Netzwerkreport Nr. 115

Veröffentlicht am 25.07.2011 in Kreistagsfraktion

hier soll die neue Tiefgarage entstehen

Durchhaltevermögen war angesagt bei der Kreisausschuss-Sitzung am Montag, 25. Juli. Von 9.00 Uhr morgens bis 17.00 Uhr wurden viele Punkte diskutiert und beschlossen, so z. B.

  • Errichtung eines Parkdecks am Landratsamt
Die Parkplatznot am Landratsamt und Krankenhaus soll endlich ein Ende haben. Die ehemalige Pferdekoppel darf für 2 Jahre als Mitarbeiterparkplatz genutzt werden und zwischen Ärztehaus und Landratsamt wird eine zweigeschossige Tiefgarage entstehen. Der Kostenrahmen für die Tiefgarage liegt bei 3,996 Mio Euro. Mit Parkraumbewirtschaftung sollen sich auch die Kosten amortisieren. „Ein Fußgänger ist ein glücklicher Autofahrer, der einen Parkplatz gefunden hat“, wurde Joachim Fuchsberger zitiert.
  • Aufstockung der Tiefgarage
Neu war der Vorschlag der Verwaltung, auf die Tiefgarage einen zweigeschossigen Aufbau für ca. 30 Büroräume mit einem Kostenvolumen von ca. 1,97 Mio Euro vorzusehen. An den Außenstellen in Rottenburg und Vilsbiburg sollen die Räumlichkeiten für die Arbeitsagentur und Jobcenter aufgelöst werden. Nun steht die Entscheidung im Raum, die bisher für das Jobcenter genutzten 600 m² im Landratsamt auf 1.000 m² zu erweitern. Für die Bürger bietet ein Jobcenter am Landratsamt die Möglichkeit, viele Amtstgänge auf kurzem Weg zu erledigen (z. B. Wohngeld, Jugendamt usw.) Andererseits ist zu prüfen, ob es nicht kontraproduktiv ist, den einzigen freien Platz, der am Landratsamt bzw. Krankenhaus noch frei ist, mit Büroräumen zuzubauen, die dann wieder Parkplätze benötigen. Eine Entscheidung darüber wurde in der Kreisausschuss-Sitzung nicht getroffen.
  • Raumnot an der Realschule Vilsbiburg
Die Anmeldezahlen an den sieben Realschulen in Stadt und Landkreis Landshut sind insgesamt um rund 150 Schüler gegenüber dem vergangenen Jahr zurückgegangen. An der Vilsbiburger Realschule haben sich allerdings mehr Schüler und Schülerinnen als im vergangenen Jahr angemeldet, sodass die Räume nicht ausreichen. Der Ankauf von zwei Containern stand zur Diskussion, allerdings konnte sich das Gremium damit nicht anfreunden. Im benachbarten Gymnasium in Vilsbiburg wurden 2 Abiturjahrgänge entlassen und die Anmeldezahlen am Gymnasium dort sind rückläufig. Deshalb soll versucht werden, zwei Realschulklassen dort unterzubringen. Kreisrat Franz Göbl verwies darauf, dass es deutlich sinnvoller wäre, im Landkreis-Süden in einer der fast leerstehenden Hauptschulen eine Realschule neu zu gründen, um zum einen Umbau- und Erweiterungskosten zu sparen und andererseits den Schülerinnen und Schülern kurze Schulwege zu ermöglichen.
  • Berufsfachschule für Krankenpflegehilfe
Am Vilsbiburger Gesundheitszentrum wird künftig mit der „Krankenpflegehilfe“ eine weitere Ausbildungsrichtung angeboten. Hier können z. B. Hauptschüler heimatnah in einem einjährigen Kurs einen zukunftsfähigen Beruf erlernen oder die Zulassung für eine anschließende dreijährige Ausbildung zum Krankenpfleger erwerben. Ab dem 1. September 2011 steht jährlich 20 PflegeschülerInnen diese Möglichkeit offen.
  • Projektgruppe Energie
Wie bereits im Netzwerkreport Nr. 114 ausführlich erläutert, wurde nun beschlossen, eine Projektgruppe für die Energiewende im Landkreis Landshut einzurichten. Von jeder im Kreistag vertretenen Fraktion bzw. Gruppe wird ein Vertreter entsandt, hinzu kommt ein Vertreter der Bürgermeister, der Landrat sowie je einem Verteter für die Bereiche Energieerzeuger, Wirtschaft, Landwirtschaft, Dienstleistung, Hochschule und Naturschutz.
  • Landkreis-Gymnasium<
Alleine dieser Tagesordnungspunkt beanspruchte 3 Stunden. Die Kostenschätzung wurde vorgestellt – mit 33,7 Mio Euro stehen nun deutlich höhere Kosten im Raum als beim Bürgerentscheid angenommen wurden. In der morgigen Kreistagssitzung wird darüber noch einmal beraten und dann berichten wir im nächsten Netzwerk-Report über den aktuellen Sachstand.
 

Homepage SPD Landkreis Landshut

  

Projekt 2016 - Schuld & Sühne?

„Historischen Themennachmittage" im Labertal

Die intensive Auseinandersetzung mit der Vergangenheit ist wichtig um die Gegenwart zu verstehen und der Zukunft zu vertrauen. Der AK Labertal will fundierte Geschichtsbewältigung unter sozialdemokratischen Gesichtspunkten anbieten Es gibt nichts zu glorifizieren, nichts zu beschönigen und schon gar nichts zu rechtfertigen. Wir wollen aber auch nicht anklagen und verurteilen - keiner von uns kann heute sagen, wie er sich selbst verhalten hätte, in einer anderen Zeit.

- Rückblick -
Der SPD-Arbeitskreis Labertal hat mit dem „Historischen Themennachmittag“ zur Schierlinger Muna am 24. Januar 2010 begonnen, sich mit den Ereignissen vor 65 Jahren genauer zu beschäftigen. Neben dem „Wunder von Schierling“ sollt der Blick auch auf die Todesmärsche durch das Labertal gelenkt werden.

Die Brüder Gandorfer beschäftigten den AK am historischen Datum 7. November 2010 in Pfaffenberg.

Im Spätherbst 2011 wurde mit "Die Engel von Laberweinting" erneut an das Thema "65 Jahre Kriegsende" angeknüpft. 62 tote Kinder in nur wenigen Monaten, so die Bilanz des Entbindungs- und Kinderheims für Fremdländische.

Der letzte „Historische Themennachmittag“„GELINZT - Euthanasie- Opfer aus dem Labertal“ fand am 4. März in Geiselhöring statt. Das Thema wurde mit einer Informationsfahrt am 14. April an den Gedenkort Hartheim bei Linz abgerundet.

Die Dokumentationen zu den Themennachmittagen (oder den Bonhoeffer-Wochen) sind unter www.agentur-labertal.de zu bestellen!

Projekt 2015 - Flucht, Vertreibung und Asyl

Flucht, Vertreibung und Asyl 1945 / 2015

Sonstiges

 

120 Jahre BayernSPD - Im Dienst von Freiheit und Demokratie Frauen sind in der rechtsextremen Szene keine Seltenheit mehr – sie sind die „nette“ Nachbarin oder betreiben Biolandbau und verkaufen „Deutschen Honig“ und unterwandern so die Gesellschaft mit neonazistischem Gedankengut. Die Ausstellung „Braune Schwestern“ aus Österreich war 2012 erstmals in Niederbayern zu sehen und beschäftigt sich mit der Symbolik, den Liedern und dem Gedankengut der rechtsextremen Frauenszene.