Bessere Bildung für alle
© BayernSPD Fachgespräch bestätigt bildungspolitische Forderungen - mehr Bildungschancengleichheit für Bayern durch BAföG
"Anlässlich des öffentlichen Fachgespräches zum Thema "Herausforderungen bei der Umsetzung des Bologna-Prozesses" im Ausschuss für Bildung und Forschung haben die Sachverständigen in ihren Stellungnahmen bestätigt, dass die SPD-Fraktion mit ihrem ,Pakt für Studienqualität und gute Lehre' die richtigen Forderungen stellt, um die Situation der Studierenden an den Hochschulen zu verbessern", freut sich die bildungspolitische Sprecherin der SPD-Landesgruppe Bayern, MdB Marianne Schieder.
Zwar seien in erster Linie die Hochschulen und die Länder in der Pflicht, die neuen Bachelor- und Masterstudiengänge durch eine flexiblere Umsetzung studierbar und berufsqualifizierend zu machen. Daneben müssten aber auch Studienbedingungen, Beratungsangebote und Betreuungsrelationen verbessert werden. Zudem müssten die Studierenden von ihrer sozialen und finanziellen Situation her in der Lage sein, das Studium erfolgreich absolvieren zu können. Dies alles koste Geld. Deshalb fordert die SPD die Bundesbildungsministerin auf, die notwendigen finanziellen Mittel zur Verfügung zu stellen.
"Wir schlagen einen Bund-Länder-Studienpakt vor, bei dem in drei Jahren mindestens drei Milliarden Euro für mehr Personal, eine bessere soziale Infrastruktur und einen Wettbewerb für gute Lehre investiert werden. Der Bund sollte 90 Prozent der Kosten tragen, damit der Pakt schnell realisiert werden kann", so die SPD-Abgeordnete.
Darüber hinaus sei zur weiteren Erhöhung der Bildungschancengleichheit unabdingbar, beim BAföG die Bedarfssätze um mindestens drei Prozent sowie die Freibeträge um zehn Prozent zu erhöhen, um noch mehr Menschen fördern zu können und ihnen ein Studium zu ermöglichen. Damit könne man erheblich mehr bewirken, als mit einem sozial ungerechten Stipendienprogramm für 100.000 privilegierte Studenten, so wie die Bundesregierung es derzeit plane. "Gerade für Bayern, wo die Bildung im Vergleich zu allen anderen Bundesländern am stärksten von der sozialen Herkunft abhängig ist, wäre die Ausweitung des BAföG ein gewinnbringender Schritt", fordert Marianne Schieder.