Schwarz-Gelb ist beratungsresistent

Veröffentlicht am 19.06.2010 in Bildung

MdB Marianne Schieder

MdB Marianne Schieder kritisiert nationales Stipendienprogramm

Dinge, die die Welt nicht braucht. So kann man die Liste der Vorhaben überschreiben, die von der schwarz-gelben Regierungskoalition bisher auf den Weg gebracht wurden. Dazu zählt auch das aktuell verabschiedete Stipendienprogramm“, kommentiert die bildungspolitische Sprecherin der SPD-Landesgruppe Bayern, Marianne Schieder. Zahlreiche Experten hätten nicht nur in der Anhörung des Bundestages das Vorhaben massiv kritisiert.

Die SPD steht nicht alleine da, wenn sie der Regierungskoalition vorwirft, mit dem Programm ein Verwaltungsmonster zu schaffen. Dieses muss zu 100 Prozent von den Hochschulen getragen werden. Darüber hinaus werden mit dem Gesetz Ziele festgeschrieben, bei denen sogar Befürworter davon ausgehen, dass sie nie zu erreichen sind.

So sollen mit dem nationalen Stipendienprogramm acht Prozent aller Studierenden gefördert werden. Dafür sind rund 300 Millionen Euro an privaten Mitteln notwendig. Seit Jahren stagniert die Summe privater Gelder für Hochschulen bei 400 Millionen. „Bisher konnte keiner aus der Regierungskoalition die Frage beantworten, woher die Hochschulen die Mittel für das Stipendienprogramm tatsächlich einwerben können“, kritisiert die SPD-Abgeordnete.

Aus der Fachwelt sei außerdem massiv kritisiert worden, dass es insbesondere in strukturschwachen Regionen zu starken Benachteiligungen für Hochschulen kommen werde. Als besonders empörend empfindet sie, dass CDU/CSU und FDP keinen der Einwände aus den umfangreichen Gesetzesberatungen im Bundestag aufgegriffen hätte. „Keine einzige Expertenempfehlung wurde berücksichtigt. Entweder ist Schwarz-gelb wirklich so Beratungsresistent oder sie hoffen darauf, dass das Gesetz im Bundesrat vor die Wand fährt und nie Wirklichkeit wird.“ Dies könne durchaus passieren, da der Bundesrat bereits beschlossen hat, dem Gesetz nur zuzustimmen, wenn die Finanzierung geklärt sei. Beim Bildungsgipfel in der vergangenen Woche gab es dazu jedenfalls keine Lösung.

Da helfe es auch nicht, wenn die Union an die Verantwortung der Bundesländer appelliere. „Vielmehr sind solche Appelle unverschämt, nachdem die Bundesregierung in den letzten Monaten die Finanzkraft der Länder zu Gunsten von Schenkungen an Hoteliers und andere Günstlinge massiv geschwächt hat“, so die SPD-Abgeordnete. Inzwischen habe sie auch die Hoffnung aufgegeben, dass von der schwarz-gelben Koalition jemals ein akzeptabler Vorschlag käme.

 

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Projekt 2016 - Schuld & Sühne?

„Historischen Themennachmittage" im Labertal

Die intensive Auseinandersetzung mit der Vergangenheit ist wichtig um die Gegenwart zu verstehen und der Zukunft zu vertrauen. Der AK Labertal will fundierte Geschichtsbewältigung unter sozialdemokratischen Gesichtspunkten anbieten Es gibt nichts zu glorifizieren, nichts zu beschönigen und schon gar nichts zu rechtfertigen. Wir wollen aber auch nicht anklagen und verurteilen - keiner von uns kann heute sagen, wie er sich selbst verhalten hätte, in einer anderen Zeit.

- Rückblick -
Der SPD-Arbeitskreis Labertal hat mit dem „Historischen Themennachmittag“ zur Schierlinger Muna am 24. Januar 2010 begonnen, sich mit den Ereignissen vor 65 Jahren genauer zu beschäftigen. Neben dem „Wunder von Schierling“ sollt der Blick auch auf die Todesmärsche durch das Labertal gelenkt werden.

Die Brüder Gandorfer beschäftigten den AK am historischen Datum 7. November 2010 in Pfaffenberg.

Im Spätherbst 2011 wurde mit "Die Engel von Laberweinting" erneut an das Thema "65 Jahre Kriegsende" angeknüpft. 62 tote Kinder in nur wenigen Monaten, so die Bilanz des Entbindungs- und Kinderheims für Fremdländische.

Der letzte „Historische Themennachmittag“„GELINZT - Euthanasie- Opfer aus dem Labertal“ fand am 4. März in Geiselhöring statt. Das Thema wurde mit einer Informationsfahrt am 14. April an den Gedenkort Hartheim bei Linz abgerundet.

Die Dokumentationen zu den Themennachmittagen (oder den Bonhoeffer-Wochen) sind unter www.agentur-labertal.de zu bestellen!

Projekt 2015 - Flucht, Vertreibung und Asyl

Flucht, Vertreibung und Asyl 1945 / 2015

Sonstiges

 

120 Jahre BayernSPD - Im Dienst von Freiheit und Demokratie Frauen sind in der rechtsextremen Szene keine Seltenheit mehr – sie sind die „nette“ Nachbarin oder betreiben Biolandbau und verkaufen „Deutschen Honig“ und unterwandern so die Gesellschaft mit neonazistischem Gedankengut. Die Ausstellung „Braune Schwestern“ aus Österreich war 2012 erstmals in Niederbayern zu sehen und beschäftigt sich mit der Symbolik, den Liedern und dem Gedankengut der rechtsextremen Frauenszene.