Persönliche Beratung steht im Mittelpunkt

Veröffentlicht am 25.11.2011 in Gesundheit

Christel Engelhard, Ruth Müller, MdB Angelika Graf, Monika Erhard-Eckl, Dr. Klaus Blumberg, Anja König

MdB Angelika Graf (SPD) besuchte die Unabhängige Patientenberatung Landshut – eine der drei bayerischen UPD-Beratungsstellen

Die Bundestagsabgeordnete der SPD, Angelika Graf besuchte zusammen mit Christel Engelhard, stellvertretende Landrätin des Landkreises Landshut, Ruth Müller, Kreis- und Fraktionsvorsitzende der SPD im Landkreis Landshut der SPD-Stadtverbandsvorsitzenden Anja König die Unabhängige Patientenberatung in der Schlachthofstraße.
Die Beratungsstelle Landshut ist eine von 21 regionalen Beratungsstellen im Verbund der Unabhängigen Patientenberatung Deutschland - UPD gGmbH unter der Trägerschaft des Sozialverbandes VdK Bayern e. V.
Das Gesundheitssystem ist für Patientinnen und Patienten oft unübersichtlich. Die Unabhängige Patientenberatung Deutschland (UPD) berät und hilft dabei, sich zu orientieren und Interessen der Patientinnen und Patienten wahrzunehmen – kostenfrei und unabhängig, betonte Dr. Klaus Blumberg von der UPD.

MdB Angelika Graf begrüßte es, dass die Beratungsstellen eine „Lotsenfunktion“ durch das Gesundheitswesen darstellen. Hier können Menschen Hilfestellung bekommen und neutrale Informationen erhalten. Wichtig ist auch, dass die Menschen erreicht werden, die aufgrund von Alter, Behinderung, Bildung, Sprache oder Einkommen einen schlechteren Zugang zu Gesundheitsinformationen haben, machte Monika Erhard-Eckl von der UPD aufmerksam.

Leider sei es Ende letzten Jahres zu einer unklaren Finanzierungslage gekommen, berichtete MdB Angelika Graf aus ihrem Berliner Alltag. Sie sei froh, dass die UPD in Landshut nicht schließen habe müssen, was auch dem Träger, dem VdK hoch anzurechnen sei.

Kreisrätin Ruth Müller warb auch dafür, diese Anlaufstelle im Landkreis noch bekannter zu machen, denn viele Menschen benötigen gerade eine persönliche Beratung, die die Fragen und Probleme der Menschen in den Mittelpunkt der Überlegungen stellt. Mit gerade einmal drei Teilzeit-Mitarbeitern wurden im vergangenen Jahr rund 3000 Fälle bearbeitet, informierten die beiden Vertreter der UPD.

Kreisrätin Christel Engelhard zeigte sich erfreut, dass es dieses unabhängige Angebot auch in Landshut gibt, dass in Bayern nur noch in den Großstädten München und Nürnberg vorhanden ist. Die Beratungsstelle Landshut bietet zusätzlich eine monatliche Außensprechstunde in Regensburg an.

Die Tendenz geht in die Richtung, dass die Patienten kritisch hinterfragen, was von Ärzten, Apotheken oder Krankenkassen gesagt wird, weiß die Stadt-Verbandsvorsitzende Anja König aus ihrer beruflichen Erfahrung zu berichten. Eine unabhängige Beratung, bei der die Interessen des Patienten im Mittelpunkt stehen, ist sehr wichtig.

Bundestagsabgeordnete Angelika Graf bedankte sich bei den Mitarbeitern der UPD und versicherte, sich auch weiterhin für einen weiteren Bestand bundesweit einzusetzen.

Die UPD-Patientenberatung wird künftig auch eine so genannte Seismographenfunktion innehaben und über den Patientenbeauftragten der Bundesregierung Rückmeldung über die Probleme im Gesundheitssystem geben, versicherten Dr. Klaus Blumberg und Monika Erhard-Eckl der Rosenheimer Bundestagsabgeordneten.

 

Homepage SPD Landkreis Landshut

  

Projekt 2016 - Schuld & Sühne?

„Historischen Themennachmittage" im Labertal

Die intensive Auseinandersetzung mit der Vergangenheit ist wichtig um die Gegenwart zu verstehen und der Zukunft zu vertrauen. Der AK Labertal will fundierte Geschichtsbewältigung unter sozialdemokratischen Gesichtspunkten anbieten Es gibt nichts zu glorifizieren, nichts zu beschönigen und schon gar nichts zu rechtfertigen. Wir wollen aber auch nicht anklagen und verurteilen - keiner von uns kann heute sagen, wie er sich selbst verhalten hätte, in einer anderen Zeit.

- Rückblick -
Der SPD-Arbeitskreis Labertal hat mit dem „Historischen Themennachmittag“ zur Schierlinger Muna am 24. Januar 2010 begonnen, sich mit den Ereignissen vor 65 Jahren genauer zu beschäftigen. Neben dem „Wunder von Schierling“ sollt der Blick auch auf die Todesmärsche durch das Labertal gelenkt werden.

Die Brüder Gandorfer beschäftigten den AK am historischen Datum 7. November 2010 in Pfaffenberg.

Im Spätherbst 2011 wurde mit "Die Engel von Laberweinting" erneut an das Thema "65 Jahre Kriegsende" angeknüpft. 62 tote Kinder in nur wenigen Monaten, so die Bilanz des Entbindungs- und Kinderheims für Fremdländische.

Der letzte „Historische Themennachmittag“„GELINZT - Euthanasie- Opfer aus dem Labertal“ fand am 4. März in Geiselhöring statt. Das Thema wurde mit einer Informationsfahrt am 14. April an den Gedenkort Hartheim bei Linz abgerundet.

Die Dokumentationen zu den Themennachmittagen (oder den Bonhoeffer-Wochen) sind unter www.agentur-labertal.de zu bestellen!

Projekt 2015 - Flucht, Vertreibung und Asyl

Flucht, Vertreibung und Asyl 1945 / 2015

Sonstiges

 

120 Jahre BayernSPD - Im Dienst von Freiheit und Demokratie Frauen sind in der rechtsextremen Szene keine Seltenheit mehr – sie sind die „nette“ Nachbarin oder betreiben Biolandbau und verkaufen „Deutschen Honig“ und unterwandern so die Gesellschaft mit neonazistischem Gedankengut. Die Ausstellung „Braune Schwestern“ aus Österreich war 2012 erstmals in Niederbayern zu sehen und beschäftigt sich mit der Symbolik, den Liedern und dem Gedankengut der rechtsextremen Frauenszene.