
Kreisausschuss-Sitzung vom 15. Februar 2016 - Landkreishaushalt weiterhin offen

Kreisausschuss-Sitzung vom 15. Februar 2016 - Landkreishaushalt weiterhin offen
"Alles auf Anfang" hieß es am Montag nach rund zweistündiger Debatte im Kreisausschuss bei der 2. Lesung des Landkreis-Haushalts.
Entgegen dem ursprünglichen Entwurf, der im Verwaltungshaushalt 164 Millionen und im Vermögenshaushalt mit 32 Millionen Euro und 50,5 Punkten Kreisumlage veranschlagt war, wurde der in der Fraktionsführer-Runde vorgeschlagene Kompromiss in die Vorlage eingearbeitet und Kürzungen bei beiden Haushalten vorgenommen:
Verwaltungshaushalt 162.871.222 Euro
Vermögenshaushalt 31.104.275 Euro
Kreisumlage 49,5 Punkte (1 Punkt Kreisumlage = ca. 1,6 Mio Euro)
Als SPD-Fraktion haben wir beantragt, 1 Million Euro in den sozialen Wohnungsbau im Haushalt einzustellen, und hätten die Kreisumlage bei 50,5 Punkten belassen. Dennoch konnten wir dem vorgelegten Kompromiss zustimmen, die Kreisumlage auf 49,5 Punkte zu senden - verbunden mit dem Signal an die Gemeinden, die eingesparten Mittel dann auf kommunaler Ebene für den Wohnungsbau zu verwenden. Und unsere landkreiseigene GmbH soll beauftragt werden, im sozialen Wohnungsbau tätig zu werden - die Finanzierung kann durch Bürgschaften des Landkreises erfolgen.
Die Fraktionsvorsitzende der SPD im Landkreis Landshut, Ruth Müller, machte deutlich, dass der SPD der Erhalt des sozialen Friedens im Landkreis wichtig sei. Deshalb habe man auch die Anträge gestellt, einen Bildungskoordinator und einen Ehrenamtskoordinator für die Helferkreise im Haushalt einzuplanen. Der soziale Wohnungsbau müsse angepackt werden - dazu forderte Müller eine "Allianz der Willigen", die aus den nun vorhandenen Programmen des Bundes und des Freistaats ein attraktives Paket schnüren und so Wertschöpfung im eigenen Landkreis schaffen.
Die Diskussionen zum Haushalt liefen sehr emotional und richtig unübersichtlich wurde die Gemengelage dann bei der Abstimmung.
Während die vorgeschlagene Senkung der Kreisumlage (auf 49,5 Punkte) mit 10:3 Stimmen befürwortet wurde, die Absicht des Landkreises, mit der Landkreis-Landshut-GmbH in den Wohnungsbau einzusteigen (mittels Bürgschaft des Landkreises) mit 8:5 Stimmen genehmigt wurde, war dann das Ergebnis der letzten Abstimmung, nämlich, den Kreishaushalt 2016 dem Kreistag weiterzuempfehlen (mit o. g. Eckdaten zum Verwaltungs- und Vermögenshaushalt) eine Ablehnung (durch CSU, FDP & ÖDP & Grüne) mit 7:6 Stimmen.
Eine weitere hitzige Diskussion schloss sich an - dem Vorschlag des stv. Fraktionsvorsitzenden, Sebastian Hutzenthaler, konsequenterweise nun über eine Beibehaltung der Kreisumlage bei 50,5 Punkten und einer Einplanung von 1,6 Millionen Euro für den Wohnungsbau abzustimmen, wollte sich dann auch keiner anschließen, da dies für die Kommunen gar keine Entlastung gebracht hätte. Deshalb einigte man sich auf eine 3. Lesung des Kreishaushalts und muss nun versuchen, sowohl einen Termin als auch einen Kompromiss bis zur Kreistagssitzung am 10. März zu finden.
Erfreulich für die SPD-Fraktion war es, dass zumindest die beiden Anträge (Ehrenamts- und Bildungskoordinator) einstimmig beschlossen wurden.
Die weiteren Tagesordnungspunkte waren die Teilfortschreibung des Regionalplans Landshut (Rohstoffsicherung und regionale Grünzüge) sowie ein Zuschuss für die Sanierung der Wallfahrtskirche Maria Hilf in Vilsbiburg.
Homepage SPD Landkreis Landshut
Die intensive Auseinandersetzung mit der Vergangenheit ist wichtig um die Gegenwart zu verstehen und der Zukunft zu vertrauen. Der AK Labertal will fundierte Geschichtsbewältigung unter sozialdemokratischen Gesichtspunkten anbieten Es gibt nichts zu glorifizieren, nichts zu beschönigen und schon gar nichts zu rechtfertigen. Wir wollen aber auch nicht anklagen und verurteilen - keiner von uns kann heute sagen, wie er sich selbst verhalten hätte, in einer anderen Zeit.
- Rückblick -
Der SPD-Arbeitskreis Labertal hat mit dem „Historischen Themennachmittag“ zur Schierlinger Muna am 24. Januar 2010 begonnen, sich mit den Ereignissen vor 65 Jahren genauer zu beschäftigen. Neben dem „Wunder von Schierling“ sollt der Blick auch auf die Todesmärsche durch das Labertal gelenkt werden.
Die Brüder Gandorfer beschäftigten den AK am historischen Datum 7. November 2010 in Pfaffenberg.
Im Spätherbst 2011 wurde mit "Die Engel von Laberweinting" erneut an das Thema "65 Jahre Kriegsende" angeknüpft. 62 tote Kinder in nur wenigen Monaten, so die Bilanz des Entbindungs- und Kinderheims für Fremdländische.
Der letzte „Historische Themennachmittag“„GELINZT - Euthanasie- Opfer aus dem Labertal“ fand am 4. März in Geiselhöring statt. Das Thema wurde mit einer Informationsfahrt am 14. April an den Gedenkort Hartheim bei Linz abgerundet.
Die Dokumentationen zu den Themennachmittagen (oder den Bonhoeffer-Wochen) sind unter www.agentur-labertal.de zu bestellen!
Vortrag 1: Langquaid Vortrag 2: Geiselhöring Vortrag 3: Rottenburg Vortrag 4: Straubing Vortrag 5: Aufhausen --------------------------------- Dröscher- Preis 2011 - "SPD erneuert sich" AK- Labertal erringt Platz 3 beim Bundesparteitag in Berlin Unterstützervideo I Unterstützervideo II Unterstützervideo III Unterstützervideo IV >Unser Wettbewerbsbeitrag: Wider das Vergessen - Zivilcourage heute Bilderimpressionen vom Stand der Labertaler SPD
Frauen sind in der rechtsextremen Szene keine Seltenheit mehr – sie sind die „nette“ Nachbarin oder betreiben Biolandbau und verkaufen „Deutschen Honig“ und unterwandern so die Gesellschaft mit neonazistischem Gedankengut. Die Ausstellung „Braune Schwestern“ aus Österreich war 2012 erstmals in Niederbayern zu sehen und beschäftigt sich mit der Symbolik, den Liedern und dem Gedankengut der rechtsextremen Frauenszene.