Prägende Zeit für Sanas Lorenz aus Nabburg. Vier Wochen Praktikum bei MdB Marianne Schieder in Berlin.

Veröffentlicht am 28.09.2014 in Presse

Vier Wochen lang durfte die 23-jährige Nabburgerin Sanas Lorenz die SPD-Bundestagsabgeordnete Marianne Schieder bei ihrer Arbeit begleiten und in ihrem Berliner Büro im Parlamentsviertel unterstützen. „Die gelernte Theorie in der Praxis erleben und eine reale Vorstellung von der Arbeit eines Abgeordneten gewinnen“, waren die Erwartungen der 23-Jährigen, als sie sich für das Praktikum im Bundestag beworben hat. Sie studiert an der Regensburger Universität im fünften Semester Politikwissenschaft, Geschichte und Medienwissenschaft  und hat den September in den Semesterferien für das Praktikum in Berlin genutzt, um dem Arbeitsalltag von MdB Marianne Schieder folgen zu können.

Schon der erste Tag war ein Highlight und bot der Studentin die Möglichkeit alle bekannten Politikerinnen und Politiker im Plenum vereint bei ihrer Arbeit zu sehen: „Ich durfte an der Sondersitzung am 1. September teilnehmen, in der es um die Waffenlieferungen an die irakischen Kurden im Kampf gegen den „islamischen Staat“ ging. Es war spannend, Politiker wie Außenminister Frank-Walter-Steinmeier oder Wirtschaftsminister und Vizekanzler Sigmar Gabriel aus nächster Nähe zu erleben“.

Innerhalb von vier Wochen so vielfältige Erfahrungswerte sammeln zu können, haben das Praktikum zu einem ganz besonderen gemacht: „Ich habe an einer Menge diskussionsreicher Gespräche teilgenommen, Plenardebatten und Ausschusssitzungen live mitverfolgt und viele politische Einrichtungen, wie das Bundeskanzleramt oder den Bundesrat, besichtigt“, freute sich Sanas Lorenz.

Den Weg der Gesetzgebung ein Stück weit am Ort des Geschehens zu beobachten war aufschlussreich und lehrend: „Wer glaubt, Abgeordnete drehen nur Däumchen hat weit gefehlt. Marianne Schieders Kalender war auch an den Wochenenden gut gefüllt. Solch ein Arbeitspensum zu bewältigen, ist mit Sicherheit nicht leicht“. Auch der Gedanke, dass nur Politiker die immer im Plenum vertreten sind, am fleißigsten seien, sei ein Irrglaube: „Die eigentliche Arbeit der Gesetzesentwürfe findet in den Ausschüssen statt. Im Plenum wird dann darüber abgestimmt“, unterstreicht Sanas Lorenz.

Eine kleine Herausforderung stellte anfangs die Orientierung in den unterirdisch miteinander verbundenen Gebäuden des Parlamentsviertels dar, zu denen der Bundestag, das Jakob-Kaiser-, Marie-Elisabeth-Lüders- und Paul-Löbe-Haus gehören. „Ich wusste vorher nicht, wie umfangreich das Regierungsviertel aufgebaut ist. Man entdeckt immer wieder neue Ecken und ist schon ein bisschen stolz, wenn man den Besuch aus der Heimat relativ sicher durchführen kann“, erzählt die Studentin.

Sehr prägend war auch die Zeit im Abgeordnetenbüro: „Dass ich so stark in die Arbeiten dort mit eingebunden werde, hätte ich nicht erwartet. Wissenschaftliche Recherchen zu aktuellen Themen, Unterstützung bei der Vorbereitung von Ausschusssitzungen und bei Presse-und Öffentlichkeitsarbeiten, gehörten unter anderem zu meinen Aufgaben. Marianne Schieders Team harmoniert perfekt miteinander und es war ein tolles Gefühl, ein Teil davon sein zu dürfen“.

 

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Projekt 2016 - Schuld & Sühne?

„Historischen Themennachmittage" im Labertal

Die intensive Auseinandersetzung mit der Vergangenheit ist wichtig um die Gegenwart zu verstehen und der Zukunft zu vertrauen. Der AK Labertal will fundierte Geschichtsbewältigung unter sozialdemokratischen Gesichtspunkten anbieten Es gibt nichts zu glorifizieren, nichts zu beschönigen und schon gar nichts zu rechtfertigen. Wir wollen aber auch nicht anklagen und verurteilen - keiner von uns kann heute sagen, wie er sich selbst verhalten hätte, in einer anderen Zeit.

- Rückblick -
Der SPD-Arbeitskreis Labertal hat mit dem „Historischen Themennachmittag“ zur Schierlinger Muna am 24. Januar 2010 begonnen, sich mit den Ereignissen vor 65 Jahren genauer zu beschäftigen. Neben dem „Wunder von Schierling“ sollt der Blick auch auf die Todesmärsche durch das Labertal gelenkt werden.

Die Brüder Gandorfer beschäftigten den AK am historischen Datum 7. November 2010 in Pfaffenberg.

Im Spätherbst 2011 wurde mit "Die Engel von Laberweinting" erneut an das Thema "65 Jahre Kriegsende" angeknüpft. 62 tote Kinder in nur wenigen Monaten, so die Bilanz des Entbindungs- und Kinderheims für Fremdländische.

Der letzte „Historische Themennachmittag“„GELINZT - Euthanasie- Opfer aus dem Labertal“ fand am 4. März in Geiselhöring statt. Das Thema wurde mit einer Informationsfahrt am 14. April an den Gedenkort Hartheim bei Linz abgerundet.

Die Dokumentationen zu den Themennachmittagen (oder den Bonhoeffer-Wochen) sind unter www.agentur-labertal.de zu bestellen!

Projekt 2015 - Flucht, Vertreibung und Asyl

Flucht, Vertreibung und Asyl 1945 / 2015

Sonstiges

 

120 Jahre BayernSPD - Im Dienst von Freiheit und Demokratie Frauen sind in der rechtsextremen Szene keine Seltenheit mehr – sie sind die „nette“ Nachbarin oder betreiben Biolandbau und verkaufen „Deutschen Honig“ und unterwandern so die Gesellschaft mit neonazistischem Gedankengut. Die Ausstellung „Braune Schwestern“ aus Österreich war 2012 erstmals in Niederbayern zu sehen und beschäftigt sich mit der Symbolik, den Liedern und dem Gedankengut der rechtsextremen Frauenszene.