Netzwerkreport Nr. 141

Veröffentlicht am 21.01.2013 in Kreistagsfraktion

Am Montag, 21. Januar startete der Kreisausschuss in das landkreispolitische Jahr 2013. Im Mittelpunkt der Beratungen stand der Kreishaushalt für das Jahr 2013.

Zunächst sind einige erfreuliche Zahlen zu vermelden. So steigt die Umlagekraft des Landkreises um rund sieben Prozent, was bei gleichbleibendem Hebesatz für die Kreisumlage von 50,5 Prozent Mehreinnahmen in Höhe von 4,2 Mio. Euro erbringt, von denen jedoch etwas mehr als eine halbe Million an den Bezirk weitergereicht werden muss. Weiter legt der Freistaat Bayern über die Schlüsselzuweisungen rund eine Million Euro mehr in die Landkreiskasse ein. Schattenseite des Haushaltsplanes sind allerdings erhöhte Ausgaben. Im Verwaltungshaushalt schlägt hier besonders der Einzelplan 4 (Soziale Sicherung) zu Buche, der sich von 22,4 auf 26,7 Mio. Euro erhöhen dürfte. Besonderer Schwerpunkt sind darin die Aufwendungen für die Jugendhilfe und Jugendpflege. Dennoch kann eine Zuführung zum Vermögenshaushalt von rund acht Millionen Euro erwirtschaftet werden. Doch dies ist angesichts der Fülle von Großbaumaßnahmen nur der berühmte Tropfen auf den heißen Stein. Der Vermögenshaushalt hat ein Rekordvolumen von knapp 50 Mio. Euro, davon 18 Mio. für das neue Gymnasium, deren sechs für die Berufsschulen und 8,5 Mio. für die Krankenhäuser. Damit ergibt sich zum gegenwärtigen Zeitpunkt eine Deckungslücke von knapp 30 Mio. Euro, die, sollten sich nicht noch Einsparungsmöglichkeiten ergeben, durch Kredite ausgeglichen werden müsste. Doch so dramatisch, wie sie sich auf den ersten Blick darstellt, ist die Lage beileibe nicht:
  • Zum einen hat bislang regelmäßig der Jahresabschluss gezeigt, dass die eingeplante Kreditaufnahme wesentlich geringer war als eingeplant, in manchen Jahren sogar bei Null lag.
  • Zum anderen fließen ab dem Jahr 2014 die Fördermittel für das Gymnasium, sodass der Landkreis die vorübergehende Schuldenlast aus der Vorfinanzierung per Sondertilgung wieder sukzessive zurückführen kann.
Aus diesem Grund hat der stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende Franz Göbl davor gewarnt, weiter an der Schraube für die Kreisumlage zu drehen. Diese ist mit mehr als der Hälfte schon streng genug angezogen. Der Landkreis muss langfristige Investitionen auch langfristig abfinanzieren (was durchaus seriös möglich ist) und darf die Lasten nicht einfach an die Gemeinden weiterreichen um selbst mit einer niedrigen Pro-Kopf-Verschuldung zu glänzen, meinte Göbl. Der Haushaltsplan wird im nächsten Schritt in den Fraktionen beraten, geht dann wieder zurück in den Kreisausschuss und soll in der Kreistagssitzung am 18. März verabschiedet werden.
 

Homepage SPD Landkreis Landshut

  

Projekt 2016 - Schuld & Sühne?

„Historischen Themennachmittage" im Labertal

Die intensive Auseinandersetzung mit der Vergangenheit ist wichtig um die Gegenwart zu verstehen und der Zukunft zu vertrauen. Der AK Labertal will fundierte Geschichtsbewältigung unter sozialdemokratischen Gesichtspunkten anbieten Es gibt nichts zu glorifizieren, nichts zu beschönigen und schon gar nichts zu rechtfertigen. Wir wollen aber auch nicht anklagen und verurteilen - keiner von uns kann heute sagen, wie er sich selbst verhalten hätte, in einer anderen Zeit.

- Rückblick -
Der SPD-Arbeitskreis Labertal hat mit dem „Historischen Themennachmittag“ zur Schierlinger Muna am 24. Januar 2010 begonnen, sich mit den Ereignissen vor 65 Jahren genauer zu beschäftigen. Neben dem „Wunder von Schierling“ sollt der Blick auch auf die Todesmärsche durch das Labertal gelenkt werden.

Die Brüder Gandorfer beschäftigten den AK am historischen Datum 7. November 2010 in Pfaffenberg.

Im Spätherbst 2011 wurde mit "Die Engel von Laberweinting" erneut an das Thema "65 Jahre Kriegsende" angeknüpft. 62 tote Kinder in nur wenigen Monaten, so die Bilanz des Entbindungs- und Kinderheims für Fremdländische.

Der letzte „Historische Themennachmittag“„GELINZT - Euthanasie- Opfer aus dem Labertal“ fand am 4. März in Geiselhöring statt. Das Thema wurde mit einer Informationsfahrt am 14. April an den Gedenkort Hartheim bei Linz abgerundet.

Die Dokumentationen zu den Themennachmittagen (oder den Bonhoeffer-Wochen) sind unter www.agentur-labertal.de zu bestellen!

Projekt 2015 - Flucht, Vertreibung und Asyl

Flucht, Vertreibung und Asyl 1945 / 2015

Sonstiges

 

120 Jahre BayernSPD - Im Dienst von Freiheit und Demokratie Frauen sind in der rechtsextremen Szene keine Seltenheit mehr – sie sind die „nette“ Nachbarin oder betreiben Biolandbau und verkaufen „Deutschen Honig“ und unterwandern so die Gesellschaft mit neonazistischem Gedankengut. Die Ausstellung „Braune Schwestern“ aus Österreich war 2012 erstmals in Niederbayern zu sehen und beschäftigt sich mit der Symbolik, den Liedern und dem Gedankengut der rechtsextremen Frauenszene.