„Runder Tisch“ soll kommen

Veröffentlicht am 04.07.2014 in Kreistagsfraktion

SPD-Fraktion: Herausforderungen jugendlicher Flüchtlinge annehmen

Im Anschluss an die erste Sitzung des Wirtschaftsausschusses tagte die SPD-Kreistagsfraktion, um aktuelle Themen der Landkreispolitik zu diskutieren.

Filiz Cetin berichtete über den Beschluss des neuen Ausschusses, sich am LEADER-Programm zu beteiligen. „Endlich ist der Landkreis Landshut in dieser Beziehung kein „weißer Fleck“ mehr und unsere Kommunen können mit innovativen Projekten von der europäischen Förderung profitieren“, stellte Christel Engelhard fest. Erfreulich sei außerdem, dass der Antrag der SPD auf Einführung einer Ehrenamtskarte, der in der letzten Amtsperiode noch abgelehnt wurde, nun doch – wenn auch leicht verändert – auf den Weg gebracht werde. Das bayerische Sozialministerium stellt Finanzmittel zur Verfügung, um das Ehrenamt flächendeckend in Bayern zu fördern.

Breiten Raum nahm die Diskussion über die zu erwartenden Asylbewerber, Kontingentflüchtlinge und vor allem minderjährige unbegleitete Flüchtlinge ein. Derzeit sind in Niederbayern über 3 000 Personen untergebracht, informierte die Fraktionsvorsitzende Ruth Müller. Allerdings wird in den nächsten Monaten mit einem deutlichen Anstieg gerechnet.

Gerade für die unbegleiteten minderjährigen Flüchtlinge müssen besondere Vorkehrungen getroffen werden, da hier die Gesellschaft auch eine Fürsorgepflicht habe. Die UN-Kinderrechtskonvention sieht vor, dass die Jugendlichen in Jugendhilfeeinrichtungen unterzubringen seien, informierte Müller. Derzeit stehen in Niederbayern lediglich 23 Plätze zur Verfügung – Oberbayern bietet dagegen Unterkunft für 400 Minderjährige. Die Kommunen können dieses Problem auf Dauer nicht alleine lösen. Andererseits müsse den jungen Menschen, die wohl auf lange Sicht in unserem Land leben werden, eine Perspektive gegeben werden, einen Bildungsabschluss zu erlangen und eine Ausbildung zu machen, um die Integration zu fördern. Große Städte wie München und Nürnberg haben sich dieses Problems schon längst angenommen und auch der Landkreis Landshut wird hier aktiv werden müssen. Die Fachkompetenz, die bei der Bewältigung dieser Zukunftsaufgabe vonnöten ist, erfordert eine gute Vernetzung der handelnden Akteure.

Deshalb beschloss die SPD-Fraktion, einen Antrag auf Errichtung eines Runden Tisches zu stellen. Hier sollen Vertreter des Landratsamts, des Jugendamts, Experten aus der Regierung von Niederbayern, die Vertreter des Staatlichen Schulamts, Vertreter des Sozialministeriums und Vertreter der Träger der freien Wohlfahrtspflege mitwirken, damit der wirtschaftlich starke Landkreis Landshut auch ein „sozial starker“ Landkreis wird.

 

Homepage SPD Landkreis Landshut

  

Projekt 2016 - Schuld & Sühne?

„Historischen Themennachmittage" im Labertal

Die intensive Auseinandersetzung mit der Vergangenheit ist wichtig um die Gegenwart zu verstehen und der Zukunft zu vertrauen. Der AK Labertal will fundierte Geschichtsbewältigung unter sozialdemokratischen Gesichtspunkten anbieten Es gibt nichts zu glorifizieren, nichts zu beschönigen und schon gar nichts zu rechtfertigen. Wir wollen aber auch nicht anklagen und verurteilen - keiner von uns kann heute sagen, wie er sich selbst verhalten hätte, in einer anderen Zeit.

- Rückblick -
Der SPD-Arbeitskreis Labertal hat mit dem „Historischen Themennachmittag“ zur Schierlinger Muna am 24. Januar 2010 begonnen, sich mit den Ereignissen vor 65 Jahren genauer zu beschäftigen. Neben dem „Wunder von Schierling“ sollt der Blick auch auf die Todesmärsche durch das Labertal gelenkt werden.

Die Brüder Gandorfer beschäftigten den AK am historischen Datum 7. November 2010 in Pfaffenberg.

Im Spätherbst 2011 wurde mit "Die Engel von Laberweinting" erneut an das Thema "65 Jahre Kriegsende" angeknüpft. 62 tote Kinder in nur wenigen Monaten, so die Bilanz des Entbindungs- und Kinderheims für Fremdländische.

Der letzte „Historische Themennachmittag“„GELINZT - Euthanasie- Opfer aus dem Labertal“ fand am 4. März in Geiselhöring statt. Das Thema wurde mit einer Informationsfahrt am 14. April an den Gedenkort Hartheim bei Linz abgerundet.

Die Dokumentationen zu den Themennachmittagen (oder den Bonhoeffer-Wochen) sind unter www.agentur-labertal.de zu bestellen!

Projekt 2015 - Flucht, Vertreibung und Asyl

Flucht, Vertreibung und Asyl 1945 / 2015

Sonstiges

 

120 Jahre BayernSPD - Im Dienst von Freiheit und Demokratie Frauen sind in der rechtsextremen Szene keine Seltenheit mehr – sie sind die „nette“ Nachbarin oder betreiben Biolandbau und verkaufen „Deutschen Honig“ und unterwandern so die Gesellschaft mit neonazistischem Gedankengut. Die Ausstellung „Braune Schwestern“ aus Österreich war 2012 erstmals in Niederbayern zu sehen und beschäftigt sich mit der Symbolik, den Liedern und dem Gedankengut der rechtsextremen Frauenszene.