SPD fordert Akuthilfe für die bayerischen Kommunen

Veröffentlicht am 12.01.2010 in Unterbezirk

SPD-Landesparteitag in Landshut – Sozialdemokraten wollen Kommunalfinanzen in der Krise stützen

Landesparteitag
Der nächste reguläre Parteitag der bayerischen Sozialdemokraten wird im Juli diesen Jahres in Landshut stattfinden, berichtete der Vorsitzende Harald Unfried im Rahmen einer Sitzung der SPD-Bundeswahlkreisorganisation vergangene Woche in Ergolding. Damit sei Landshut erstmals wieder seit 1982 Gastgeber für einen Parteitag der Bayern-SPD. Dass die Wahl im Landesvorstand auf Landshut gefallen sei, beweise angesichts der bevorstehenden OB-Wahlen politische Weitsicht, so auch die SPD-Kreisvorsitzende Ruth Müller.

Kommunalfinanzen
Die Bundeswahlkreisorganisation befasste sich schwerpunktmässig mit dem aktuellen Stand der Kommunalfinanzen. Denn der Wachstumseinbruch beschere den Städten und Gemeinden massive Einnahmeverluste. Gerade bei der Gewerbesteuer seien die Rückgänge teilweise dramatisch, so Unfried. Die höchst schwierige Haushaltssituation werde nun jedoch noch durch das steuerpolitische Sofortprogramm von Union und FDP drastisch verschärft. Es führe allein in diesem Jahr zu Einnahmeverlusten von mindestens 360 Mio Euro im Freistaat und von 126 Mio Euro bei den bayerischen Kommunen. „Jetzt müssen auch die bayerischen Kommunen für die unseriöse Absenkung des Mehrwertsteuersatzes für Beherbergungsleistungen aufkommen, sagte die Landtagsabgeordnete Johanna Werner-Muggendorfer. Für den Nachtragshaushalt 2010 des Freistaats seien nun jedoch noch weitere Kürzungen vorgesehen, die die Kommunen träfen. So solle der kommunale Finanzausgleich 2010 in Bayern um 0,8 % sinken, die reinen Landesleistungen gingen um 51 Mio Euro zurück. Die SPD wolle die kommunalen Finanzen hingegen stärken. Gerade angesichts der angespannten Finanzlage sei jetzt eine Akuthilfe für die bayerischen Kommunen gefordert, brachte Robert Gewies die Forderung der Sozialdemokraten auf den Punkt. Die SPD werde deshalb mit der Forderung nach einer strukturellen Erhöhung der Schlüsselzuweisungen in die Beratungen gehen. So soll etwa die Verbundquote im Jahr 2010 von 12 auf 12,5 Prozent erhöht werden, damit die Verbundmasse um über 122 Mio Euro ansteigen könne. Die Anhebung der Verbundquote sichere den Gemeinden, Städten und Landkreisen dauerhaft einen höheren Anteil am allgemeinen Steuerverbund. Angesichts steigender Fallzahlen sei zudem eine Steigerung des Mittelansatzes für den Sozialhilfeausgleich an die Bezirke auf 660 Mio Euro fiskalisch vertretbar. Statt mit Klientelpolitik und letztlich nicht bezahlbaren Steuersenkungen die Finanzlage zusätzlich zu verschärfen, sei jetzt eine intelligente Haushaltspolitik zugunstend der bayerischen Kommunen gefordert, so abschliessend Robert Gewies.

 

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Projekt 2016 - Schuld & Sühne?

„Historischen Themennachmittage" im Labertal

Die intensive Auseinandersetzung mit der Vergangenheit ist wichtig um die Gegenwart zu verstehen und der Zukunft zu vertrauen. Der AK Labertal will fundierte Geschichtsbewältigung unter sozialdemokratischen Gesichtspunkten anbieten Es gibt nichts zu glorifizieren, nichts zu beschönigen und schon gar nichts zu rechtfertigen. Wir wollen aber auch nicht anklagen und verurteilen - keiner von uns kann heute sagen, wie er sich selbst verhalten hätte, in einer anderen Zeit.

- Rückblick -
Der SPD-Arbeitskreis Labertal hat mit dem „Historischen Themennachmittag“ zur Schierlinger Muna am 24. Januar 2010 begonnen, sich mit den Ereignissen vor 65 Jahren genauer zu beschäftigen. Neben dem „Wunder von Schierling“ sollt der Blick auch auf die Todesmärsche durch das Labertal gelenkt werden.

Die Brüder Gandorfer beschäftigten den AK am historischen Datum 7. November 2010 in Pfaffenberg.

Im Spätherbst 2011 wurde mit "Die Engel von Laberweinting" erneut an das Thema "65 Jahre Kriegsende" angeknüpft. 62 tote Kinder in nur wenigen Monaten, so die Bilanz des Entbindungs- und Kinderheims für Fremdländische.

Der letzte „Historische Themennachmittag“„GELINZT - Euthanasie- Opfer aus dem Labertal“ fand am 4. März in Geiselhöring statt. Das Thema wurde mit einer Informationsfahrt am 14. April an den Gedenkort Hartheim bei Linz abgerundet.

Die Dokumentationen zu den Themennachmittagen (oder den Bonhoeffer-Wochen) sind unter www.agentur-labertal.de zu bestellen!

Projekt 2015 - Flucht, Vertreibung und Asyl

Flucht, Vertreibung und Asyl 1945 / 2015

Sonstiges

 

120 Jahre BayernSPD - Im Dienst von Freiheit und Demokratie Frauen sind in der rechtsextremen Szene keine Seltenheit mehr – sie sind die „nette“ Nachbarin oder betreiben Biolandbau und verkaufen „Deutschen Honig“ und unterwandern so die Gesellschaft mit neonazistischem Gedankengut. Die Ausstellung „Braune Schwestern“ aus Österreich war 2012 erstmals in Niederbayern zu sehen und beschäftigt sich mit der Symbolik, den Liedern und dem Gedankengut der rechtsextremen Frauenszene.