SPD-Klausur in Irsee – Margit Wild: Wir wollen Schulen vor Ort erhalten

Veröffentlicht am 15.01.2014 in Presse

Von Mittwoch, 15. Januar bis Freitag, 17. Januar ist die SPD-Landtagsfraktion in Klausur. Traditionell findet sie im schwäbischen Irsee statt. Als letzte der vier Landtagsfraktionen berät die SPD zu Beginn des Jahres über die künftige politische Strategie und Ausrichtung.

Ein großes Thema bei der Klausur ist der Erhalt der Schulen vor Ort. „Gerade im ländlichen Raum ist eine Schließung einer Mittelschule fatal. Das bedeutet für die Schülerinnen und Schüler meist bereits am frühen Morgen eine Odyssee mit dem Bus“, kritisiert die Regensburger Bildungspolitikerin Margit Wild. Nicht nur gelte es Schulen vor Ort zu erhalten, um jungen Menschen kurze Schulwege zu ermöglichen, sondern gehe es auch darum, Orte durch den Erhalt von Schulen attraktiv für junge Familien zu machen. „Schulen sind auch Strukturpolitik. Wenn wir den ländlichen Raum nicht weiter entwerten wollen, müssen wir die Kommunen attraktiv halten“, meint die Regensburger Abgeordnete.

Die Problematik ist dringend: In ganz Bayern stehen nach einer Berechnung der SPD-Landtagsfraktion bis zum Schuljahr 2019/20 bis zu 149 Mittelschulstandorte vor dem Aus. Für die Oberpfalz gilt kein einziger Schulstandort als stabil und gesichert, 13 Standorte sind bedroht und zehn weitere absolut gefährdet. Gerade an Standorten wir Rötz, Grafenwöhr, Wald oder Michelsneukirchen bedeutet das eine enorme strukturelle Schwächung der gesamten Region. Dies macht sich bereits für das aktuelle Schuljahr konkret bemerkbar: vier Schulen, zwei Mittelschulen und zwei Grundschulen, wurden aufgelöst, an vier weiteren Schulen ruht der Schulbetrieb. An oberpfälzer Grund- und Mittelschulen werden im Vergleich zum vergangenen Jahr 959 Schülerinnen und Schüler weniger beschult, es gibt 41 Klassen weniger.
Die SPD habe hierfür konkrete Lösungsvorschläge: „Wir wollen bestehende Schulgebäude nutzen und in Zusammenarbeit mit Eltern, Schülerinnen und Schülern und Lehrenden eine Lösung und ein pädagogisches Konzept finden“, erklärt Margit Wild.

Zum Erfahrungsaustausch wurde der Baden-Württembergische Kultusminister Andreas Stoch zur Klausur geladen. „Baden-Württemberg ist strukturell mit Bayern vergleichbar, der Austausch mit Andreas Stoch war sehr interessant“, resümierte die Regensburger Abgeordnete. „Im Falle Baden-Württembergs sieht man sehr gut, was zu schaffen ist, wenn die Staatsregierung das Thema ernst nimmt“.

 

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Projekt 2016 - Schuld & Sühne?

„Historischen Themennachmittage" im Labertal

Die intensive Auseinandersetzung mit der Vergangenheit ist wichtig um die Gegenwart zu verstehen und der Zukunft zu vertrauen. Der AK Labertal will fundierte Geschichtsbewältigung unter sozialdemokratischen Gesichtspunkten anbieten Es gibt nichts zu glorifizieren, nichts zu beschönigen und schon gar nichts zu rechtfertigen. Wir wollen aber auch nicht anklagen und verurteilen - keiner von uns kann heute sagen, wie er sich selbst verhalten hätte, in einer anderen Zeit.

- Rückblick -
Der SPD-Arbeitskreis Labertal hat mit dem „Historischen Themennachmittag“ zur Schierlinger Muna am 24. Januar 2010 begonnen, sich mit den Ereignissen vor 65 Jahren genauer zu beschäftigen. Neben dem „Wunder von Schierling“ sollt der Blick auch auf die Todesmärsche durch das Labertal gelenkt werden.

Die Brüder Gandorfer beschäftigten den AK am historischen Datum 7. November 2010 in Pfaffenberg.

Im Spätherbst 2011 wurde mit "Die Engel von Laberweinting" erneut an das Thema "65 Jahre Kriegsende" angeknüpft. 62 tote Kinder in nur wenigen Monaten, so die Bilanz des Entbindungs- und Kinderheims für Fremdländische.

Der letzte „Historische Themennachmittag“„GELINZT - Euthanasie- Opfer aus dem Labertal“ fand am 4. März in Geiselhöring statt. Das Thema wurde mit einer Informationsfahrt am 14. April an den Gedenkort Hartheim bei Linz abgerundet.

Die Dokumentationen zu den Themennachmittagen (oder den Bonhoeffer-Wochen) sind unter www.agentur-labertal.de zu bestellen!

Projekt 2015 - Flucht, Vertreibung und Asyl

Flucht, Vertreibung und Asyl 1945 / 2015

Sonstiges

 

120 Jahre BayernSPD - Im Dienst von Freiheit und Demokratie Frauen sind in der rechtsextremen Szene keine Seltenheit mehr – sie sind die „nette“ Nachbarin oder betreiben Biolandbau und verkaufen „Deutschen Honig“ und unterwandern so die Gesellschaft mit neonazistischem Gedankengut. Die Ausstellung „Braune Schwestern“ aus Österreich war 2012 erstmals in Niederbayern zu sehen und beschäftigt sich mit der Symbolik, den Liedern und dem Gedankengut der rechtsextremen Frauenszene.