Rechtsextremismus bekämpfen

Veröffentlicht am 07.10.2009 in AntiFa/Migration

Beim Rundgang durch die Ausstellung

Ausstellung der Friedrich-Ebert-Stiftung an der Realschule Neufahrn

Eine speziell für Jugendliche gestaltete Ausstellung der Friedrich-Ebert-Stiftung weist auf 15 Ausstellungstafeln auf die Gefahren hin, die vom Rechtsextremismus für Demokratie und Menschenrechte ausgehen udn informiert über die verschiedenen Facetten des Rechtsextremismus. Ein besonderer Fokus der Ausstellung liegt darauf, aufzuzeigen, wie man sich gegen Rassismus und Gewalt und für Demokratie und Menschlichkeit einsetzen kann. Am Montag wurde die Ausstellung an der Realschule eröffnet, die von der Landshuter Kreisvorsitzenden Ruth Müller für den SPD-Arbeitskreis Labertal für 4 Wochen ins Labertal geholt wurde und vom SPD-Ortsverein Neufahrn mit Bernd Zauner, Peter Forstner und Adolf Biberger an die Realschule vermittelt wurde.
Interessierte Zuhörer dieser Veranstaltung waren die Schüler der 9. und 10. Jahrgangsstufe. Als musikalische Eröffnung sang die Chorklasse 6c unter Leitung von Wolfgang Steidl die Europahymne.
Detlef Staude, Vertreter der Friedrich-Ebert-Stiftung, gab zu Beginn einen kurzen Einblick in die Geschichte der Ausstellung. Das Hauptreferat über die Gefahren von Rechtsextremismus in Bayern hielt an diesem Vormittag Dr. Andreas Angersdorfer von der Universität Regensburg. Er versuchte in seinem Vortrag, die Schüler für diese Gefahren von Rechts zu sensibilisieren. Zu Beginn erläuterte er den Aufbau und die Strukturen von rechtsradikalen Gruppierungen. Mit Hinweisen auf teilweise unbekannte Symbole versuchte er, die Machenschaften dieser Organisationen zu enttarnen. Von rechten Bands, Liedern udn Interauftritten bis hin zu Autokennzeichen stellte Dr. Angersdorfer dar, wie weit dieses Gedankengut auch in Bayern verbreitet ist. Besonders gefährlich für Jugendliche sind so genannte "Jugendhilfe-Institute". Hier werden die Schüler bei ihren aktuellen Problemen, wie Lehrstellensuche, Vorbereitungsseminare für Bewerbungsgespräche oder Suchtberatung "abgeholt". Dr. Angersdorfer ermahnte abschließend die jugendlichen Zuhörer wachsam zu sein und nicht auf die rechtsradikale Propaganda hereinzufallen.
Die Ausstellung ist im Erdgeschoss der Realschule bis zum 9. Oktober täglich von 8.00 bis 17.00 Uhr für interessierte Bürger geöffnet.

 

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Projekt 2016 - Schuld & Sühne?

„Historischen Themennachmittage" im Labertal

Die intensive Auseinandersetzung mit der Vergangenheit ist wichtig um die Gegenwart zu verstehen und der Zukunft zu vertrauen. Der AK Labertal will fundierte Geschichtsbewältigung unter sozialdemokratischen Gesichtspunkten anbieten Es gibt nichts zu glorifizieren, nichts zu beschönigen und schon gar nichts zu rechtfertigen. Wir wollen aber auch nicht anklagen und verurteilen - keiner von uns kann heute sagen, wie er sich selbst verhalten hätte, in einer anderen Zeit.

- Rückblick -
Der SPD-Arbeitskreis Labertal hat mit dem „Historischen Themennachmittag“ zur Schierlinger Muna am 24. Januar 2010 begonnen, sich mit den Ereignissen vor 65 Jahren genauer zu beschäftigen. Neben dem „Wunder von Schierling“ sollt der Blick auch auf die Todesmärsche durch das Labertal gelenkt werden.

Die Brüder Gandorfer beschäftigten den AK am historischen Datum 7. November 2010 in Pfaffenberg.

Im Spätherbst 2011 wurde mit "Die Engel von Laberweinting" erneut an das Thema "65 Jahre Kriegsende" angeknüpft. 62 tote Kinder in nur wenigen Monaten, so die Bilanz des Entbindungs- und Kinderheims für Fremdländische.

Der letzte „Historische Themennachmittag“„GELINZT - Euthanasie- Opfer aus dem Labertal“ fand am 4. März in Geiselhöring statt. Das Thema wurde mit einer Informationsfahrt am 14. April an den Gedenkort Hartheim bei Linz abgerundet.

Die Dokumentationen zu den Themennachmittagen (oder den Bonhoeffer-Wochen) sind unter www.agentur-labertal.de zu bestellen!

Projekt 2015 - Flucht, Vertreibung und Asyl

Flucht, Vertreibung und Asyl 1945 / 2015

Sonstiges

 

120 Jahre BayernSPD - Im Dienst von Freiheit und Demokratie Frauen sind in der rechtsextremen Szene keine Seltenheit mehr – sie sind die „nette“ Nachbarin oder betreiben Biolandbau und verkaufen „Deutschen Honig“ und unterwandern so die Gesellschaft mit neonazistischem Gedankengut. Die Ausstellung „Braune Schwestern“ aus Österreich war 2012 erstmals in Niederbayern zu sehen und beschäftigt sich mit der Symbolik, den Liedern und dem Gedankengut der rechtsextremen Frauenszene.