Sommerfest der Geiselhöringer SPD

Veröffentlicht am 25.09.2012 in Veranstaltungen

Polit-Talk beim Sommerfest der Geiselhöringer SPD mit Johanna Uekermann (Mitte), Ruth Müller (re), MdL Reinhold Perlak (2.v.li), Heinz Uekermann (li) und Peter Stranninger (2.v.re.)

„Für uns ist das Votum der Wähler entscheidend“
Kandidaten-Vorstellung beim Sommerfest - Müller statt Ypsilanti

Geiselhöring (pas): Am vergangen Samstag lud die Geiselhöringer SPD zum traditionellen Sommerfest ins Vereinsheim nach Hirschling ein. Ortsvorsitzender Johannes Faden und sein Vorstandsteam hatten den Besuchern einiges zu bieten: Neben Kaffee und Kuchen gab es Spanferkel zur Kopfpauschale und eine unterhaltsame Tombola. Auch die Politik kam dieses Jahr beim Sommerfest nicht zu kurz. Die designierten Kandidaten zur Bundestags-, Landtags- und Bezirkstagswahl 2013 aus dem Unterbezirk Straubing, Johanna Uekermann, Peter Stranninger und Heinz Uekermann, stellten sich den Besuchern vor. Statt dem erwarteten Ehrengast Andrea Ypsilanti, die wegen Krankheit kurzfristig absagen musste, ergänzte die Landshuter Kreisvorsitzende Ruth Müller, ebenfalls designierte Kandidatin zur Landtagswahl im Stimmkreis Landshut, den Politikerreigen.

Ein reichhaltiges Kuchen- und Tortenbuffet erwartete die Besucher zum Start des Sommerfestes der Geiselhöringer SPD im Vereinsheim am Hirschlinger Sportplatz. Ortsvereinsvorsitzender Johannes Faden bedankte sich während des Festes bei Ortssprecher und „Hausherrn“ Josef Feiertag für die Überlassung der Örtlichkeit, die, wie bereits 2011, dem traditionellen Sommerfest einen perfekten Rahmen bot. Bis zum Abendessen trafen mehr und mehr Mitglieder und Freunde der Geiselhöringer SPD ein und auch aus den Nachbar-Ortsvereinen Hainsbach, Mallersdorf-Pfaffenberg, Schierling, Ergoldsbach, Pfeffenhausen und Strasskirchen kamen Genossinnen und Genossen zum Fest. Alle freuten sich auf das gebratene Spanferkel, dass seit Jahren zum Kopfpauschale-Preis angeboten wird. Eine moderierte Tombola sorgte für die nötige Unterhaltung.

Bewerber um die Kandidaturen zur Bundestags-, Landtags- und Bezirkstagswahl 2013
Schließlich erreichte das diesjährigen SPD-Sommerfest seinen Höhepunkt und der Straubinger Landtagsabgeordnete Reinhold Perlak stellte die designierten Kandidaten des Stimmkreises Straubing zur Wahl 2013 vor. Um das Bundestagsmandat für den Stimmkreis Straubing-Regen möchte sich Johanna Uekermann aus Mitterfels bewerben. Uekermann ist seit zehn Jahren Mitglied der SPD und stellvertretende Bundesvorsitzende der Jusos. Sie konnte sich bereits weitreichende politische Erfahrungen aneignen und ist sowohl im kommunalen, regionalen als auch überregionalen Politikgeschäft seit langem zuhause. Sie bat bei den Anwesenden Ortsvereinen und deren delegierten um Unterstützung bei der anstehenden Kandidatennominierung am kommenden Samstag. Reinhold Perlak, der zur kommenden Landtagswahl nicht mehr antritt, empfahl für seine Nachfolge den Straubinger Stadtrat Peter Stranninger. Stranninger, SPD-Stadtverbandsvorsitzender und stellv. Vorsitzender der NiederbayernSPD, ist ein ausgewiesener Kommunal- und Sozialpolitiker, und kann sich aufgrund der langjährigen Zusammenarbeit im Stadtrat und dem vielfältigen sozialen Engagement die Unterstützung aller SPD-Gremien in Stadt und Landkreis sicher sein. Für die Bezirkstagskandidatur bewirbt sich Heinz Uekermann. Ein „alter Hase“ im politischen Geschäft und derzeitiger SPD-Kreis- und Unterbezirksvorsitzender. Als langjähriger Fraktionsvorsitzender im Kreistag weis Heinz Uekermann um die Sorgen und Probleme der Kommunen und sozialen Einrichtungen in der Region. Die Nominierung für die Landtags- und Bezirkstagskandidatur erfolgt am 13. Oktober.

