Netzwerk-Report Nr. 88

Veröffentlicht am 13.12.2009 in Kreistagsfraktion

Liebe Freunde,

hier der Bericht von stellvertretender Landrätin Christel Engelhard aus der Sitzung des Jugendhilfeausschusses am 30. November 2009.

  • Die Jugendsozialarbeit wird ab 2010 an den Schulen in Ergolding und Niederaichbach, an der Hauptschule Geisenhausen auf 30 Wochenstunden festgesetzt, an den Hauptschulen Ergolding und Vilsbiburg auf je eine Vollzeitstelle, Förderzentrum Bonbruck auf 30 Wochenstunden erweitert.
  • Ab dem Frühjahr 2010 wir am Kreisjugendamt eine Koordinierende Kinderschutzstelle (KoKi) eingerichtet. Aufgabe der KoKi ist, auf der örtlichen Ebene frühzeitig und präventiv Risiken im Aufwachsen von Kleinkindern in sozial und ökonomisch belasteten Familien zu erkennen und den notwendigen Unterstützungsbedarf unter Einbeziehung der mit diesen Familien befassten Fachkräfte und Stellen (Ärzte, Hebammen, Beratungsstellen etc.) zu gewährleisten, bevor eine akute Gefährdungslage für das Kind entsteht.
  • In den Haushaltsberatungen wurde ein Ansatz von 8.132.800 Euro abgestimmt, gegenüber 2009 eine etwa 20%ige Erhöhung! Davon sind rund 3 Mill. für Heimerziehung, sonstige betreute Wohnformen. Fallzahlen 2007 - 45, 2008 - 52, 2009 - 62. Tendenz steigend. Das ist deprimierend. Auf Christels Frage, ob diese Kinder nicht besser in Pflegefamilien untergebracht werden als in Heimen, wurde ihr anhand von Fallbeispielen deutlich gemacht, dass diese Kinder so gestört sind, dass sie teilweise sogar in geschlossenen Anstalten untergebracht werden müssen. Es gibt ca. 80 Pflegefamilien im Landkreis. Man könne sie nicht überstrapazieren. Auch die seelisch Behinderten werden immer mehr - das Familienbild zerbröckelt auch bei uns in Bayern drastisch. Das ist deprimierend.
  • In diesem Zusammenhang fällt mir das Zitat eines Landrates aus Nordrhein-Westfalen ein, der gesagt hat: Wir sind ein armer Landkreis! Deshalb können wir es uns nicht leisten, auf Prävention zu verzichten.
  • Und jetzt entsteht Spannung um das Gymnasium!
  • Der Kreisausschuss wird am 14. Dezember die Weihnachtssitzung des Kreistages vorbereiten. In dieser wird es keineswegs nur glühweinselig zugehen, denn es muss eine Entscheidung über den Standort des neuen Kreisgymnasiums gefunden werden. Die Bürgermeister der Gemeinden, die sich beworben haben, stellen die ihre Vorzüge vor. Dann wird über jeden möglichen Standort abgestimmt. Fraktionsmeinungen kann es nicht geben, das die Meinung jeder Kreisrätin und jeden Kreisrätes eher lokalpolitisch geprägt sein wird. Als ausgleichendes Element werden die Kreistagsmitglieder aus dem Süden agieren können; denn sie werden das neue Gymnasium des Landkreises ebenso wenig bekommen wie die Stadt.
  • Dann melde ich mich also kurz vor dem Fest nochmals bei Euch.
 

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Projekt 2016 - Schuld & Sühne?

„Historischen Themennachmittage" im Labertal

Die intensive Auseinandersetzung mit der Vergangenheit ist wichtig um die Gegenwart zu verstehen und der Zukunft zu vertrauen. Der AK Labertal will fundierte Geschichtsbewältigung unter sozialdemokratischen Gesichtspunkten anbieten Es gibt nichts zu glorifizieren, nichts zu beschönigen und schon gar nichts zu rechtfertigen. Wir wollen aber auch nicht anklagen und verurteilen - keiner von uns kann heute sagen, wie er sich selbst verhalten hätte, in einer anderen Zeit.

- Rückblick -
Der SPD-Arbeitskreis Labertal hat mit dem „Historischen Themennachmittag“ zur Schierlinger Muna am 24. Januar 2010 begonnen, sich mit den Ereignissen vor 65 Jahren genauer zu beschäftigen. Neben dem „Wunder von Schierling“ sollt der Blick auch auf die Todesmärsche durch das Labertal gelenkt werden.

Die Brüder Gandorfer beschäftigten den AK am historischen Datum 7. November 2010 in Pfaffenberg.

Im Spätherbst 2011 wurde mit "Die Engel von Laberweinting" erneut an das Thema "65 Jahre Kriegsende" angeknüpft. 62 tote Kinder in nur wenigen Monaten, so die Bilanz des Entbindungs- und Kinderheims für Fremdländische.

Der letzte „Historische Themennachmittag“„GELINZT - Euthanasie- Opfer aus dem Labertal“ fand am 4. März in Geiselhöring statt. Das Thema wurde mit einer Informationsfahrt am 14. April an den Gedenkort Hartheim bei Linz abgerundet.

Die Dokumentationen zu den Themennachmittagen (oder den Bonhoeffer-Wochen) sind unter www.agentur-labertal.de zu bestellen!

Projekt 2015 - Flucht, Vertreibung und Asyl

Flucht, Vertreibung und Asyl 1945 / 2015

Sonstiges

 

120 Jahre BayernSPD - Im Dienst von Freiheit und Demokratie Frauen sind in der rechtsextremen Szene keine Seltenheit mehr – sie sind die „nette“ Nachbarin oder betreiben Biolandbau und verkaufen „Deutschen Honig“ und unterwandern so die Gesellschaft mit neonazistischem Gedankengut. Die Ausstellung „Braune Schwestern“ aus Österreich war 2012 erstmals in Niederbayern zu sehen und beschäftigt sich mit der Symbolik, den Liedern und dem Gedankengut der rechtsextremen Frauenszene.