SPD-Kreistagsfraktion besucht Schlossklinik Rottenburg

Veröffentlicht am 29.10.2025 in Kreistagsfraktion

Standort soll als geriatrische Fachklinik gestärkt werden

Im Zuge der bevorstehenden Fusion der Krankenhäuser in der Region Landshut besuchte die SPD-Kreistagsfraktion die Schlossklinik Rottenburg. Vor Ort informierten Vorstandsvorsitzender Jakob Fuchs, Chefärztin Dr. Veronika Sagmeister und Pflegedienstleiterin Ina Stiller über die aktuellen Entwicklungen und Herausforderungen im Zusammenhang mit der Krankenhausreform des Bundes.

Ein zentrales Thema des Gesprächs war die geplante Krankenhausreform. Ab dem 1. November 2025 soll es zwar einen Rechnungszuschlag von 3,25 Prozent geben – dieser gilt jedoch nur für ein Jahr, kritisierte Jakob Fuchs im Gespräch mit den SPD-Politikern Ruth Müller, Sebastian Hutzenthaler und Peter Forstner. Ab 2026 soll der Landesbasisfallwert gedeckelt werden und sich damit nicht mehr an den tatsächlichen Kostensteigerungen orientieren. Damit soll eine Einsparung von 1,8 Mrd. Euro jährlich in den Kliniken erzielt werden. Für die neuen LA-Regio-Kliniken bedeutet das Mindereinnahmen von rund vier Millionen Euro jährlich.

Stellvertretender Landrat Sebastian Hutzenthaler verwies in diesem Zusammenhang auf das Papier der bayerischen Landrätekonferenz, die eine verlässliche und auskömmliche Finanzierung der Kliniken fordert. „Der Freistaat Bayern muss endlich seiner Verantwortung nachkommen und eine vorausschauende Krankenhausplanung aufstellen“, betonte die SPD-Landtagsabgeordnete Ruth Müller.

Mit der Fusion der Krankenhäuser soll die medizinische Versorgung in der Region langfristig gesichert und strukturell gestärkt werden. Der Zusammenschluss ist dabei als fließender Prozess angelegt, bei dem alle Standorte eine wichtige Rolle spielen sollen.

„Für den Standort Rottenburg ist vorgesehen, die Schlossklinik als geriatrische Fachklinik für die Region Landshut weiterzuentwickeln“, berichtete Chefärztin Veronika Sagmeister. Auch an die Zentralisierung der akut-geriatrischen Behandlungen kann im Zusammenhang mit der Entwicklung der Medizinstrategie gedacht werden. „Die Schlossklinik war die erste Geriatrie Bayerns. Ich bin seit fast 30 Jahren im Kreistag und habe die Entwicklung dieser Einrichtung von Anfang an begleitet. Die hier vorhandene Expertise im Bereich der Altersmedizin ist ein großer Gewinn für Stadt und Landkreis Landshut und darf nicht verloren gehen“, so Müller.

Eine Stärkung des Standorts Rottenburg würde zugleich mehr Platzbedarf und zusätzliches Personal erfordern – ein Schritt, den die SPD ausdrücklich unterstützt.

Ein mögliches Zukunftsszenario für den Standort Vilsbiburg sieht den Fortbestand und gegebenenfalls Ausbau des Hauses als Zentrum für Endoprothetik vor. In diesem Zuge könnte dann dort auch die Anschlussheilbehandlung (AHB) nach Hüft- oder Knieoperationen angesiedelt werden, um eine engere Vernetzung zwischen Operation, Rehabilitation und Nachsorge zu erreichen.

Besonders hervorgehoben wurde bei dem Besuch die menschliche Nähe in der Schlossklinik Rottenburg. „Hier finden Patientinnen und Patienten ein Umfeld, in dem persönliche Zuwendung und individuelle Betreuung im Mittelpunkt stehen“, so Müller. „Dies ist ein wichtiger Baustein der wohnortnahen medizinischen Versorgung im nördlichen Landkreis Landshut, den es im Mosaik-Geflecht der Fusion zu erhalten gilt“, machte Neufahrns Bürgermeister Peter Forstner deutlich.

 

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Projekt 2016 - Schuld & Sühne?

„Historischen Themennachmittage" im Labertal

Die intensive Auseinandersetzung mit der Vergangenheit ist wichtig um die Gegenwart zu verstehen und der Zukunft zu vertrauen. Der AK Labertal will fundierte Geschichtsbewältigung unter sozialdemokratischen Gesichtspunkten anbieten Es gibt nichts zu glorifizieren, nichts zu beschönigen und schon gar nichts zu rechtfertigen. Wir wollen aber auch nicht anklagen und verurteilen - keiner von uns kann heute sagen, wie er sich selbst verhalten hätte, in einer anderen Zeit.

- Rückblick -
Der SPD-Arbeitskreis Labertal hat mit dem „Historischen Themennachmittag“ zur Schierlinger Muna am 24. Januar 2010 begonnen, sich mit den Ereignissen vor 65 Jahren genauer zu beschäftigen. Neben dem „Wunder von Schierling“ sollt der Blick auch auf die Todesmärsche durch das Labertal gelenkt werden.

Die Brüder Gandorfer beschäftigten den AK am historischen Datum 7. November 2010 in Pfaffenberg.

Im Spätherbst 2011 wurde mit "Die Engel von Laberweinting" erneut an das Thema "65 Jahre Kriegsende" angeknüpft. 62 tote Kinder in nur wenigen Monaten, so die Bilanz des Entbindungs- und Kinderheims für Fremdländische.

Der letzte „Historische Themennachmittag“„GELINZT - Euthanasie- Opfer aus dem Labertal“ fand am 4. März in Geiselhöring statt. Das Thema wurde mit einer Informationsfahrt am 14. April an den Gedenkort Hartheim bei Linz abgerundet.

Die Dokumentationen zu den Themennachmittagen (oder den Bonhoeffer-Wochen) sind unter www.agentur-labertal.de zu bestellen!

Projekt 2015 - Flucht, Vertreibung und Asyl

Flucht, Vertreibung und Asyl 1945 / 2015

Sonstiges

 

120 Jahre BayernSPD - Im Dienst von Freiheit und Demokratie Frauen sind in der rechtsextremen Szene keine Seltenheit mehr – sie sind die „nette“ Nachbarin oder betreiben Biolandbau und verkaufen „Deutschen Honig“ und unterwandern so die Gesellschaft mit neonazistischem Gedankengut. Die Ausstellung „Braune Schwestern“ aus Österreich war 2012 erstmals in Niederbayern zu sehen und beschäftigt sich mit der Symbolik, den Liedern und dem Gedankengut der rechtsextremen Frauenszene.