Die Jusos Oberpfalz erklären sich solidarisch mit den streikenden AsylbewerberInnen im Regensburger Dom. Die JungsozialistInnen setzen sich seit Jahren für ein menschenwürdiges Asylrecht ein. „Wir sind mit den jüngsten Entscheidungen des Bundestags zur Ausweitung der sogenannten ‚sicheren Herkunftsstaaten‘ nicht einverstanden. Das Menschenrecht auf Asyl wird damit ausgehöhlt“, verdeutlicht die Juso-Bezirksvorsitzende Carolin Wagner.
„In vielen südosteuropäischen Staaten leben insbesondere Sinti und Roma unter katastrophalen Bedingungen. Sie werden systematisch diskriminiert, indem ihnen etwa der Zugang zum Bildungs-, Arbeits- und Gesundheitssystem erschwert wird. Sie leben in zugemüllten Slums ohne Hoffnung auf ein Leben in Würde“, so Wagner weiter. Die Jusos Oberpfalz wissen: Auch homosexuelle Menschen werden in vielen dieser Länder massiv diskriminiert. In Mazedonien kam es beispielsweise immer wieder zu homophoben Übergriffen und Attacken gegen LGBTI-Einrichtungen sowie zu homophober Hetze durch die dortigen Medien und sogar durch mazedonische Politiker. „Den Menschen aus diesen Ländern muss eine individuelle Prüfung ihres Asylantrags zustehen. Die Aktion im Dom zeigt deutlich, wie verzweifelt diese Menschen sind. Wir fordern einen Kurswechsel in der deutschen Asylpolitik und erklären uns mit den AsylbewerberInnen im Regensburger Dom hiermit solidarisch“, stimmt auch der stellvertretende Vorsitzende der Jusos Oberpfalz, Peter Strahl, zu.