Netzwerkreport Nr. 163

Veröffentlicht am 30.10.2014 in Kreistagsfraktion

Einige SPD-Kreisräte bei der Sondersitzung in der Sparkassen-Akademie

Sondersitzung Kreistag, Stadtrat und Gemeinderat Ergolding zur Entlastungsstraße / Osttangente

Eine Premiere gab es am Donnerstag Abend in der Landshuter Sparkassen-Akademie, als sich die Gremien des Landshuter Stadtrats, des Kreistags und des Gemeinderats Ergolding - rund 130 Mandatsträger trafen, um sich über die Möglichkeiten einer "Entlastungsstraße im Osten von Landshut" zu informieren.

Manfred Dreier vom Staatlichen Bauamt Landshut stellte anhand einiger Pläne und Zeichnungen die Ausgangslage in Stadt und Landkreis Landshut sowie Lösungsansätze für den Bau einer Entlastungsstraße.

Derzeit gibt es im Landkreis Landshut nur 2 Brücken über die Isar, die Stadt Landshut unterhält 4 1/2 Brücken, deshalb konzentriere sich viel Verkehr der Nord-Süd-Verbindung auf das Gebiet der Stadt Landshut. Derzeit fahren täglich 30.000 Fahrzeuge auf der Konrad-Adenauer-Straße, eine Osttangente würde diese Straße um rund 12.000 Fahrzeuge, also rund 25% entlasten. Die B15neu habe eine andere Aufgabe als die Entlastung von Landshut machte Dreier auch deutlich. Zudem ging er auf die "Raumwiderstände" ein, die berücksichtigt werden müssten, wie z . B.:

  • Bebauungsplanung Ergolding
  • Naherholungsgebiet entlang der Isar
  • Artenschutz
  • Sondergebiet Biomasseheizwerk
  • Überschwemmungsgebiete
  • Bodendenkmäler

Deshalb müsse ein Planfeststellungsverfahren vorgenommen werden, das zwar zeitintensiv sei, aber durchaus zu bewerkstelligen wäre.

Eine Entlastungsstraße von Ergolding in den Landshuter Osten würde bei der Variante 2 ein ca. 300 Meter langes Brückenbauwerk beinhalten, das wegen des Überschwemmungsgebiets und der Isarquerung nötig sei.

Derzeit noch offene Fragen:

  • Technisch realisierbar?
  • Gibt es Verkehrszunahmen im Ergoldinger Hauptstraßennetz Verkehrsmenge auf der Osttangente unter Berücksichtigung weiterer Entwicklungen im Stadtosten?
  • Verkehrsabnahme auf dem Landshuter Hauptstraßennetz?
  • Auswirkungen auf B15 neu?
  • Kosten?
  • Naturschutzfachliche Realisierbarkeit?

Die nächsten Schritte sind, eine naturschutzfachliche Einschätzung vorzunehmen, ein Verkehrsgutachten zu erstellen und eine technische Machbarkeitsstudie in Auftrag zu geben. Hier könne man mit Kosten in Höhe von rund 100.000 Euro rechnen. Innerhalb eines Zeitraums von ca. fünf Jahren könne dann die "Entlastungsstraße Ost" realisiert werden, nannte Manfred Dreier eine ungefähre Zeitschiene.

Eine kurze Frage- und Diskussionsrunde schloss sich an die Vorstellung der möglichen Trassenführungen an, wobei einige Wortmeldungen bereits detailliert die Grundstücksfragen geklärt haben wollten. Für die SPD-Kreistagsfraktion machte die Vorsitzende Ruth Müller deutlich, dass es heute erst einmal darum gehe, den ersten Schritt zu machen und sich nicht in Details zu verlieren. Im Hinblick auf die angesprochene "Verunsicherung der Bevölkerung" nahm Müller alle anwesenden Kommunalpolitiker in die Pflicht, dafür zu sorgen, realistische Szenarien und Zeiträume zu transportieren und so erst gar nicht zur Verunsicherung beizutragen. Nun müsse die Machbarkeitsstudie auf den Weg gebracht werden, um dann zu entscheiden, ob der heute eingeschlagene Weg auch realisierbar sei. "Wir haben jetzt die Chance, Landshut zu einer Mobilitätsregion weiter zu entwickeln und für die Anwohner, Verkehrsteilnehmer und Pendler eine Entlastung zu schaffen, die nicht nur auf die B15 neu setzt", so Müller.

 

 

 

 

 

Homepage SPD Landkreis Landshut

  

Projekt 2016 - Schuld & Sühne?

„Historischen Themennachmittage" im Labertal

Die intensive Auseinandersetzung mit der Vergangenheit ist wichtig um die Gegenwart zu verstehen und der Zukunft zu vertrauen. Der AK Labertal will fundierte Geschichtsbewältigung unter sozialdemokratischen Gesichtspunkten anbieten Es gibt nichts zu glorifizieren, nichts zu beschönigen und schon gar nichts zu rechtfertigen. Wir wollen aber auch nicht anklagen und verurteilen - keiner von uns kann heute sagen, wie er sich selbst verhalten hätte, in einer anderen Zeit.

- Rückblick -
Der SPD-Arbeitskreis Labertal hat mit dem „Historischen Themennachmittag“ zur Schierlinger Muna am 24. Januar 2010 begonnen, sich mit den Ereignissen vor 65 Jahren genauer zu beschäftigen. Neben dem „Wunder von Schierling“ sollt der Blick auch auf die Todesmärsche durch das Labertal gelenkt werden.

Die Brüder Gandorfer beschäftigten den AK am historischen Datum 7. November 2010 in Pfaffenberg.

Im Spätherbst 2011 wurde mit "Die Engel von Laberweinting" erneut an das Thema "65 Jahre Kriegsende" angeknüpft. 62 tote Kinder in nur wenigen Monaten, so die Bilanz des Entbindungs- und Kinderheims für Fremdländische.

Der letzte „Historische Themennachmittag“„GELINZT - Euthanasie- Opfer aus dem Labertal“ fand am 4. März in Geiselhöring statt. Das Thema wurde mit einer Informationsfahrt am 14. April an den Gedenkort Hartheim bei Linz abgerundet.

Die Dokumentationen zu den Themennachmittagen (oder den Bonhoeffer-Wochen) sind unter www.agentur-labertal.de zu bestellen!

Projekt 2015 - Flucht, Vertreibung und Asyl

Flucht, Vertreibung und Asyl 1945 / 2015

Sonstiges

 

120 Jahre BayernSPD - Im Dienst von Freiheit und Demokratie Frauen sind in der rechtsextremen Szene keine Seltenheit mehr – sie sind die „nette“ Nachbarin oder betreiben Biolandbau und verkaufen „Deutschen Honig“ und unterwandern so die Gesellschaft mit neonazistischem Gedankengut. Die Ausstellung „Braune Schwestern“ aus Österreich war 2012 erstmals in Niederbayern zu sehen und beschäftigt sich mit der Symbolik, den Liedern und dem Gedankengut der rechtsextremen Frauenszene.