Neuer Internetauftritt findet Anklang

Veröffentlicht am 14.09.2015 in Kreisvorstand

Kreistagsfraktion informiert sich – aktuelle Themen behandelt

Sallach. Eine breite Themenpalette umfasste die Sitzung der Kreistagsfraktion SPD/Grüne diese Woche im Gasthaus Schmiedeberg. Neben einer ausführlichen Information über den neuen Internetauftritt des Landkreises beschäftigte man sich ausführlich mit den aktuellen Themen Flüchtlingspolitik, Wohnungsbau und Bildung.

Als kompetenter Referent erwies sich Karl Miedaner, Leiter des Sachgebietes Informations- und Kommunikationstechnik im Landratsamt Straubing-Bogen. Besonders interessierten sich die Fraktionsmitglieder für das neue Ratsinformationssystem, basiert diese Neuerung doch auf einem Antrag der eigenen Fraktion. „Kreisräte, die das System nutzen, sind künftig in der Lage, Einladungen und Sitzungsunterlagen online einzusehen und sich komfortabel über anstehende Sitzungstermine und – themen zu informieren. Auch Bürger und Medien können das System nutzen und es bringt auch Erleichterungen für die Verwaltung mit sich“, so Miedaner. „Wir sollten auch die Möglichkeit nutzen, die Papierflut einzudämmen“, merkte Kreisrätin Anita Karl an. Das Angebot, umfassende Recherchen in Zukunft tätigen zu können, wurde äußerst positiv zur Kenntnis genommen. Dargestellt wurde auch der neue Internetauftritt des Landkreises. Viel Lob gab es für die barrierefreie Gestaltung und den bürgerfreundlichen Service.

„Seit Monaten erbringen Städte, Landkreise und Gemeinden gemeinsam mit zahlreichen Organisationen und dank der Hilfe von Ehrenamtlichen große Leistungen, um die nach Deutschland flüchtenden Menschen nicht nur unterzubringen, sondern ihnen auch die ersten Schritte in die Gesellschaft zu ermöglichen“, eröffnete Heinz Uekermann die Diskussion zur Flüchtlingsproblematik. Heftig kritisiert wurde die EU, die auf der ganzen Linie versage; man braucht eine schnelle europaweite Einigung auf ein Asylsystem, das alle Mitgliedsstaaten in die Pflicht nimmt und humanitäre Standards gewährleistet, forderte Kreisrat Reinhard Schwarz. Das Schaffen von Möglichkeiten, außerhalb der EU Asyl zu beantragen (z.B. in den Botschaften) und bei gestelltem Antrag legal in die EU einreisen zu können, sei genauso wichtig, wie die Schaffung von sicheren europäischen Fluchtrouten, damit Menschen auf der Flucht sich nicht mehr in die Hände von Schleppern begeben müssen. Eine Wohnungsbauoffensive, eine Integrationsoffensive, die Beschleunigung von Asylverfahren – ohne das individuelle Recht auf Asyl gemäß unserem Grundgesetz zu beeinträchtigen – sowie die Stärkung der kommunalen Finanzen sei unumgänglich, forderten die Fraktionsmitglieder.

Die Vorbereitungen des Kultusministeriums auf das neue Schuljahr waren absolut unzureichend; schon wenige Wochen nach dem Schulstart werden die Schulen angesichts der ständig zunehmenden Zahl an Flüchtlingskindern größte Personalprobleme bekommen; weitere Baustellen in der bayerischen Schulpolitik sieht die Fraktion bei der Ganztagsbetreuung und bei den zu großen Klassen in Realschulen und Gymnasien, obwohl hochqualifizierte und hochmotivierte Lehrkräfte zur Verfügung stünden. „Viele dieser Lehrerinnen und Lehrer könnte und müsste man im Sinne unserer Schüler und Eltern einstellen“, bemerkte Uekermann und fügte hinzu, „interessant ist in diesem Zusammenhang das Abstimmungsverhalten unserer örtlichen Landtagsabgeordneten bei Anträgen der Opposition im Landtag“.

 

Homepage SPD KV Straubing-Bogen

  

Projekt 2016 - Schuld & Sühne?

„Historischen Themennachmittage" im Labertal

Die intensive Auseinandersetzung mit der Vergangenheit ist wichtig um die Gegenwart zu verstehen und der Zukunft zu vertrauen. Der AK Labertal will fundierte Geschichtsbewältigung unter sozialdemokratischen Gesichtspunkten anbieten Es gibt nichts zu glorifizieren, nichts zu beschönigen und schon gar nichts zu rechtfertigen. Wir wollen aber auch nicht anklagen und verurteilen - keiner von uns kann heute sagen, wie er sich selbst verhalten hätte, in einer anderen Zeit.

- Rückblick -
Der SPD-Arbeitskreis Labertal hat mit dem „Historischen Themennachmittag“ zur Schierlinger Muna am 24. Januar 2010 begonnen, sich mit den Ereignissen vor 65 Jahren genauer zu beschäftigen. Neben dem „Wunder von Schierling“ sollt der Blick auch auf die Todesmärsche durch das Labertal gelenkt werden.

Die Brüder Gandorfer beschäftigten den AK am historischen Datum 7. November 2010 in Pfaffenberg.

Im Spätherbst 2011 wurde mit "Die Engel von Laberweinting" erneut an das Thema "65 Jahre Kriegsende" angeknüpft. 62 tote Kinder in nur wenigen Monaten, so die Bilanz des Entbindungs- und Kinderheims für Fremdländische.

Der letzte „Historische Themennachmittag“„GELINZT - Euthanasie- Opfer aus dem Labertal“ fand am 4. März in Geiselhöring statt. Das Thema wurde mit einer Informationsfahrt am 14. April an den Gedenkort Hartheim bei Linz abgerundet.

Die Dokumentationen zu den Themennachmittagen (oder den Bonhoeffer-Wochen) sind unter www.agentur-labertal.de zu bestellen!

Projekt 2015 - Flucht, Vertreibung und Asyl

Flucht, Vertreibung und Asyl 1945 / 2015

Sonstiges

 

120 Jahre BayernSPD - Im Dienst von Freiheit und Demokratie Frauen sind in der rechtsextremen Szene keine Seltenheit mehr – sie sind die „nette“ Nachbarin oder betreiben Biolandbau und verkaufen „Deutschen Honig“ und unterwandern so die Gesellschaft mit neonazistischem Gedankengut. Die Ausstellung „Braune Schwestern“ aus Österreich war 2012 erstmals in Niederbayern zu sehen und beschäftigt sich mit der Symbolik, den Liedern und dem Gedankengut der rechtsextremen Frauenszene.