Weg vom streng aussortierenden dreigliedrigen Schulsystem

Veröffentlicht am 31.05.2011 in Bildung

SPD-Landtagsfraktion startet Kampagne zur Einführung der Gemeinschaftsschule

Macht Druck schlau? Ist mit 11 schon alles gelaufen? Zu arm für Bildung? Diese Fragen stellt sich die SPD Landtagsfraktion seit vielen Jahren. Das Konzept der Gemeinschaftsschule, das die Fraktion in einer landesweiten Kampagne Schülern, Eltern, Lehrern und Kommunalvertretern nun vorstellte, soll Antworten liefern. „Viele Kinder müssen in Bayern weite Wege zur Schule auf sich nehmen – auch schon an den Schulen in der Oberpfalz. Für mich ist vor allem wichtig, dass Kindern der Übertrittsdruck genommen wird und sie an ihrem Wohnort auch nach der vierten Klasse zur Schule gehen können, ohne sich schon mit 10 Jahren für einen Bildungsabschluss entschließen zu müssen.“, so MdL Reinhold Strobl, für Bildung zuständiger Berichterstatter im Haushaltsausschuss.

Strobl: „Die Gemeinschaftsschule ist die Schule für die Stadt und das Land. In den Ballungsräumen müssen wir die Zahl der Schulabbrecher in den Griff bekommen und auf dem Land vor allem eine wohnortnahe, qualifizierte Schulbildung mit mehreren Abschlüssen ermöglichen. Wir wollen eine Schule für Kinder jeder Lerngeschwindigkeit und wir wollen weg vom streng aussortierenden dreigliedrigen Schulsystem. Unsere Antwort darauf heißt Gemeinschaftsschule – die es übrigens schon in fast allen Bundesländern gibt. Nur in Bayern nicht“.

Ein Jahr lang wolle die SPD-Landtagsfraktion das neue Konzept der Gemeinschaftsschule in Dialogforen Schülern, Eltern, Lehrern und Kommunalvertretern vorstellen und direkt vor Ort mit den Betroffenen diskutieren.

Die SPD-Landtagsfraktion hat einen Gesetzentwurf zur Einführung der Gemeinschaftsschule in Bayern in den Landtag eingebracht. Die Gemeinde Denkendorf, Landkreis Eichstätt, bewirbt sich derzeit um ein Pilotprojekt. Ein entsprechender Lehrplan ist in Arbeit.



Alle Termine der Diskussionsveranstaltungen in Bayern sowie alle Informationen über die Gemeinschaftsschule sind über die Kampagnen-Homepage abrufbar: www.gemeinschaftsschule-bayern.de

 

Homepage SPD Bezirk Oberpfalz

  

Projekt 2016 - Schuld & Sühne?

„Historischen Themennachmittage" im Labertal

Die intensive Auseinandersetzung mit der Vergangenheit ist wichtig um die Gegenwart zu verstehen und der Zukunft zu vertrauen. Der AK Labertal will fundierte Geschichtsbewältigung unter sozialdemokratischen Gesichtspunkten anbieten Es gibt nichts zu glorifizieren, nichts zu beschönigen und schon gar nichts zu rechtfertigen. Wir wollen aber auch nicht anklagen und verurteilen - keiner von uns kann heute sagen, wie er sich selbst verhalten hätte, in einer anderen Zeit.

- Rückblick -
Der SPD-Arbeitskreis Labertal hat mit dem „Historischen Themennachmittag“ zur Schierlinger Muna am 24. Januar 2010 begonnen, sich mit den Ereignissen vor 65 Jahren genauer zu beschäftigen. Neben dem „Wunder von Schierling“ sollt der Blick auch auf die Todesmärsche durch das Labertal gelenkt werden.

Die Brüder Gandorfer beschäftigten den AK am historischen Datum 7. November 2010 in Pfaffenberg.

Im Spätherbst 2011 wurde mit "Die Engel von Laberweinting" erneut an das Thema "65 Jahre Kriegsende" angeknüpft. 62 tote Kinder in nur wenigen Monaten, so die Bilanz des Entbindungs- und Kinderheims für Fremdländische.

Der letzte „Historische Themennachmittag“„GELINZT - Euthanasie- Opfer aus dem Labertal“ fand am 4. März in Geiselhöring statt. Das Thema wurde mit einer Informationsfahrt am 14. April an den Gedenkort Hartheim bei Linz abgerundet.

Die Dokumentationen zu den Themennachmittagen (oder den Bonhoeffer-Wochen) sind unter www.agentur-labertal.de zu bestellen!

Projekt 2015 - Flucht, Vertreibung und Asyl

Flucht, Vertreibung und Asyl 1945 / 2015

Sonstiges

 

120 Jahre BayernSPD - Im Dienst von Freiheit und Demokratie Frauen sind in der rechtsextremen Szene keine Seltenheit mehr – sie sind die „nette“ Nachbarin oder betreiben Biolandbau und verkaufen „Deutschen Honig“ und unterwandern so die Gesellschaft mit neonazistischem Gedankengut. Die Ausstellung „Braune Schwestern“ aus Österreich war 2012 erstmals in Niederbayern zu sehen und beschäftigt sich mit der Symbolik, den Liedern und dem Gedankengut der rechtsextremen Frauenszene.