OberpfalzSPD gegen Reform der Parteiorganisation

Veröffentlicht am 04.06.2011 in Allgemein

Franz Schindler: „Sozialdemokratische Politik auf der Höhe der Zeit formulieren“

Schwandorf. Der Vorstand des SPD-Bezirksverbandes Oberpfalz befasste sich bei seiner letzten Sitzung mit den kürzlich bekannt gewordenen „Vorschlägen zur organisatorischen Erneuerung der SPD“. Die Vorschläge, insbesondere die Stärkung der Beteiligungsrechte von Nichtmitgliedern stießen hierbei auf Unverständnis und eindeutige Ablehnung.
Bezirksvorsitzender MdL Franz Schindler formulierte in einem Schreiben an den SPD-Vorsitzenden Sigmar Gabriel die Bedenken des Vorstands und wies darauf hin, dass die Beteiligung von Nichtmitgliedern bei Kandidatenauswahl und Nominierung und sogar bei inhaltlichen Entscheidungen von der „Basis“ aus guten Gründen abgelehnt wurde. Dies sein ein eindeutiges Ergebnis der groß angelegten Befragung der Ortsvereine im letzten Jahr gewesen.

Wer die Partei in ein loses Diskussionsforum mit „Werkstattgesprächen“, gesteuert von event-managern aus dem Willy-Brandt-Haus umbauen will, betreibt eine „Amerikanisierung“ und Entpolitisierung der Politik, die vielleicht einzelnen kurzfristig einen Erfolg verschafft, langfristig aber gefährlich für die Demokratie in diesem Land ist“, so Franz Schindler.

Die SPD vor Ort erwarte, dass sich die Partei an politischen Themen profiliert, den Menschen wieder eine Orientierung und Lösungsvorschläge für die wirklichen Probleme des Landes anbietet, anstatt auch noch die Treuesten der Treuen vor den Kopf zu stoßen.

Viel wichtiger als parteiorganisatorische Fragen wären z.B. Antworten darauf, wie wir die stetig wachsende Kluft zwischen arm und reich, wie wir Kinder- und Altersarmut in diesem Land bekämpfen wollen, wie die Freiheitsrechte der Einzelnen im Zeitalter des Internets und der Terrorismus-Hysterie gewahrt werden können und wie der Ausstieg aus der Atomenergie sozial verträglich organisiert werden soll“, machte Franz Schindler deutlich.

Der Bezirksvorsitzende zeigte sich überzeugt, dass dies SPD auch in der jetzigen „modernen“ Zeit neue Mitglieder gewinnen kann, wenn sie das tut, was ihre Aufgabe ist, nämlich „sozialdemokratische Politik auf der Höhe der Zeit zu formulieren und dort, wo wir die Gelegenheit haben, auch umzusetzen“.


Zu diesem Thema auch das aktuelle Stichwort in unseren "Infos für Bildungsbeauftragte": Innerparteiliche Demokratie in der SPD

 

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Projekt 2016 - Schuld & Sühne?

„Historischen Themennachmittage" im Labertal

Die intensive Auseinandersetzung mit der Vergangenheit ist wichtig um die Gegenwart zu verstehen und der Zukunft zu vertrauen. Der AK Labertal will fundierte Geschichtsbewältigung unter sozialdemokratischen Gesichtspunkten anbieten Es gibt nichts zu glorifizieren, nichts zu beschönigen und schon gar nichts zu rechtfertigen. Wir wollen aber auch nicht anklagen und verurteilen - keiner von uns kann heute sagen, wie er sich selbst verhalten hätte, in einer anderen Zeit.

- Rückblick -
Der SPD-Arbeitskreis Labertal hat mit dem „Historischen Themennachmittag“ zur Schierlinger Muna am 24. Januar 2010 begonnen, sich mit den Ereignissen vor 65 Jahren genauer zu beschäftigen. Neben dem „Wunder von Schierling“ sollt der Blick auch auf die Todesmärsche durch das Labertal gelenkt werden.

Die Brüder Gandorfer beschäftigten den AK am historischen Datum 7. November 2010 in Pfaffenberg.

Im Spätherbst 2011 wurde mit "Die Engel von Laberweinting" erneut an das Thema "65 Jahre Kriegsende" angeknüpft. 62 tote Kinder in nur wenigen Monaten, so die Bilanz des Entbindungs- und Kinderheims für Fremdländische.

Der letzte „Historische Themennachmittag“„GELINZT - Euthanasie- Opfer aus dem Labertal“ fand am 4. März in Geiselhöring statt. Das Thema wurde mit einer Informationsfahrt am 14. April an den Gedenkort Hartheim bei Linz abgerundet.

Die Dokumentationen zu den Themennachmittagen (oder den Bonhoeffer-Wochen) sind unter www.agentur-labertal.de zu bestellen!

Projekt 2015 - Flucht, Vertreibung und Asyl

Flucht, Vertreibung und Asyl 1945 / 2015

Sonstiges

 

120 Jahre BayernSPD - Im Dienst von Freiheit und Demokratie Frauen sind in der rechtsextremen Szene keine Seltenheit mehr – sie sind die „nette“ Nachbarin oder betreiben Biolandbau und verkaufen „Deutschen Honig“ und unterwandern so die Gesellschaft mit neonazistischem Gedankengut. Die Ausstellung „Braune Schwestern“ aus Österreich war 2012 erstmals in Niederbayern zu sehen und beschäftigt sich mit der Symbolik, den Liedern und dem Gedankengut der rechtsextremen Frauenszene.