Open-Access-Strategie des Bundesministeriums für Bildung und Forschung enttäuscht

Veröffentlicht am 21.09.2016 in Presse

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) hat heute seine lang angekündigte und im Koalitionsvertrag verabredete Open-Access-Strategie vorgestellt. MdB Marianne Schieder kritisiert: „Leider ist festzustellen, dass das BMBF keine mutige Strategie verfolgt, sondern viel zu unverbindlich und schwammig bleibt.“ Das Papier erschöpfe sich in einer detaillierten Situationsbeschreibung und Appellen. Konkrete Handlungsvorschläge und zukunftsweisende Strategien fehlten vollständig.

Enttäuscht ist die SPD-Bundestagsabgeordnete besonders, weil sie genügend Möglichkeiten für eine zeitgemäße Förderung von Open Access durch das BMBF sieht: „In den Förderbedingungen von Forschungsprojekten müsste Open Access schon lange verpflichtend verankert werden. Es reicht auch nicht, nur an andere Akteure zu appellieren.“ Bereits jetzt könne bei der Ausschreibung neuer Projekte die Gleichwertigkeit von Open-Access-Veröffentlichungen als Qualifikationsnachweis festgesetzt werden.

„Wer jetzt erst einmal Konzepte und Best-Practice-Beispiele sammeln will, offenbart nur, dass er keine eigenen Ideen vorweisen kann und bisher offenkundig die Entwicklung der Open-Access-Landschaft nicht systematisch verfolgt hat“, stellt die Abgeordnete weiter fest.

Bereits im April dieses Jahres hat die Arbeitsgruppe Bildung und Forschung der SPD-Bundestagsfraktion in einem Positionspapier konkrete Vorschläge und Forderungen an eine moderne Open-Access-Strategie formuliert. MdB Marianne Schieder habe darum eigentlich erwartet, dass sich das Bundesministerium für Bildung und Forschung hieran orientieren würde.

Hintergrund:
Wissenschaftliche Erkenntnisse entstehen stets auf der Basis vorangegangener Forschung. Ein ungehinderter Wissensfluss ist eine Grundvoraussetzung für ein exzellentes und innovatives Wissenschaftssystem. Unter dem Begriff „Open Access“ wird seit Längerem der kostenfreie und ungehinderte öffentliche Zugang zu wissenschaftlichen Erkenntnissen über das Internet diskutiert. Einige Bundesländer wie Schleswig-Holstein und Berlin haben darum bereits eigene Open-Access-Strategien entwickelt. Auch international wächst die Bedeutung des Themas mit der zunehmenden Zusammenarbeit von Forschungseinrichtungen. Länder wie Österreich oder die Niederlande haben daher ebenfalls ambitionierte Pläne zum freien Zugang zu wissenschaftlichen Veröffentlichungen verabschiedet. Gleichzeitig hat die Europäische Union Open Access zu einem ihrer Kernanliegen im Wissenschaftsbereich gemacht.

 

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Projekt 2016 - Schuld & Sühne?

„Historischen Themennachmittage" im Labertal

Die intensive Auseinandersetzung mit der Vergangenheit ist wichtig um die Gegenwart zu verstehen und der Zukunft zu vertrauen. Der AK Labertal will fundierte Geschichtsbewältigung unter sozialdemokratischen Gesichtspunkten anbieten Es gibt nichts zu glorifizieren, nichts zu beschönigen und schon gar nichts zu rechtfertigen. Wir wollen aber auch nicht anklagen und verurteilen - keiner von uns kann heute sagen, wie er sich selbst verhalten hätte, in einer anderen Zeit.

- Rückblick -
Der SPD-Arbeitskreis Labertal hat mit dem „Historischen Themennachmittag“ zur Schierlinger Muna am 24. Januar 2010 begonnen, sich mit den Ereignissen vor 65 Jahren genauer zu beschäftigen. Neben dem „Wunder von Schierling“ sollt der Blick auch auf die Todesmärsche durch das Labertal gelenkt werden.

Die Brüder Gandorfer beschäftigten den AK am historischen Datum 7. November 2010 in Pfaffenberg.

Im Spätherbst 2011 wurde mit "Die Engel von Laberweinting" erneut an das Thema "65 Jahre Kriegsende" angeknüpft. 62 tote Kinder in nur wenigen Monaten, so die Bilanz des Entbindungs- und Kinderheims für Fremdländische.

Der letzte „Historische Themennachmittag“„GELINZT - Euthanasie- Opfer aus dem Labertal“ fand am 4. März in Geiselhöring statt. Das Thema wurde mit einer Informationsfahrt am 14. April an den Gedenkort Hartheim bei Linz abgerundet.

Die Dokumentationen zu den Themennachmittagen (oder den Bonhoeffer-Wochen) sind unter www.agentur-labertal.de zu bestellen!

Projekt 2015 - Flucht, Vertreibung und Asyl

Flucht, Vertreibung und Asyl 1945 / 2015

Sonstiges

 

120 Jahre BayernSPD - Im Dienst von Freiheit und Demokratie Frauen sind in der rechtsextremen Szene keine Seltenheit mehr – sie sind die „nette“ Nachbarin oder betreiben Biolandbau und verkaufen „Deutschen Honig“ und unterwandern so die Gesellschaft mit neonazistischem Gedankengut. Die Ausstellung „Braune Schwestern“ aus Österreich war 2012 erstmals in Niederbayern zu sehen und beschäftigt sich mit der Symbolik, den Liedern und dem Gedankengut der rechtsextremen Frauenszene.