Parlamentarier verschafft sich Stimmungsbild bei der Bundespolizeiinspektion Waidhaus – Thema Migration im Fokus

Veröffentlicht am 02.09.2015 in Presse

MdB Uli Grötsch und der Waidhauser Inspektionsleiter Polizeidirektor Uwe Landgrebe mit dem neuen Mercedes E 250 BlueTEC

Das Thema "Flüchtlinge und Migration" war einer der Schwerpunkte beim Besuch des Bundestagsabgeordneten Uli Grötsch bei der Bundespolizeiinspektion Waidhaus. Der Leiter der Waidhauser Inspektion, Polizeidirektor Uwe Landgrebe, stellte den derzeitigen Migrationsdruck an der Ostgrenze dar. Neben den eigenen Feststellungen müsse man täglich 40 bis 80 Migranten zusätzlich aus Passau in Waidhaus polizeilich abarbeiten. "Wir brauchen Lösungen für den Winter", erklärte Landgrebe. Man habe bereits drei Wohn- und einen Toilettencontainer beantragt. Insgesamt gehe die derzeitige Lage auf Kosten der polizeilichen Fahndung.

"Unsere parlamentarische Sommerpause lag noch nie so unpassend wie 2015", meinte Grötsch. Jeder rechne damit, dass diese Situation sich in absehbarer Zeit nicht ändern werde. "Die Situation in Syrien ist nach wie vor katastrophal und zwingt die Menschen zur Flucht aus ihrem Land. In Deutschland leisten alle mit der Thematik befassten Menschen großartige Arbeit: Das beginnt bei den Polizeien und geht über die Landratsämter bis zu den ehrenamtlichen Helfern vor Ort", so Grötsch. Man müsse sich jedoch im Klaren sein, dass es sich um kein momentanes Phänomen handle, sondern um die erste Stufe einer großen gesamtgesellschaftlichen Aufgabe. Weiter gehe es im zweiten Schritt, die Migranten zu integrieren und im dritten Schritt Wohnraum für sie zu schaffen. Bei einem Rundgang durch die Dienststelle erkundigte sich Grötsch nach dem emotionalen Zustand der sachbearbeitenden Beamtinnen und Beamten. An diesem Tag waren 35 Personen in Lohma und Pfrentsch festgestellt worden, zusätzlich kam ein Bus aus Passau mit 32 Personen.

Doch nicht nur dieses Thema wurde besprochen: Polizeidirektor Landgrebe forderte, die derzeit unbesetzten Stellen in Waidhaus zumindest schrittweise nachzubesetzen. Auch brauche man wieder junge Kontroll- und Streifenbeamten, um der aktuellen "Überalterung" der Dienststelle entgegenzuwirken. "Trotz allen Verständnisses für die derzeitige personelle Mehrbelastung der Dienststellen an der österreichischen Grenze müssen auch die Inspektionen an der tschechischen Grenze handlungsfähig bleiben". Der Bundestagsabgeordnete, der Mitglied im für die Bundespolizei zuständigen Innenausschuss ist, sagte auch dahingehend seinen Einsatz und seine Unterstützung zu.

Mit Freude konnte Dienststellenleiter Uwe Landgrebe dem Parlamentarier ein neues Fahndungsfahrzeug vorstellen, für dessen Zuteilung nach Waidhaus sich Grötsch starkgemacht hatte. "Für die Tätigkeit auf der Autobahn braucht es auch die entsprechende Ausrüstung, zu der natürlich auch geeignete Fahrzeuge gehörten", so Grötsch.

 

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Projekt 2016 - Schuld & Sühne?

„Historischen Themennachmittage" im Labertal

Die intensive Auseinandersetzung mit der Vergangenheit ist wichtig um die Gegenwart zu verstehen und der Zukunft zu vertrauen. Der AK Labertal will fundierte Geschichtsbewältigung unter sozialdemokratischen Gesichtspunkten anbieten Es gibt nichts zu glorifizieren, nichts zu beschönigen und schon gar nichts zu rechtfertigen. Wir wollen aber auch nicht anklagen und verurteilen - keiner von uns kann heute sagen, wie er sich selbst verhalten hätte, in einer anderen Zeit.

- Rückblick -
Der SPD-Arbeitskreis Labertal hat mit dem „Historischen Themennachmittag“ zur Schierlinger Muna am 24. Januar 2010 begonnen, sich mit den Ereignissen vor 65 Jahren genauer zu beschäftigen. Neben dem „Wunder von Schierling“ sollt der Blick auch auf die Todesmärsche durch das Labertal gelenkt werden.

Die Brüder Gandorfer beschäftigten den AK am historischen Datum 7. November 2010 in Pfaffenberg.

Im Spätherbst 2011 wurde mit "Die Engel von Laberweinting" erneut an das Thema "65 Jahre Kriegsende" angeknüpft. 62 tote Kinder in nur wenigen Monaten, so die Bilanz des Entbindungs- und Kinderheims für Fremdländische.

Der letzte „Historische Themennachmittag“„GELINZT - Euthanasie- Opfer aus dem Labertal“ fand am 4. März in Geiselhöring statt. Das Thema wurde mit einer Informationsfahrt am 14. April an den Gedenkort Hartheim bei Linz abgerundet.

Die Dokumentationen zu den Themennachmittagen (oder den Bonhoeffer-Wochen) sind unter www.agentur-labertal.de zu bestellen!

Projekt 2015 - Flucht, Vertreibung und Asyl

Flucht, Vertreibung und Asyl 1945 / 2015

Sonstiges

 

120 Jahre BayernSPD - Im Dienst von Freiheit und Demokratie Frauen sind in der rechtsextremen Szene keine Seltenheit mehr – sie sind die „nette“ Nachbarin oder betreiben Biolandbau und verkaufen „Deutschen Honig“ und unterwandern so die Gesellschaft mit neonazistischem Gedankengut. Die Ausstellung „Braune Schwestern“ aus Österreich war 2012 erstmals in Niederbayern zu sehen und beschäftigt sich mit der Symbolik, den Liedern und dem Gedankengut der rechtsextremen Frauenszene.