

Reinhold Perlak stellte während der Fahrt die Positionen der SPD zum Donauausbau und die wirtschaftlichen und ökologischen Widersprüche dar. Der Kreisvorsitzenden Georg Kestel vom Bund Naturschutz informierten die Teilnehmer an den jeweiligen Streckenabschnitten, über wissenswerte ökologische Hintergründe und durch den Ausbau zu befürchtenden Einschnitte in das natürliche Gleichgewicht der Flusslandschaft. "Nur wer mit eigenen Augen sieht und mit allen Sinnen erlebt, wie einzigartig diese Flusslandschaft ist, der kann verstehen, warum der Ausbau der freifließenden Donau mit solcher Leidenschaft bekämpft wird", so die Befürworter der naturnahen Ausbauvariante A im Einklang. "Schon der schonende Ausbau ist ein Kompromiss, zwischen Natur und Wirtschaft, der staustufengestützte Ausbau ist das Ende der natürlichen Flussdynamik und des daraus resultierenden Ökosystems", so die Fachleute.

"Mit der Stimmabgabe am 27. September entscheiden die Menschen in der Region nicht nur über die Zukunft Deutschlands, sondern auch über die Zukunft der Donau und unserer Heimat", so Reinhold Perlak in seinem Appell an die Teilnehmer. "Machen Sie Ihr Kreuz bei der SPD, dann bleibt die Donau so erhalten, wie Sie sie heute erlebt haben. Gewinnt Schwarz- Gelb, dann stirbt das letzte Stück frei fließende Donau in Bayern, denn Ernst Hinsken und die CSU werden sie in der Koalition mit CDU und FDP den Interessen der Energie- und Bauwirtschaft opfern."

 

  

Projekt 2016 - Schuld & Sühne?

„Historischen Themennachmittage" im Labertal

Die intensive Auseinandersetzung mit der Vergangenheit ist wichtig um die Gegenwart zu verstehen und der Zukunft zu vertrauen. Der AK Labertal will fundierte Geschichtsbewältigung unter sozialdemokratischen Gesichtspunkten anbieten Es gibt nichts zu glorifizieren, nichts zu beschönigen und schon gar nichts zu rechtfertigen. Wir wollen aber auch nicht anklagen und verurteilen - keiner von uns kann heute sagen, wie er sich selbst verhalten hätte, in einer anderen Zeit.

- Rückblick -
Der SPD-Arbeitskreis Labertal hat mit dem „Historischen Themennachmittag“ zur Schierlinger Muna am 24. Januar 2010 begonnen, sich mit den Ereignissen vor 65 Jahren genauer zu beschäftigen. Neben dem „Wunder von Schierling“ sollt der Blick auch auf die Todesmärsche durch das Labertal gelenkt werden.

Die Brüder Gandorfer beschäftigten den AK am historischen Datum 7. November 2010 in Pfaffenberg.

Im Spätherbst 2011 wurde mit "Die Engel von Laberweinting" erneut an das Thema "65 Jahre Kriegsende" angeknüpft. 62 tote Kinder in nur wenigen Monaten, so die Bilanz des Entbindungs- und Kinderheims für Fremdländische.

Der letzte „Historische Themennachmittag“„GELINZT - Euthanasie- Opfer aus dem Labertal“ fand am 4. März in Geiselhöring statt. Das Thema wurde mit einer Informationsfahrt am 14. April an den Gedenkort Hartheim bei Linz abgerundet.

Die Dokumentationen zu den Themennachmittagen (oder den Bonhoeffer-Wochen) sind unter www.agentur-labertal.de zu bestellen!

Projekt 2015 - Flucht, Vertreibung und Asyl

Flucht, Vertreibung und Asyl 1945 / 2015

Sonstiges

 

120 Jahre BayernSPD - Im Dienst von Freiheit und Demokratie Frauen sind in der rechtsextremen Szene keine Seltenheit mehr – sie sind die „nette“ Nachbarin oder betreiben Biolandbau und verkaufen „Deutschen Honig“ und unterwandern so die Gesellschaft mit neonazistischem Gedankengut. Die Ausstellung „Braune Schwestern“ aus Österreich war 2012 erstmals in Niederbayern zu sehen und beschäftigt sich mit der Symbolik, den Liedern und dem Gedankengut der rechtsextremen Frauenszene.