Palliativ- und Hospizgesetz: Bessere Versorgung und Finanzierung durch Vernetzung.

Veröffentlicht am 18.06.2015 in Presse

Das Hospiz- und Palliativgesetz wird heute, 17.06.2015, in 1. Lesung beraten. "Das ist ein großer Schritt in die richtige Richtung und eine gute Grundlage für einen umfassenden Ausbau der Hospizarbeit", begrüßt die SPD-Bundestagsabgeordnete Marianne Schieder den Gesetzentwurf.

Das Hospiz- und Palliativgesetz werde an vielen Stellen die Versorgung von Patientinnen und Patienten mit schweren, unheilbaren Krankheiten verbessern. Insbesondere bei Schmerzpatientinnen und -patienten werde eine bessere Vernetzung der Versorgungsangebote helfen, Leid zu lindern. Neue und bereits bestehende Angebote würden zukünftig stärker ineinandergreifen.

"Insbesondere in ländlichen Regionen fehlt es noch an ausreichenden Hospiz- und Palliativangeboten. Schwerpunkte des Gesetzes sind deshalb die finanzielle Stärkung der Hospize, der Rechtsanspruch auf Beratung und die Möglichkeit, unterschiedliche Angebote der Hospiz- und Palliativversorgung zu vernetzen. Sterbebegleitung, Pflege und ärztliche Versorgung werden besser miteinander verknüpft. Zentraler Baustein des Gesetzes ist das neue Ineinandergreifen der unterschiedlichen an der Versorgung beteiligten Akteure", betont die Abgeordnete.

So würden bei den Vertragsärzten zusätzlich vergütete Leistungen eingeführt, die die Qualität der Versorgung erhöhen und die Kooperationen sowie aktive Koordination befördern. Ärztinnen und Ärzte, die zusätzliche Leistungen erbringen, müssten nun besondere Qualifikationsanforderungen erfüllen und sich an der Netzwerkarbeit oder einem gemeinsamen Fallmanagement mit anderen Leistungserbringern beteiligen.

Die ärztliche Versorgung in vollstationären Pflegeeinrichtungen werde dadurch verbessert, dass sie künftig Kooperationsvereinbarungen mit vertragsärztlichen Leistungserbringern abschließen sollen. Ziel sei, dass vollstationäre Pflegeeinrichtungen eine koordinierte Zusammenarbeit mit der Ärzteschaft gewährleisten, um die palliativ- medizinische Versorgung in den Einrichtungen zu verbessern, verdeutlicht MdB Marianne Schieder.

"Schwerstkranke Menschen sollen überall dort gut betreut, versorgt und begleitet werden, wo sie ihre letzte Lebensphase verbringen: zuhause, in Krankenhäusern oder in Pflegeheimen - auch in unserer ländlichen Region. Ziel muss daher ein flächendeckendes Angebot an Hospiz- und Palliativleistungen sein.

In diesem Zusammenhang danke ich allen Helferinnen und Helfern aus meinem Wahlkreis Schwandorf-Cham, die mit ihrem selbstlosen, ehrenamtlichen Engagement, Menschen auf ihrem letzten Lebensabschnitt Hilfestellung geben. Das berührt mich sehr!" so MdB Marianne Schieder.

Die Abgeordnete weist darauf hin, dass sie am 14. Juli im Rahmen einer Informationsveranstaltung im Gasthaus Schützenhaus in Maxhütte-Haidhof zum Thema "Für eine gute und menschenwürdige Pflege" mit MdB Sabine Dittmar, die Thematik Hospiz- und Palliativversorgung intensiv diskutieren werde.

 

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Projekt 2016 - Schuld & Sühne?

„Historischen Themennachmittage" im Labertal

Die intensive Auseinandersetzung mit der Vergangenheit ist wichtig um die Gegenwart zu verstehen und der Zukunft zu vertrauen. Der AK Labertal will fundierte Geschichtsbewältigung unter sozialdemokratischen Gesichtspunkten anbieten Es gibt nichts zu glorifizieren, nichts zu beschönigen und schon gar nichts zu rechtfertigen. Wir wollen aber auch nicht anklagen und verurteilen - keiner von uns kann heute sagen, wie er sich selbst verhalten hätte, in einer anderen Zeit.

- Rückblick -
Der SPD-Arbeitskreis Labertal hat mit dem „Historischen Themennachmittag“ zur Schierlinger Muna am 24. Januar 2010 begonnen, sich mit den Ereignissen vor 65 Jahren genauer zu beschäftigen. Neben dem „Wunder von Schierling“ sollt der Blick auch auf die Todesmärsche durch das Labertal gelenkt werden.

Die Brüder Gandorfer beschäftigten den AK am historischen Datum 7. November 2010 in Pfaffenberg.

Im Spätherbst 2011 wurde mit "Die Engel von Laberweinting" erneut an das Thema "65 Jahre Kriegsende" angeknüpft. 62 tote Kinder in nur wenigen Monaten, so die Bilanz des Entbindungs- und Kinderheims für Fremdländische.

Der letzte „Historische Themennachmittag“„GELINZT - Euthanasie- Opfer aus dem Labertal“ fand am 4. März in Geiselhöring statt. Das Thema wurde mit einer Informationsfahrt am 14. April an den Gedenkort Hartheim bei Linz abgerundet.

Die Dokumentationen zu den Themennachmittagen (oder den Bonhoeffer-Wochen) sind unter www.agentur-labertal.de zu bestellen!

Projekt 2015 - Flucht, Vertreibung und Asyl

Flucht, Vertreibung und Asyl 1945 / 2015

Sonstiges

 

120 Jahre BayernSPD - Im Dienst von Freiheit und Demokratie Frauen sind in der rechtsextremen Szene keine Seltenheit mehr – sie sind die „nette“ Nachbarin oder betreiben Biolandbau und verkaufen „Deutschen Honig“ und unterwandern so die Gesellschaft mit neonazistischem Gedankengut. Die Ausstellung „Braune Schwestern“ aus Österreich war 2012 erstmals in Niederbayern zu sehen und beschäftigt sich mit der Symbolik, den Liedern und dem Gedankengut der rechtsextremen Frauenszene.