Müller statt Ypsilanti
Zur Überraschung der gespannten Gäste musste Ortsvorsitzender Johannes Faden den erwarteten Ehrengast, die hessische Landtagsabgeordnete Andrea Ypsilanti, entschuldigen. Ypsilanti musste sich wegen Krankheit kurzfristig abmelden und Reinhold Perlak berief spontan die anwesende Landshuter Kreisvorsitzende Ruth Müller in die Diskussionsrunde. Müller bewirbt sich in ihrem Stimmkreis um die Kandidatur zur Landtagswahl und konnte so den Bewerberreigen perfekt ergänzen. Durch ihre Arbeit im Arbeitskreis Labertal ist Ruth Müller in Geiselhöring keine Unbekannte und schnell wurde deutlich, dass die beiden designierten Kandidaten und Stimmkreisnachbarn, Ruth Müller und Peter Stranninger, in Sachen Persönlichkeit und politischem Themenspektrum gut miteinander harmonieren. Gerade in Sachen Bildung können beide aus eigener Erfahrung – Stranningers Tochter geht in die 2. Klasse, Müllers Sohn in die 6. Klasse Gymnasium – die Defizite des bayerischen Schulsystems detailliert benennen und die sozialdemokratischen Alternativen mit Überzeugung vertreten. Auch bei der Kommunalpolitik ergänzen sich Müller und Stranninger sehr gut. Als Kreisrätin bzw. Stadtrat können beide auf langjährige Erfahrungen zurückgreifen und kennen die Sorgen und Nöte der kommunalen Daseinsvorsorge – u.a. dem Spezialgebiet auf dem sich der Straubinger Abgeordnete Reinhold Perlak in München einen Namen machen und den Stimmkreis Straubing entsprechend vertreten konnte. Gerade ihm liege es am Herzen, dass das Landtagsmandat für die SPD und damit die Menschen in Stadt und Land verteidigt werden kann und die „Christianisierung Bayerns“ auch in unserer Region ihren Nachhall finde, so Reinhold Perlak.

Generationengerechtigkeit und soziale Sicherheit
Obwohl gerade erst 25 Jahre alt geworden, ist Johanna Uekermann auf dem Gebiet der Arbeitnehmerrechte und der Generationengerechtigkeit fit und vertritt die sozialdemokratischen Positionen mit Nachdruck. Insbesondere für Niederbayern, die „ewige Aufsteigerregion“ ist dies wichtig. Geringes Lohnniveau in der Vergangenheit und auch in der Gegenwart, fehlende Beschäftigungsverhältnisse zu einem fairen Lohn gerade für Frauen machten das Leben nicht einfach und sorgten für absehbare Altersarmut, so ihre Prognose. Sinkende Rentenansprüche würden hier die soziale Not der Älteren weiter vergrößern, befürchtet Uekermann. Sie machte unmissverständlich deutlich, dass auch die Jugend an der Einhaltung des Generationenvertrages zur Sicherung der Rentenansprüche der Älteren festhalten wollen.

