Mut zu Veränderungen

Veröffentlicht am 11.09.2009 in Ortsverein

v.l. Daniel Süß, Claudia Ebner, Bundestagskandidat Michael Adam, Rosi Deser und Heinz Uekermann

Mitterfels. Im vollbesetzten Gasthof Fischer erläuterte der Bürgermeister von Bodenmais und Bundestagskandidat der SPD, Michael Adam, seine Vorstellungen und Ziele, für die er als Mitglied des Deutschen Bundestages einstehen würde.

„ Ich stehe für Offenheit und Ehrlichkeit gegenüber den Wählern und ich sehe meine Aufgabe nicht nur in der parteipolitischen Meinungsfindung im Parlament, sondern vor allem in einer starken Vertretung meiner Heimat in Berlin“, so Adam zu Beginn seiner Ausführungen. Man dürfe sich nicht auf dem Geschaffenen ausruhen, es gäbe noch viele Defizite in unserer Region aufzuarbeiten. So müsse die Tourismuspolitik deutlich verbessert werden wie die erschreckenden Übernachtungszahlen in Ostbayern beweisen. Er habe als Bürgermeister des größten Ferienortes Bodenmais neue Wege angetreten. Es solle nach dem Beispiel seines Heimatortes eine ostbayerische Tourismusmarketing- und Vertriebs-GmbH eingeführt werden, die die Marketing- und Vertriebsanstrengungen von öffentlicher Hand und Privatwirtschaft erfolgreich bündelt. „ Zeitgemäße Tourismusstrukturen bringen etwas und haben Zukunft – und nicht aufwändige Bereisungen und Sonntagsreden!“ stellte der Kandidat fest. Dazu gehöre auch ein ermäßigter Mehrwertsteuersatz für Hotellerie und Gastronomie sowie eine Umstellung der aktuellen GEZ-Gebühren für diese Branche.

Als weiteres Ziel nannten Michael Adam Verbesserungen in der Infrastruktur als Garant für den wirtschaftlichen Erfolg. Unsere Region könne nur dann für junge Menschen attraktiv sein und bleiben, wenn qualifizierte Ausbildungs- und Arbeitsplätze in der Region zur Verfügung stünden. Damit das Klima für die Wirtschaft stimme, brauche man endlich einen bedarfsgerechten Ausbau der regionalen Infrastruktur, forderte Adam. Dazu gehöre der Ausbau des überörtlichen Straßennetzes wie der Bundesstraßen 8,11,20 und 85; gleichzeitig dürfe aber die Schiene nicht vernachlässigt werden. Sowohl im Güter- als auch im Personenverkehrsbereich müsse auf die Bahn gesetzt werden, um eine immer stärkere Zunahme des Individualverkehrs abzufedern. Deutliche Kritik am Zustand der Breitbandanbindung kam von Michael Adam:“Es reicht einfach nicht aus, als Bundestagsabgeordneter einen Telekom-Verantwortlichen nach dem anderen zu medial aufgeblasenen Breitbandkonferenzen in die Region zu schleifen, die nicht das geringste Ergebnis bringen!“ Stattdessen müsse der Bund die Telekom endlich in die Pflicht nehmen. Es könne nicht sein, dass bei der Telekom nur rentable Bereiche privatisiert, unrentable Bereiche wie der Breitbandausbau aber nur allzu gern außen vor gelassen werden , meinte der Redner unter dem Beifall der Zuhörer.

Klare Vorstellungen prägten die Ausführungen des Bundestagskandidaten bei der Bildungs- und Sozialpolitik. In Deutschland hänge der Bildungserfolg immer noch zu stark von der sozialen Herkunft ab. Aber jeder Mensch habe ein Recht auf gute Bildung unabhängig von seiner Herkunft oder vom Geldbeutel der Eltern. Ebenso forderte Adam deutliche Verbesserungen bei Betreuung und frühkindlicher Bildung. Dazu gehörten die Sicherstellung eines kostenlosen Kinderkrippen- oder Kindergartenplatzes für alle Kinder durch den Staat. Nur dies garantiere, dass junge Familien mit Kindern keine berufliche Nachteile hätten.

