SPD-Kreistagsfraktion: Fusion ja – aber mit klarer Zukunft für alle Standorte

Veröffentlicht am 27.09.2025 in Kreistagsfraktion

SPD-Kreistagsfraktion

Im Anschluss an die gemeinsame Sitzung von Stadtrat und Kreistag zur geplanten Fusion der Krankenhäuser in Stadt und Landkreis Landshut betont die SPD-Kreistagsfraktion, dass für die Menschen in der Region eines an erster Stelle stehen muss: die wohnortnahe medizinische Versorgung in der Fläche.

„Eine Fusion kann nur dann ein Gewinn für die Patientinnen und Patienten werden, wenn klar ist, wie es mit den Standorten Rottenburg und Vilsbiburg weitergeht. Diese beiden Häuser sind unverzichtbar für die Gesundheitsversorgung im ländlichen Raum. Der Landkreis ist laut Landkreisordnung verpflichtet, die Daseinsvorsorge sicherzustellen – und dazu gehören auch unsere Krankenhäuser“, erklärte Ruth Müller, MdL, die 24 Jahre Mitglied des Verwaltungsrats der Krankenhäuser im Landkreis Landshut war und dem Gesundheitsausschuss des Bayerischen Landtags angehörte.

 

Die SPD-Fraktion begrüßt die Überlegungen, Rottenburg als geriatrisches Zentrum für die Region Landshut zu stärken. „Die Schlossklinik Rottenburg war die erste Geriatrie Bayerns – dieser Standort hat eine lange Tradition und soll auch in Zukunft ein Leuchtturm der geriatrischen Versorgung bleiben. Gerade angesichts des demografischen Wandels brauchen wir hier ein klares Bekenntnis und eine gute Planung“, so Müller weiter.

 

Auch für Vilsbiburg brauche es eine verlässliche Perspektive: „Unser Krankenhaus ist ein zentraler Baustein der medizinischen Versorgung im südlichen Landkreis. Mit der Spezialisierung, etwa in der Endoprothetik, und einer möglichen Erweiterung im Bereich der geriatrischen Rehabilitation kann Vilsbiburg eine wichtige Rolle übernehmen. Dafür braucht es langfristige Zusagen und Investitionen“, betonte Sibylle Entwistle, Bürgermeisterin von Vilsbiburg.

 

Für die SPD ist klar: Im Vordergrund stehen die Patientinnen und Patienten – nicht die reine Wirtschaftlichkeit. „Natürlich müssen Kliniken solide arbeiten, aber unser Maßstab ist, wie die Menschen bestmöglich versorgt werden können. In einer Fusion liegt auch die Chance, neue Fachrichtungen in die Region zu holen – gerade jene, die es bisher im Raum Landshut nicht gibt. Damit könnten wir die Versorgung verbessern und die Wege für die Patientinnen und Patienten verkürzen“, so Müller.

Darüber hinaus hebt die SPD die Bedeutung der Arbeitsplätze hervor: „Unsere Kliniken sind nicht nur Orte der medizinischen Versorgung, sondern auch wichtige Arbeitgeber für die gesamte Region. Gerade in einem Landkreis mit einer starken, vielfältigen Wirtschaftsstruktur brauchen wir diese sichere Säule für qualifizierte und wohnortnahe Arbeitsplätze im Gesundheitswesen“, unterstrich Entwistle.

Neben Rottenburg und Vilsbiburg in der Fläche gehören auch das Krankenhaus Landshut-Achdorf, das Klinikum Landshut und das Kinderkrankenhaus zu den fünf Häusern, die in die Fusion eingebunden werden. Sie ergänzen das breite medizinische Angebot vor Ort. „Unsere Region ist mit diesen Standorten – und zusätzlich mit dem Bezirkskrankenhaus Landshut, das nicht Teil der Fusion ist – sehr vielfältig aufgestellt. Dieses Netzwerk ist eine große Stärke, die wir für die Zukunft weiterentwickeln müssen“, unterstrich Müller.

 

Die SPD-Kreistagsfraktion macht deutlich: „Wir stehen zu allen fünf Klinikstandorten. Eine Fusion darf nicht zu einer Schwächung in der Fläche führen, sondern muss die Versorgung in Stadt und Land gleichermaßen sichern. Für uns ist klar: Rottenburg und Vilsbiburg müssen eine Zukunft haben.“

 

Homepage SPD Landkreis Landshut

  

Projekt 2016 - Schuld & Sühne?

„Historischen Themennachmittage" im Labertal

Die intensive Auseinandersetzung mit der Vergangenheit ist wichtig um die Gegenwart zu verstehen und der Zukunft zu vertrauen. Der AK Labertal will fundierte Geschichtsbewältigung unter sozialdemokratischen Gesichtspunkten anbieten Es gibt nichts zu glorifizieren, nichts zu beschönigen und schon gar nichts zu rechtfertigen. Wir wollen aber auch nicht anklagen und verurteilen - keiner von uns kann heute sagen, wie er sich selbst verhalten hätte, in einer anderen Zeit.

- Rückblick -
Der SPD-Arbeitskreis Labertal hat mit dem „Historischen Themennachmittag“ zur Schierlinger Muna am 24. Januar 2010 begonnen, sich mit den Ereignissen vor 65 Jahren genauer zu beschäftigen. Neben dem „Wunder von Schierling“ sollt der Blick auch auf die Todesmärsche durch das Labertal gelenkt werden.

Die Brüder Gandorfer beschäftigten den AK am historischen Datum 7. November 2010 in Pfaffenberg.

Im Spätherbst 2011 wurde mit "Die Engel von Laberweinting" erneut an das Thema "65 Jahre Kriegsende" angeknüpft. 62 tote Kinder in nur wenigen Monaten, so die Bilanz des Entbindungs- und Kinderheims für Fremdländische.

Der letzte „Historische Themennachmittag“„GELINZT - Euthanasie- Opfer aus dem Labertal“ fand am 4. März in Geiselhöring statt. Das Thema wurde mit einer Informationsfahrt am 14. April an den Gedenkort Hartheim bei Linz abgerundet.

Die Dokumentationen zu den Themennachmittagen (oder den Bonhoeffer-Wochen) sind unter www.agentur-labertal.de zu bestellen!

Projekt 2015 - Flucht, Vertreibung und Asyl

Flucht, Vertreibung und Asyl 1945 / 2015

Sonstiges

 

120 Jahre BayernSPD - Im Dienst von Freiheit und Demokratie Frauen sind in der rechtsextremen Szene keine Seltenheit mehr – sie sind die „nette“ Nachbarin oder betreiben Biolandbau und verkaufen „Deutschen Honig“ und unterwandern so die Gesellschaft mit neonazistischem Gedankengut. Die Ausstellung „Braune Schwestern“ aus Österreich war 2012 erstmals in Niederbayern zu sehen und beschäftigt sich mit der Symbolik, den Liedern und dem Gedankengut der rechtsextremen Frauenszene.