Die Arbeit des Bezirkstages betrifft vor allem Kultur und Soziales. Viele überregionale Einrichtung zur Versorgung Kranker und Behinderter fallen in den seinen Aufgabenbereich. Die Region Straubing ist im Bezirkstag bisher durch die SPD nicht vertreten. Deshalb hat es sich Heinz Uekermann zum Ziel gesetzt, sozialdemokratische Werte zum Nutzen der Menschen in der Region dort zu verankern. Er wirft dafür seine langjährige Erfahrung in die Waagschale. „Wir bewerben wir uns bei den Wählern um deren Unterstützung und wollen mit unseren politischen Zielen überzeugen - im Gegensatz zur CSU, die, derzeit für alle offen ersichtlich, um die zu vergebenden Posten richtiggehend schachert. Für uns ist das Votum der Wähler entscheidend, nicht die Postenzuweisung durch die Partei – ein Bewies für die Arroganz der Macht“, bekräftigte Heinz Uekermann in seinem Schlusswort und bedankte sich für das Interesse der Anwesenden an der politischen Weichenstellung im kommenden Jahr.

Nächste Veranstaltung der Geiselhöringer SPD:
Der Rote Herbst zum Thema „Sonntagsallianz“ mit der stellv. Bezirksvorsitzenden von ver.di, Monika Linsmeier und Kirchenvertretern am 2. Oktober um 19.30 Uhr in der Max-Hütte in Geiselhöring.

 

  

Projekt 2016 - Schuld & Sühne?

„Historischen Themennachmittage" im Labertal

Die intensive Auseinandersetzung mit der Vergangenheit ist wichtig um die Gegenwart zu verstehen und der Zukunft zu vertrauen. Der AK Labertal will fundierte Geschichtsbewältigung unter sozialdemokratischen Gesichtspunkten anbieten Es gibt nichts zu glorifizieren, nichts zu beschönigen und schon gar nichts zu rechtfertigen. Wir wollen aber auch nicht anklagen und verurteilen - keiner von uns kann heute sagen, wie er sich selbst verhalten hätte, in einer anderen Zeit.

- Rückblick -
Der SPD-Arbeitskreis Labertal hat mit dem „Historischen Themennachmittag“ zur Schierlinger Muna am 24. Januar 2010 begonnen, sich mit den Ereignissen vor 65 Jahren genauer zu beschäftigen. Neben dem „Wunder von Schierling“ sollt der Blick auch auf die Todesmärsche durch das Labertal gelenkt werden.

Die Brüder Gandorfer beschäftigten den AK am historischen Datum 7. November 2010 in Pfaffenberg.

Im Spätherbst 2011 wurde mit "Die Engel von Laberweinting" erneut an das Thema "65 Jahre Kriegsende" angeknüpft. 62 tote Kinder in nur wenigen Monaten, so die Bilanz des Entbindungs- und Kinderheims für Fremdländische.

Der letzte „Historische Themennachmittag“„GELINZT - Euthanasie- Opfer aus dem Labertal“ fand am 4. März in Geiselhöring statt. Das Thema wurde mit einer Informationsfahrt am 14. April an den Gedenkort Hartheim bei Linz abgerundet.

Die Dokumentationen zu den Themennachmittagen (oder den Bonhoeffer-Wochen) sind unter www.agentur-labertal.de zu bestellen!

Projekt 2015 - Flucht, Vertreibung und Asyl

Flucht, Vertreibung und Asyl 1945 / 2015

Sonstiges

 

120 Jahre BayernSPD - Im Dienst von Freiheit und Demokratie Frauen sind in der rechtsextremen Szene keine Seltenheit mehr – sie sind die „nette“ Nachbarin oder betreiben Biolandbau und verkaufen „Deutschen Honig“ und unterwandern so die Gesellschaft mit neonazistischem Gedankengut. Die Ausstellung „Braune Schwestern“ aus Österreich war 2012 erstmals in Niederbayern zu sehen und beschäftigt sich mit der Symbolik, den Liedern und dem Gedankengut der rechtsextremen Frauenszene.