Netzwerk-Report Nr. 111

Veröffentlicht am 01.06.2011 in Kreistagsfraktion

Liebe Freunde,

die Kreistagssitzung am 30. Mai stand ganz im Zeichen des neuen
Landkreis-Gymnasiums.

Rund 2 1/2 Stunden dauerte die Vorstellung der Vorentwurfsplanung und die manchmal etwas stark ziselierte Diskussion über das Thema. Kurz zusammengefasst hier die wichtigsten Ergebnisse:
  • Die bereits in der SPD-Fraktionssitzung am 11. Mai gutgeheißene Lösung eines mehrfach gegliederten Längsbaues an der B 11/15 wurde genehmigt. Die Planer wurden beauftragt, bis zur nächsten Kreistagssitzung am 26. Juli die Eingabeplanung vorzustellen.
  • Beim energetischen Konzept hatte die Verwaltung vorgeschlagen, die Variante eines Passivhausstandard von vorne heraus auszuschließen. Unterstützt wurde diese Auffassung vom dem zuständigen Planer, der meinte, dadurch werde der Aufwand für die Lüftung in Anschaffung und Betrieb um rund 40 Prozent höher sein. Da diese Auffassung jedoch nicht mit Zahlen einer Kosten-Nutzen-Analyse belegt war, setzte u. a. die SPD durch, dass sowohl das Konzept eines optimierten EnEV 2009-Standard, wie auch des Passivhauses weiter untersucht werden.
  • Obwohl niemand absehen kann, dass jemals eine Dreifachturnhalle gebraucht wird, soll die Zweifachturnhalle so geplant werden, dass eine spätere Erweiterung um einen Hallenteil möglich ist.
  • Die Landschaftsplanung in dem sensiblem Umfeld geht davon aus, dass keine wertvollen Bäume verloren gehen werden. Ein Altbestand an Pappeln muss allerdings entfernt werden. Alle Änderungen (auch an der Seenlandschaft) werden in enger in enger Abstimmung mit dem Markt Ergolding erfolgen.
  • Gleiches gilt für das Konzept für die Individual- und Busverkehre.
Zwei Mitarbeiter des bayerischen Innenministeriums gaben anschließend Auskunft über die Einführung des Digitalfunks für die Sicherheitskräfte. Von unserem Fernsehgerät zu Hause wissen wir, dass die analoge Technik bald der Vergangenheit angehören wird. Gleiches gilt für die Kommunikationsnetze von Feuerwehr, Rettungsdiensten und der Polizei. Auch diese Dienste können bald den rund 50 Jahre alten Analogfunk nicht mehr verwenden. Dadurch werden bayernweit etwa 3.500 Sendeanlagen entbehrlich. Allerdings müsse diese durch eine Handvoll TETRA-Funkmasten in der Region Landshut ersetzt werden. Eine Sendeanlagen stehen bereits fest; über andere laufen noch Verhandlungen. Begonnen wird diese Aktion in Kürze in Mittelfranken; Niederbayern ist in den Jahren 2013/14 an der Reihe. Noch ein Nachtrag zur Kreisausschuss-Sitzung vom 14. März, als das Erfolgsmodell der kostenfreien Fahrradbeförderung in den Zügen wieder kassiert wurde. Die Bezieher des Netzwerk-Reports der ersten Stunde werden sich erinnern, dass wir diesen Informationsdienst im Juni 2002 mit dieser Meldung gestartet haben, wurde doch die Fahrradbeförderung auf Drängen der SPD endlich durchgesetzt. Da dies und auch die Argumentation unserer Fraktionsvorsitzenden Ruth Müller in der vorletzten Kreisausschuss-Sitzung nicht wirklich umfassend über die Presse kommuniziert wurden, hat sie einen Leserbrief veröffentlicht. Wer diesen nicht mitbekommen hat, kann ihn auf der Homepage der Landkreis-SPD nochmals nachlesen: Bitte hier klicken Natürlich wird sich die SPD bemühen, die kontraproduktive Entscheidung vom März wieder rückgängig zu machen. Ideal wäre natürlich eine bayernweite Reglung.
 

Homepage SPD Landkreis Landshut

  

Projekt 2016 - Schuld & Sühne?

„Historischen Themennachmittage" im Labertal

Die intensive Auseinandersetzung mit der Vergangenheit ist wichtig um die Gegenwart zu verstehen und der Zukunft zu vertrauen. Der AK Labertal will fundierte Geschichtsbewältigung unter sozialdemokratischen Gesichtspunkten anbieten Es gibt nichts zu glorifizieren, nichts zu beschönigen und schon gar nichts zu rechtfertigen. Wir wollen aber auch nicht anklagen und verurteilen - keiner von uns kann heute sagen, wie er sich selbst verhalten hätte, in einer anderen Zeit.

- Rückblick -
Der SPD-Arbeitskreis Labertal hat mit dem „Historischen Themennachmittag“ zur Schierlinger Muna am 24. Januar 2010 begonnen, sich mit den Ereignissen vor 65 Jahren genauer zu beschäftigen. Neben dem „Wunder von Schierling“ sollt der Blick auch auf die Todesmärsche durch das Labertal gelenkt werden.

Die Brüder Gandorfer beschäftigten den AK am historischen Datum 7. November 2010 in Pfaffenberg.

Im Spätherbst 2011 wurde mit "Die Engel von Laberweinting" erneut an das Thema "65 Jahre Kriegsende" angeknüpft. 62 tote Kinder in nur wenigen Monaten, so die Bilanz des Entbindungs- und Kinderheims für Fremdländische.

Der letzte „Historische Themennachmittag“„GELINZT - Euthanasie- Opfer aus dem Labertal“ fand am 4. März in Geiselhöring statt. Das Thema wurde mit einer Informationsfahrt am 14. April an den Gedenkort Hartheim bei Linz abgerundet.

Die Dokumentationen zu den Themennachmittagen (oder den Bonhoeffer-Wochen) sind unter www.agentur-labertal.de zu bestellen!

Projekt 2015 - Flucht, Vertreibung und Asyl

Flucht, Vertreibung und Asyl 1945 / 2015

Sonstiges

 

120 Jahre BayernSPD - Im Dienst von Freiheit und Demokratie Frauen sind in der rechtsextremen Szene keine Seltenheit mehr – sie sind die „nette“ Nachbarin oder betreiben Biolandbau und verkaufen „Deutschen Honig“ und unterwandern so die Gesellschaft mit neonazistischem Gedankengut. Die Ausstellung „Braune Schwestern“ aus Österreich war 2012 erstmals in Niederbayern zu sehen und beschäftigt sich mit der Symbolik, den Liedern und dem Gedankengut der rechtsextremen Frauenszene.