MdB Werner Schieder: "Bundesregierung versagt bei den Verhandlungen"
Der Verordnungsentwurf der EU-Kommission für den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) in der Förderperiode 2014-2020 gibt MdB Werner Schieder weiter Anlass zur Sorge. In einem Schreiben an Bundeswirtschaftsminister Rösler vom 20.04.2012 forderte MdB Werner Schieder daher von der Bundesregierung, dass sie sich in Brüssel gegen Verschlechterungen der Förderbedingungen wehrt.
Konkret befürchtet der SPD-Bundestagsabgeordnete erhebliche Probleme für strukturschwächere Regionen der Oberpfalz durch die starke Verengung der Förderprioritäten.
Auch der Tourismusverband Ostbayern, der sich mit der Bitte um Unterstützung an MdB Werner Schieder gewandt hatte, bemängelt die geplante Neuausrichtung, der zu Folge der Tourismus im neuen Verordnungsentwurf nicht mehr wie bisher bei den Investitionsprioritäten aufgeführt wird.
Zum zwischenzeitlich eingegangenen Antwortschreiben aus dem
Bundeswirtschaftsministerium erklärt MdB Werner Schieder:
„Die Antwort aus dem Bundeswirtschaftsministerium ist völlig
unzureichend. Mit ihrer unkritischen Haltung gegenüber dem
Kommissionsentwurf riskiert die Bundesregierung, dass – gerade in
strukturschwächeren ländlichen Räumen – eine adäquate Regionalförderung ab 2014 deutlich erschwert wird. Dies gilt auch für den Tourismus."
Das Wirtschaftsministerium räumt selbst ein, dass die Förderung der
touristischen Infrastruktur auf dem bisherigen Niveau so nicht aufrecht zu erhalten sein wird. Für Ostbayern hatte die Tourismusförderung bisher eine große Bedeutung. "Schwarz-Gelb erweist unseren Anstrengungen, den Tourismus als wichtigen Wirtschaftszweig voranzubringen, einen Bärendienst", so Werner Schieder.
Die Bundesregierung ist bedauerlicherweise auch nicht gewillt, sich für eine dringend notwendige Erweiterung der Förderprioritäten einzusetzen. Aus Sicht unserer Region ist das höchst problematisch. Wenn 80 Prozent der Mittel für Forschung und Innovation und Energieeffizienz reserviert sind und der Rest auch nur vornehmlich in so genannte „neue Ideen“ oder „neue Geschäftsmodelle“ fließen soll, ist das eine erheblich Einschränkung gegenüber der bisherigen breiten Förderung kleiner und mittlerer Unternehmen oder auch der Förderung des Handwerks.
Ein nicht geringer Teil der Mittel wurde bisher dafür eingesetzt, um in der Breite Erweiterungs- und Modernisierungsinvestitionen zu fördern und damit die Schaffung von Arbeitsplätzen zu unterstützen. Diese Möglichkeit soll jetzt genommen werden.
"Die schwarz-gelbe Bundesregierung, die diese Neuausrichtung der EU-Kommission unterstützt, macht damit Politik gegen den ländlichen Raum und gegen die Oberpfalz."