Die SPD habe unter ROT-Grün aber auch in der Großen Koalition viel erreicht. Dies gelte vor allem am Arbeitsmarkt und beim Umgang mit der Wirtschafts- und Finanzkrise. „ Wo würde Frau Merkel ohne Finanzminister Steinbrück stehen? Was wäre mit den Arbeitnehmerrechten, wenn das Konzept von Minister Guttenberg zum Tragen käme?“, fragte Adam. Es lohne sich , alle Kräfte für die Bundestagswahl am 27. September zu mobilisieren, denn Deutschland brauche eine starke SPD und den Mut zu Veränderungen, schloss Michael Adam seine mit viel Beifall bedachten Ausführungen.

2. Bürgermeister Heinz Uekermann erläuterte zu Beginn der Veranstaltung die aktuelle Gemeindepolitik zum Turnhallenbau, zum Schulstandort Mitterfels, zum Bau des Natur-Saunadorfes und der Verkehrssituation an der Kreuzung Linden- und Burgstraße. Zusammen mit Gemeinderat Günter Janshen aus Haselbach nahm er die Ehrung verdienter Mitglieder des Ortsvereins Mitterfels-Haselbach vor.

 

Homepage SPD KV Straubing-Bogen

  

Projekt 2016 - Schuld & Sühne?

„Historischen Themennachmittage" im Labertal

Die intensive Auseinandersetzung mit der Vergangenheit ist wichtig um die Gegenwart zu verstehen und der Zukunft zu vertrauen. Der AK Labertal will fundierte Geschichtsbewältigung unter sozialdemokratischen Gesichtspunkten anbieten Es gibt nichts zu glorifizieren, nichts zu beschönigen und schon gar nichts zu rechtfertigen. Wir wollen aber auch nicht anklagen und verurteilen - keiner von uns kann heute sagen, wie er sich selbst verhalten hätte, in einer anderen Zeit.

- Rückblick -
Der SPD-Arbeitskreis Labertal hat mit dem „Historischen Themennachmittag“ zur Schierlinger Muna am 24. Januar 2010 begonnen, sich mit den Ereignissen vor 65 Jahren genauer zu beschäftigen. Neben dem „Wunder von Schierling“ sollt der Blick auch auf die Todesmärsche durch das Labertal gelenkt werden.

Die Brüder Gandorfer beschäftigten den AK am historischen Datum 7. November 2010 in Pfaffenberg.

Im Spätherbst 2011 wurde mit "Die Engel von Laberweinting" erneut an das Thema "65 Jahre Kriegsende" angeknüpft. 62 tote Kinder in nur wenigen Monaten, so die Bilanz des Entbindungs- und Kinderheims für Fremdländische.

Der letzte „Historische Themennachmittag“„GELINZT - Euthanasie- Opfer aus dem Labertal“ fand am 4. März in Geiselhöring statt. Das Thema wurde mit einer Informationsfahrt am 14. April an den Gedenkort Hartheim bei Linz abgerundet.

Die Dokumentationen zu den Themennachmittagen (oder den Bonhoeffer-Wochen) sind unter www.agentur-labertal.de zu bestellen!

Projekt 2015 - Flucht, Vertreibung und Asyl

Flucht, Vertreibung und Asyl 1945 / 2015

Sonstiges

 

120 Jahre BayernSPD - Im Dienst von Freiheit und Demokratie Frauen sind in der rechtsextremen Szene keine Seltenheit mehr – sie sind die „nette“ Nachbarin oder betreiben Biolandbau und verkaufen „Deutschen Honig“ und unterwandern so die Gesellschaft mit neonazistischem Gedankengut. Die Ausstellung „Braune Schwestern“ aus Österreich war 2012 erstmals in Niederbayern zu sehen und beschäftigt sich mit der Symbolik, den Liedern und dem Gedankengut der rechtsextremen Frauenszene.