Radwege ein Gewinn für den Landkreis

Veröffentlicht am 14.06.2012 in Kreisvorstand

Veldens Bgm. Gerhard Babl (2. v. l.) präsentiert den gelungen gestalteten Ortseingang am Vilstalradweg

Landkreis-SPD für bessere Vermarktung des Netzes – Rückendeckung für Fraktion „Der Radtourismus wird immer beliebter und wir sollten alles dafür tun, den Strom der Pedalritter stärker in unseren Landkreis zu locken.“ Dies stellte der Veldener Bürgermeister Gerhard Babl bei einem Ortstermin des SPD-Kreisvorstandes am Vilstalradweg fest. Die bis auf einen kurzen Lückenschluss nunmehr fertiggestellte Radwegverbindung aus dem Großraum München bis Vilshofen mit ihrem Anschluss in das viel befahrene Donautal und bis nach Wien oder Budapest müsse allerdings für Fremde optimal ausgeschildert und besser vermarktet werden.

Babl dankte in diesem Zusammenhang Johann Sarcher, dem Zweiten Bürgermeister der Stadt Vilsbiburg für seinen Einsatz. Das Vilstal mit seinen Abzweigungen über Eberspoint in das Bina- und Rottal biete in unberührter Natur ideale Möglichkeiten der Fortbewegung, die dazu noch umweltfreundlich sei.

Stellvertretende Landrätin Christel Engelhard lobt bei dieser Gelegenheit den Markt Velden, von dem am Ende der ehemaligen Bahnstrecke der ideale Willkommensgruß für durchreisende Radler geschaffen worden sei. Eine Tafel weise auf Sehenswürdigkeiten und Einkehrmöglichkeiten hin und der Waggon an gleicher Stelle biete sich gleich zur gemütlichen Rast an. So solle in allen größeren Orten der Tourist quasi an die Hand genommen werden und sich dazu angeregt fühlen etwas zu verweilen. Dabei dürfe man den wirtschaftlichen Nutzen für den Mittelstand und die Kommunen nicht unterschätzen. So sei es auch notwendig, in vertretbarem Umfang in die Werbung für den nun bald vollendeten Fernradweg zu investieren.

In der anschließenden Sitzung des Kreisvorstandes blieb eine Diskussion über die Frage der Unterbringung von Asylbewerbern nicht aus. Dabei erfuhr die SPD-Kreistagsfraktion von der Vorstandschaft volle Rückendeckung für ihre Linie, die der stellvertretende Kreisvorsitzende Josef Kollmannsberger mit dem Begriff „Hart aber fair“ umschrieb. Bürgermeister Franz Göbl stellte klar, für einen Landrat gelte wie für jeden Bürger zunächst die Unschuldsvermutung. Die Fraktion habe mit einem umfassenden Fragenkatalog versucht, Licht in die noch immer reichlich unklaren Vorgänge zu bringen. Bevor man dazu keine Auskunft in Händen habe, halte man weitere Schritte nicht für sinnvoll. Die behalte man sich vor, wenn die Antworten nicht oder nicht befriedigend ausfielen. Die Kreisräte wurden vom Vorstand ermuntert, die Auskünfte des Landratsamtes und der Regierung von Niederbayern sehr genau zu prüfen.

Auch bei der SPD werfen die anstehenden Wahlen zum Landtag und zum Bundestag ihre Schatten voraus. Ergoldsbachs Zweiter Bürgermeister Sebastian Hutzenthaler bekräftigte den Anspruch, der Raum Landshut müsse ab dem kommenden Jahr wieder mit einem SPD-Mitglied in einem Parlament vertretend sein. Diesem Ziel hätten sich alle anderen Überlegungen unterzuordnen; es dürfe keine Denkverbote geben. Sowohl Bezirk als auch Landesverband seien aufgefordert, durch die Vergabe der entsprechenden Listenplätze diese Notwendigkeit zu akzeptieren. Die regionalen Parteiorganisationen müssten jedoch durch besonderen Einsatz zum Gelingen des Projektes beitragen.

 

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Projekt 2016 - Schuld & Sühne?

„Historischen Themennachmittage" im Labertal

Die intensive Auseinandersetzung mit der Vergangenheit ist wichtig um die Gegenwart zu verstehen und der Zukunft zu vertrauen. Der AK Labertal will fundierte Geschichtsbewältigung unter sozialdemokratischen Gesichtspunkten anbieten Es gibt nichts zu glorifizieren, nichts zu beschönigen und schon gar nichts zu rechtfertigen. Wir wollen aber auch nicht anklagen und verurteilen - keiner von uns kann heute sagen, wie er sich selbst verhalten hätte, in einer anderen Zeit.

- Rückblick -
Der SPD-Arbeitskreis Labertal hat mit dem „Historischen Themennachmittag“ zur Schierlinger Muna am 24. Januar 2010 begonnen, sich mit den Ereignissen vor 65 Jahren genauer zu beschäftigen. Neben dem „Wunder von Schierling“ sollt der Blick auch auf die Todesmärsche durch das Labertal gelenkt werden.

Die Brüder Gandorfer beschäftigten den AK am historischen Datum 7. November 2010 in Pfaffenberg.

Im Spätherbst 2011 wurde mit "Die Engel von Laberweinting" erneut an das Thema "65 Jahre Kriegsende" angeknüpft. 62 tote Kinder in nur wenigen Monaten, so die Bilanz des Entbindungs- und Kinderheims für Fremdländische.

Der letzte „Historische Themennachmittag“„GELINZT - Euthanasie- Opfer aus dem Labertal“ fand am 4. März in Geiselhöring statt. Das Thema wurde mit einer Informationsfahrt am 14. April an den Gedenkort Hartheim bei Linz abgerundet.

Die Dokumentationen zu den Themennachmittagen (oder den Bonhoeffer-Wochen) sind unter www.agentur-labertal.de zu bestellen!

Projekt 2015 - Flucht, Vertreibung und Asyl

Flucht, Vertreibung und Asyl 1945 / 2015

Sonstiges

 

120 Jahre BayernSPD - Im Dienst von Freiheit und Demokratie Frauen sind in der rechtsextremen Szene keine Seltenheit mehr – sie sind die „nette“ Nachbarin oder betreiben Biolandbau und verkaufen „Deutschen Honig“ und unterwandern so die Gesellschaft mit neonazistischem Gedankengut. Die Ausstellung „Braune Schwestern“ aus Österreich war 2012 erstmals in Niederbayern zu sehen und beschäftigt sich mit der Symbolik, den Liedern und dem Gedankengut der rechtsextremen Frauenszene.